Gary Moore “How Blue Can You Get” and Mike Fleetwood & Friends “Celebrate The Music Of Peter Green”

Erschienen am 30.4. 2021, beinhaltet die CD bzw. Vinyl-Platte “How Blue Can You Get” acht unveröffentlichte Titel Gary Moores.

Das Musiker – Lineup

Gary Moore Vocals & Gitarre

Pete Rees Bass (außer auf “Lookking At Your Picture)

Vic Martin Keyboards (außer auf “Looking At Your Picture”

Darrin Mooney Drums (“I am Tore Down” “In My Dreams” “Done Something Wrong”

Graham Walker Drums “Stepping Out” “Love Can Make A Fool Out Of You” “How Blue Can You Get” “Living With The Blues”

“I Am Tore Down” , als Live-Version auf Essential Montreux von 1999 bekannt, kommt flüssig und flott mit langen Stratocaster-Solopassagen, lebendige Studioversion, 6.10 min

“Stepping Out” – allen Bluesfreunden aus dem “Beano”-Album von John Mayall ein Begriff, Gary Moore hörte nach eigenen Angaben die Scheibe damals rauf und runter, kommt auch soundmäßig im Vintage-Gewand und ist mit 3.18 min etwas länger als das Original.

“In My Dreams” (Gary Moore) – typische Gary Moore-Ballade im Stile von “Parisienne Walkways” oder “Still Got The Blues” mit einprägsamen Refrain und ins Ohr gehender Gitarrenlinie. Wirklich einfühlsam gesungene Nummer.

“How Blue Can You Get” – Cover nach Leonard Feather – angezerrter Vintage-Gitarren-Sound der reinen Art. Ein absolut cooles Eingangssolo – mit schönen Pausen, die einen spitz auf den nächsten Ton machen. Recht trocken aufgenommen, Slow Blues der feinen Sorte. Schöne Breaks im Mittelteil. Mehr als 7 Minuten lang.

“Looking At Your Picture” (Gary Moore) – könnte soundmäßig aus der Zeit von “A Different Beat” stammen, denn hier wurde ein Drum-Looping unter die Gitarre gelegt – rauer Country-Blues und für Gary Moore sehr ungewöhnlicher Slide-Sound, Gary Moore BFG-Gitarre? mit heruntergestimmter E-Saite.

“Love Can Make A Fool Of You” (Gary Moore) – Balladeskes Stück wie “In My Dreams” im Blues-Gewand, mit Soloteil, durch den die Lautsprecher bei den Studioaufnahmen durchmussten – die armen.

“Done Something Wrong” – war von Gary Moore schon mal für das Album “Old New Ballads Blues” aufgenommen. Gefällt mir hier besser, da insgesamt ruhiger und relaxter, Wie bei der früheren Version spitzklingendes Slidesolo.

“Living With The Blues” (Gary Moore) – Slowblues mit jazzigen Akkorden gewürzt, sehr intim, vielleicht das beste Stück des Albums und gut 7 Minuten lang, wunderschöne dynamische Licks, die er hier erklingen lässt. Wahrscheinlich hat er hier (wenn man jetzt wüsste, wann die Aufnahme gemacht wurde) eine oder die (Greeny)Les Paul mit dem bekannten Out-Of-Phase-Sound in der Mittelstellung verwendet. Da wäre man gern im Studio dabei gewesen. Brilliant und exzellent. Gesangsmäßig auch erste Sahne. Chapeau. Nach wiederholtem Anhören könnte ich mir vorstellen, dass das Stück vielleicht für das Album “Old New Ballads And Blues” vorgesehen war.

Ein sehr empfehlenswertes neues Gary Moore – Album, sauber produziert und mit erstklassigem Sound. Schöne Bluescover und gelungene Eigenkompositionen. Die Aufmachung der CD wirkt hochwertig. Gefälliges Cover-Artwork von Roy Koch. Die Liner-Notes, ein Rückblick auf Gary Moores Karriere, stammen von Harry Shapiro, der auch die Biographie ” I can´t wait until tomorrow” verfasst hat. In der Box-Set-Edition sind Plektren (Cut Outs only), Aufkleber, Bieruntersetzer und eine Postkarte enthalten.

Mike Fleetwood & Friends “Celebrate The Music Of Peter Green”

Der offizielle Trailer

Mitwirkende

Noel Gallagher – Kirk Hamett – Billy Gibbons – JJonny Lang – John Mayall . Christine MCVie, Pete Townshend – Steven Tyler – Biil Wyman uv.m.

Das war knapp, denn kurz vor Ausbruch der Pandemie am 25. Februar 2020 im Londoner Palladium aufgenommen. Wenig später wäre das Aufgebot der Musiker unmöglich gewesen. Zelebriert werden auf den beiden CDs die frühen Jahre Fleetwood Macs mit Peter Green. Peter Green war eingeladen, ließ sich aber, wahrscheinlich aus Altersgründen, an diesem Abend entschuldigen. Wenn Gary Moore noch gelebt hätte, wäre er an diesem Abend mit Sicherheit dabei gewesen. Zumindest war an diesem Abend seine Gitarre , die zwar immer als Peter Greens Gitarre bezeichnet wird, obwohl sie eigentlich über 30 Jahre im Besitz von Moore war, auf der Bühne mit Kirk Hammett. Er hat sie 2014 gekauft.

Das ganze Konzert wird auch in den Programm-Kinos zu sehen sein.

Großes Manko ist leider, dass aus dem Booklet nicht hervorgeht, wer bei welchem Stück genau mitmacht. Das wird man dann wohl beim Ansehen des Filmes bzw. der youtube-Clips wissen. Zum Glück kündigt Mick Fleetwood in seinen Ansagen meist die Sänger an.

Disk I

“Rolling Man” –mit dem Green-Out Of Phase Sound, Rhythm ´n´Blues – Nummer

“Homework”

“Doctor Brown” – gesungen von Billy Gibbons, cooler Shuffle.

“All Your Love” John Mayall am Mikro und am Fender Rhodes, sein Gesang naja. Keine Ahnung, wer das Solo spielt.

“Rattlesnake Shake”Steven Tyler (Aerosmith) und Billy Gibbons, etwas schwerfällig, läuft vor sich hin.

“Stop Messing Around” – featuring Christine McVie – die Gitarre klingt nach “Greeny”. Ob da Kirk Hammett spielt? Klingt nach Blues-Session so wie es wahrscheinlich war.

“Looking For Somebody” – Gesang Christine McVie, das Stück hat Atmosphäre…..

“Sandy Mary”

“Love That Burns” – von vielen u.a. Bernie Marsden oder Gary Moore interpretiert. Weiß jetzt nicht, wer da singt…. John Mayall? Klingt teilweise wie Albert Collins. Nicht schlecht. Schöne Slide-Gitarre.

“The World Keep Turning” – mit Noel Gallagher am Mikro. Das hört sich super an mit Cajon und Akustikgitarre.

“Like Crying” – Akustikstück mit Noel Gallagher – Country-Feeling, prima.

“No Place To Go” – dritte Akustik unplugged Nummer –

“Station Man” mit Pete Townshend am Singen. Die Stimme ist anscheinend fertig.

Disk II

“Man Of The World” – mit Neil Finn – das hört sich lieblich an, man meint, das Zeitrad wäre um 50 Jahre zurückgedreht.

“Oh Well”Steven Tyler / Billy Gibbons (Part 1) – man hört zu Beginn das typische Steven Tyler Bellen –

“Oh Well” Part II mit David Gilmour erinnert es an Pink Floyd

“Need Your Love So Bad” mit Jonny Lang an der Gitarre, das hört sich wirklich gut an – wie Eric Clapton auch im Gesang.

“Black Magic Woman” – featuring Rick Vito, klingt blechern, ja metallisch, mit dem Out Of Phase Sound. Am Ende gibt es noch eine Art Gitarrenzwiegespräch ….auf geringem Niveau.

“The Sky Is Crying” – Bill Wyman und Jeremy Spencer – schöner geschmackvoller Beginn mit Slide-Gitarre, interessante Version.

“I Can´t Hold” – Bill Woman/ Jeremy Spencer wieder – Slide-Gitarre schön – Song ähnlich wie das bekannte “Dust My Broom”.

“The Green Manalishi” – Billy Gibbons und Kirk Hammett

“Albatross” mit Dave Gilmour an der Hawaii-Gitarre…..klingt wie die singende Säge.

“Shake Your Moneymaker” – Steven Tyler/ Billy Gibbons – fetzige Version mit Session-Charakter

Im Film mit Sicherheit durch die wechselnden Akteure .recht unterhaltsam anzuschauen. Es war eine Session wohl und so klingt es auch. Die Beiträge sind doch recht unterschiedlich, wobei mir die Titel mit Gallagher, Spencer und Lang am besten gefallen.

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