Monthly Guitar: Gary Moore Part 3

“Blues For Jimi”

Gary Moore war ein großer Bewunderer Jimi Hendrix´. Ein erstklassiger Tribute an Hendrix ist sein Album „Blues For Jimi“, am 25. Oktober 2007 live im Hippodrome Theater London aufgenommen. Gary hatte schon zum 50. Fender Stratocaster- Anniversary Hendrix-Titel intoniert. Auf dem CD-Booklet wird berichtet, dass  der 15-jährige Gary am 27. November 1967 im Publikum war, als Jimi in Belfast aufspielte. Der Höhepunkt beim Tribute-Konzert war, als Mitch Mitchell (dr, + 2008) und Billy Cox (Bass) mit Gary zusammen auf der Bühne im Hippodrome stehen. Die Live-CD ist spitzenmäßig im Sound und das Zusammenspiel mit Darrin Mooney (Drums) und Dave Bronze (Bass/ Eric Clapton Band) superb. Den Hendrix Titel „Fire“ hatte Gary übrigens  lange Zeit in seinem Programm. ( Montreux 1999, 2001 )

Gary Moore – der Radio-Moderator

Was nur wenige wissen ist, dass Gary Moore ein ausgezeichneter DJ für den Radiosender „Planet Rock“ gewesen war. Er hatte eine Zeit lang seine feste Sendung „Bluespower“, in der er die Geschichte des Blues  und ausgewählte Bluestitel betrachtete. Die Radioshow gewann sogar den „New York Radio Award 2008“. In den Sendungen zeigte sich sein riesiges Hintergrundwissen. Der Mann war belesen und ein Kenner des Blues. Zudem hatte er im Studio einen kleinen Transistor Marshall mit und spielte Titel oder Licks kurz an. Habe hier mal drei Ausschnitte zusammengestellt. Echt hörenswert wie der sonst eher introvertierte Mensch äußerst eloquent über den Blues doziert. Im drtitten Teil spielt er einige Licks über den kleinen Marshall.

Originalton Gary/ interview Holland:

„…….I was doing a radio show for a little digital station in London, called Planet Rock, which is like a classic rock station. They like to have guests do a series now and again. They asked me to do a blues series, so I did a two hour program every week for six weeks. Of course, I had to do a lot of research in order to get the right tracks and everything. It’s about thirty songs per week, which was 180 songs, so I had to go further and further back each week. I started listening to all of the old acoustic blues again and that was one of the things I came across. …”

Das letzte Live-Album „Live From London” (2009 aufgenommen) von 2020 war organisiert von der Radiostation „Planet Rock“.

Zurück zum Blues: Close As You Get

Weniger Zerre, abgespeckte, ungeschliffene Aufnahmen kennzeichnen dieses Album. Gary greift zur Gibson ES und Fender Telecaster. Der Gesang intensiver. Sundown (House) nur Resonator-Gitarre und Gesang sehr intim, aufgenommen, nachdem man einige Guinness im Pub getrunken (Originalton Gary)  hatte.

Brian Holland Interview mit Gary Moore über Sundown:

I ended up doing it just sitting on a couch at the back of the control room, with a mic for the old Ozark guitar.  It’s a cheap resonator. It has a skinny body, so it’s really nice to play. I just put a mic on that and a mic on the vocal. I tried it about four or five times out in the live room and it wasn’t right, so we all went down to the pub one night and had a few drinks, only out of respect for Son House, of course. “

Aus Guitarplayer interview:

How do you feel your playing has evolved from Still Got the Blues to now?

“It has changed quite a lot. I feel that if you listen to the new record and then go back and listen to Still Got the Blues, you’ll almost hear two different guitarists. I think my blues playing has really grown up in that I’ve learned how to leave more space. And my phrasing—without a doubt the most personal aspect of any guitarist’s playing regardless of genre—has grown a lot. I’m more conscious about phrasing now than ever, and it has taken me quite a long time to get it where I want it.”

Bad For You Baby

Das Nachfolge  Album von “Close As You Get“ „Bad For You Baby“ beinhaltet 11 Songs, vier davon sind Covers. Herausragend ist von diesen, das von Al Kooper stammende  „I´ll Love You More Than You Will Ever Know”. Das Solo ist meiner Meinung nach eines der emotionalsten, die Gary je gespielt hat. Jenes war auch der Glanzpunkt der  Auftritte in Gießen und Heidenheim 2008. Auf „Live From London“ (2020), leider gekürzt, zeigt es die Inbrunst des Ausnahmegitarristen. Es gibt Versionen von der Japan-Tour von 2009, da hat das Stück eine Länge von gut 18 Minuten. Interessant, dass Gary auf dem Album auch Harmonika spielt. Schätze er wird bei dem Meister Otis Taylor Unterricht gehabt haben, war dieser doch 2007 und 2008 im Vorprogramm von Moore. Taylors Tochter Cassie singt bei zwei Stücken Background Vocals und Otis steuert auf „Preacher Man Blues“ eine Banjobegleitung bei.

Ein für Moore sehr ungewöhnlicher Titel ist „Holding On“ mit einem kurzen gefühlvollen, leicht angezerrten ES 335 Solo und Cassie Taylor mit schöner Zweitstimme.

Insgesamt hat die Scheibe einen schönen Livecharakter. Irgendwo meine ich gelesen zu haben, wurde alles im Studio, auch der Gesang, einfach mitgeschnitten. Also alles ohne Overdubs.

Auf dem Album verwendete er neben einer Gibson Reissue Goldtop Darkback, eine 63er ES 335, eine Fender Telecaster von 58, eine Gibson Firebird und eine Gibson BFG für die Slide-Gitarre.

Scheinbar hat ihm „Thirty Days“ von „Close As You Get” inspiriert um auf “Bad For You Baby” mit  der zackigen und äußerst temporeichen Eigenkomposition “Down The Line” aufzuwarten, prädestiniert für den Country-Tele-Sound. Die armen Lautsprecher hört man ächzen.

Gary Moore Live At Bush Hall 2007

Live Mitschnitt zur Promotion der CD „Close As You Get“. Rauer Sound ähnlich wie bei “Live From London“.

Gary Moore “Blues and Beyond” (2017)

Die CD-Kompilation herausgegeben mit der englischsprachigen Biografie von Harry Shapiro „I Can´t Wait Until Tomorrow“, die kritisch zu sehen ist und  in der Aufmachung wenig professionell wirkt, eher wohl ein Schnellschuss war. Die Covergestaltung der Biographie passt m. E. überhaupt nicht: eine Explorer in Tarnfarbe lackiert? Deplatziert, aber ehrlich. Stichwortverzeichnis, Index und Quellenangaben sucht man vergeblich. Es soll irgendwann eine bessere Neuauflage auch mit Bildmaterial geben. Dennoch lesenswert, um den Menschen „Gary Moore“ verstehen zu können. Die dazugehörige CD-Box unterliegt, vom Cover-Photo mal abgesehen, dem gleichen schwachen Artwork. Die ersten beiden CDs sind ausgewählte Titel aus dem Schaffen von „Back To The Blues“ (2001) bis zu Old New Ballads Blues (2006), auf der 2. CD findet man noch einen Live-Mitschnitt von „Parisienne Walkaways“.

Absolut Klasse sind die CDs Nummer 3 und 4. Hier gibt es wunderbare Live-Mitschnitte von 2000 aus dem London Forum zu hören. Danke an dieser Stelle Zoltan Csillag von LOTS für die Information und den Link zur Setliste des Abends. Das beiliegende Booklet gibt leider hier keine Auskunft. Jedenfalls zeigt sich die Band mit Vic Martin (Keys) (schönes Hammond Solo in „Further Up On The Road“ und Duell mit Gary), Pete Rees (Bass) und Darrin Mooney (Drums) in bester Spiellaune. Nur auf Bootlegs zu hören war bis dato der Titel „Surrender“ aus  „A Different Beat“,  im Soloteil mit typisch stehenden Ton. Damit diese sustaingeleiteten Töne im Konzert abgerufen konnten, wurde immer der „Feedbackspot“ in der Nähe des Marshalls beim Soundcheck geortet und bisweilen mit einem Gaffa-Tape-Kreuz markiert.

Gary und Montreux

Eine besondere Beziehung hatte Gary zu Montreux. Er gehört zu den Künstlern, die die meisten Auftritte hier anlässlich des berühmten Festivals hatten.

Montreux 1990

Bis heute immer noch ein fantastischer Live-Mitschnitt. Gary und die Midnight Blues Band wirken frisch, die Songs werden schmissig und mit Inbrunst gespielt. Schade, dass die Bildqualität im Vergleich zu heutigen Möglichkeiten vergleichsweise angestaubt wirkt. Wunderschön auch das Zusammenspiel mit dem „Master Of The Telecaster“ Albert Collins. „The Messiah Will Come“ überzeugt durch unglaubliche gitarristische Fähigkeiten.

Montreux 1995

1995 präsentiert Moore dann das Album „Blues For Greeny“ in Montreux. Ein erstklassiges Set, aber die youtube-videos aus dem selben Jahr in London, zwar in der Bildqualität bescheiden, gefallen mir vom Zusammenspiel besser, irgendwie intimer. Bei diesen Aufnahmen wird auch „Dust My Broom“ gespielt und Gary spielt Slide.

Montreux 1997

Das „Dark Days Of Paradise”-Set mit der jungendlichsten Bandbesetzung. Die DVD zeigt eine super eingespielte Band, Guy Bratt am Bass steuert an einigen Stellen eine schöne zweite Stimme bei. Witzig der Stromausfall am Ende des Gigs.

Montreux 1999

Gary Moore jetzt mit ShortCut-Frisur. Coole Version von Parisenne Walkways

Montreux 2001

Ähnelt dem Schweizer Auftritt In Bellinzona (June 29th 2001). Es werden  6 Stücke aus „Back To The Blues“ präsentiert.

Jim Capaldi Tribute 2007

Einer der besten Live-Performances. Dynamisch unglaublich, was man durchs Volumenpoti alles machen kann.

Montreux 2008/ John Mayall

Hier gibt es leider nur ein Video und zwar „So Many Roads“ zusammen mit Buddy Whittington.

Gary Moore Avo Session in Basel

Tolle Version von “Don´t Believe A Word” und “I love you more than”

Gary Moore

Montreux 2010

Sein letzter Auftritt in Montreux zusammen mit alten Weggefährten: Darrin Mooney, Jon Noyce, Neil Carter

Part IV folgt!

Literaturverzeichnis

Gitarre & Bass Special „Gary Moore“ (Interviews, Workshops, Features), März 2011

Harry Shapiro Gary Moore “I can´t Wait Until Tomorrow” – The Official Biography, London 2017

Rich Maloof Jim Marshall – The Father Of Loud, San Francisco 2004

Bernie Marsden Where´s My Guitar? England 2017


Vic DaPra Burstbelievers IV,Anaheim 2018

Guitarist Magazine Issue 340, April 2011

Eine neue Würzburger Geschichte: Sommer bei Tante Ilse auf der Keesburg

Meiner lieben Tante Ilse und Onkel Rudi gewidmet

Tante Ilse, die ältere Schwester meiner Mutter, war wie meine zweite Mutter. Unglaublich wie viel Zeit ich bei ihr verbringen durfte. Leider ist sie 2019 verstorben. Ihr war es vergönnt bis zum letzten Atemzug  neben uns im Haus zu wohnen. Und ich bin froh, sie bis kurz vor ihrem Tod fast täglich besucht zu haben.

Jeden Sommer, wenn ich nicht in Untersambach war, verbrachte ich bei ihr und ihren drei Buben. Mutter schickte zu all unserer Verpflegung ein Wurst- und Fleischpaket mit. Der Tagesablauf gestaltete sich recht abwechslungsreich. Am Morgen Frühstück. Mittwochs gab es immer wunderbare Weck vom Bäcker Volkmann auf der Sieboldshöhe,  die ein Bäckerjunge mit dem Rad auslieferte und  das Leinensäckchen mit etwa 10 Brötchen außen an die Gartentüre hängte. Das waren Brötchen so mit leichtem Mehlstaub dran. Ein Genuss.

Perfektes Kinderareal

Der Garten und das Haus der Hessenauers sehen heute noch genauso aus, als wenn die Zeit stehen geblieben wäre. Das ganze Gelände ist mit natürlichen Versteckmöglichkeiten ausgestattet, mit Berg auf dem das Haus steht und einer Art „Valley“ außen rum. Es gibt einen stufigen steilen „Bergpfad“ zur Garage und einen kleinen Trampelpfad dazwischen.  Da steht auch eine wunderbare Pinie, die dem Hang ein nordamerikanisches oder südeuropäisches Flair gibt. Einer der schönsten Bäume ist der Quittenbaum, der noch jedes Jahr unglaublich reichhaltig mächtig gelbe Früchte trägt, die plötzlich wie aus dem Nichts Ende September erscheinen, indem sie ihre grüne Farbe plötzlich abgelegt haben. Johannisbeersträucher an der uns zugeneigten Seite und nicht zu vergessen ein Mirabellenbaum, der ebenfalls Jahr für Jahr reiche Frucht bringt. Im hinteren Garten zur Ebertsklinge stehen Obst- und Zwetschengenbäume. Auf der Westseite des Hauses und auch überall im Garten hatte Onkel Rudi allerlei glitzerndes Gestein aus den Alpen drapiert. Und nach dem jährlichen alpenländischen Sommerurlaub standen Flaschen und Gläser gefüllt mit Annika-Blüten auf den Kellerrosten der Westseite, um die Essenzen herauszuholen. Das ganze Hessenauersche Familienleben war bewundernswert geregelt und lief im Vergleich zur geschäftlichen Hektik eines Fleischereibetriebes in ruhigen Bahnen. Rudi war Beamter und arbeitete am Gericht in der Ottostraße. Tante Ilse, gelernte Kinderkrankenschwester, war für Haushalt, Garten  und die Kinder zuständig.

Der Vormittag

Nach dem Frühstück war der Vormittag für uns Kinder erfüllt mit Gartenarbeit: Ausgrasen, eine besonders beliebte Tätigkeit, Rasen mähen mit einem rein mechanischen Mäher mit sich drehenden Schnittwerk. Unverzichtbares Utensil die Kantenschere um überstehends Grashalme zu entfernen, an die man mit dem „Mäher“ nicht herankam. Daneben musste Wäsche aufgehängt, zusammengelegt und natürlich Küchendienst geschoben werden. Jede Tätigkeit ging aber zusammen im Team so leicht von der Hand, dass nichts Mühe machte und keiner herummaulte. So kurz vor 13 Uhr musste das Einfahrtstor zum Grundstück geöffnet werden, damit Onkel Rudi problemlos ohne auszusteigen mit dem Auto hereinrollen konnte.  Ich erinnere mich noch gut an einige Fahrzeuge: eine Borgward Arabella und ein blauer VW-Variant 1600, dann ein orangefarbener Audi, später dann französische Citroen.

Mittagessen

Alle nahmen dann auf der Terrasse Platz. Onkel Rudi und Tante Ilse auf der Hollywood-Schaukel. Wir auf Gartenstühlen. Tisch war natürlich eingedeckt: Essteller, Suppenteller, Besteck mit Nachtischlöffel. Tischgebet. Dann eine typische Liebesgeste meines Onkels: der Griff an Ilses Ohrläppchen. Kurzes Drücken bzw. Reiben des Selbigen. Einfach schön. Dann musste absolute Stille herrschen. Rudi machte das, auf einem kleinen Tischchen stehende, Transistorradio an. Und da ertönte schon das Nachrichtensignal des  Deutschlandfunks. Gibt´s das heute noch? Gemeinsames Hören der Nachrichten um 13 Uhr. Müsste man eigentlich einführen. Jeder wusste Bescheid, was in Deutschland und der Welt los war. Danach wurde das Radio sofort wieder ausgemacht. Essen mit angeregter Kommunikation. War der Nachtisch verzehrt, Tisch abräumen. Rudi verabschiedete sich.

Küchendienst. Ilse spülte, der Rest trocknete ab, räumte ein und kehrte die Küche.

Die Nachmittagsgestaltung

Danach Freizeit bis 15 Uhr. Ich spielte mit meinen Elastolinrittern vom Spielwaren Rußwurm  im herrlich, buckligen Gartengelände, ließ die Germanen, die sich zwischen den Pflanzen versteckt hatten, die Römer überfallen oder zum Rückzug den steilen Abhang hochjagen, Besonders schön war, wenn Matthias mitspielte. Das hätte Stunden lang so gehen können.

Um 15 Uhr dann pünktlich Kaffeezeit auf der Terrasse. Entweder hatte Tante Ilse Käse-, Zwetschen- oder Heidelbeerkuchen gebacken oder es gab das wunderbare Schwarzbrot vom Bäcker Zierlein mit dem herrlichen Kümmelgeschmack. Wenn´s frisches Brot gab, machte Ilse immer, wie es sich eigentlich gehört, ein Kreuz mit dem Messer auf´s Brot. Dann schnitt sie das Brot an die Brust gedrückt auf. Dazu gab es Butter und die besten Marmeladen bzw. Gelees der Welt. Nummer 1: Ilses Quittengelee, aus den Früchten des beschriebenen Baumes gemacht. Ich selbst versuche mich ebenfalls jeden Spätherbst an Quittengelee. Tante Ilse überließ mir jedes Jahr so viel, wie ich wollte, denn die Herstellung ist schon schweißtreibend, kräfte- und zeitraubend.  Ilse kochte das Obst ein und ließ dann das Fruchtgut  über Nacht durch ein Leinensäckchen, das über einen umgedrehten Hocker befestigt war, in ein Gefäß tropfen. Ihr Gelee hatte einen vollen orange-rötliche Farbton und nahm beim Entnehmen aus dem Glas geometrische Formen wie Quader und Würfel an. Die Körper standen richtig gehend auf der Butter und wackelten hin und her. Im Mund entfaltete sich dann ein Feuerwerk des Quittenaromas. Nummer 2 war die Kernlesmarmelade – unbeschreiblich eine paradiesische Marmelade aus Himbeeren hergestellt. Zum Trinken wurde Caro-Kaffee mit Milch gereicht, Ilse trank äußerst starken Bohnenkaffee mit Kondensmilch.

Badespaß, Fußball oder Cowboy und Indianer

Nach dem Kaffee begann meist der sportliche Teil des Tages, der sich dann in unserem Garten abspielte. Mein Bruder kam dann  und oft auch MC-Freunde zum gemeinsamen Herumtoben im Garten: Badespaß im runden Schwimmbecken zur Abkühlung, danach Fußballbolzen zwischen den vielen Obstbäumen bis zum Umfallen. Oder wir spielten Tischtennis neben dem Hühnerhäuschen oder Cowboy und Indianer. Wenn meine Eltern nach dem Geschäft nicht  hoch in den Garten kamen, was selten vorkam, gab es bei Tante Ilse etwa um 18 Uhr Abendessen. Danach wurden die 20 Uhr-Nachrichten verfolgt und noch ein wenig ferngeschaut oder Rudi spielte auf seiner Hammondorgel. Eine beliebter Schlusspunkt des Tages war jeden Abend das Betthupferl. Tante Ilse ging zum Süßigkeitenschrank im Esszimmer,  öffnete die knarzende Tür und übergab mit vier Rippchen Schokolade zum Verzehr. Manchmal erhielt ich auch zwei mit Schokolade ummantelte Orange—Pralinen-Stäbchen, die mochte ich ehrlich weniger. Aber das verriet ich ihr nie.

Bettgeschichten

Dann ging es hoch und im Bubenzimmer ins Bett. Meist war es drückend heiß und das offene Fenster brachte wenig Abkühlung. Die Jungs in ihren Betten, ich auf einer Liege. Keiner konnte einschlafen und so wurden reihum irgendwelche Geschichten erzählt und erfunden. Zum Beispiel wurde aus der Tatsache des geheimnisvollen Dachbodens über Oma Mathildes Gartenhaus, manch spannende Geschichte gestrickt. Keiner war eigentlich richtig oben, aber irgendeiner meiner Cousins meinte,  oben läge wohl ein altes Fahrrad. So entspannte sich jeden Abend eine neue Geschichte vom alten Fahrrad, das tausende Erlebnisse und sagenhafte Besitzer hatte. Das war richtiges Kopfkino.

Leo – unser Riesenschnauzer

Schön war als wir etwa gleichzeitig Hunde besaßen. Hessenauers hatten den Schäferhund Arno, der leider  von einem Vorbesitzer kommend verschlagen und auch sehr ängstlich war. Ich hatte 1973 Leo den Riesenschnauzer bekommen. Also war jeden Tag schon mal mit Matthias Gassi gehen in den nahen Schrebergärten angesagt, wo sich heute das Hufeisen der Franz-Stadelmayer-Straße  befindet.

Schönes Wochenende

Die Vorproduktion für eine neue CD “Conny Martin & Friends” läuft: Texte schreiben, Songideen festhalten, Schlagzeugrhythmen aussuchen, Liedabläufe festlegen, Grundplayback mit Bass und Gitarre einspielen und auf dem Mehrspurrecorder aufnehmen. Herrlich. Und dann, hoffentlich bald, Freunde zum Einspielen und Einsingen der Tracks einladen.

Hier einige Bilder des “Chaos” 🙂

Gary Moore – Essay 2. Teil

Gary Moore – Blues For Greeny

Wie man aus Bernie Marsdens sehr lesenswerter Biografie „Where Is My Guitar“ (BM  S. 236) erfährt, nahm der Whitesnake Gitarrist sein Peter Green Tribute  „Green and Blues” bereits 1994 in den Londoner Battery Studios  auf. Bei einigen Tracks griff er auf die Horn Sektion der Midnight Blues Band zurück. Die Bläser berichteten darauf Gary Moore bei der nächsten Bandprobe von der Studiosession. Gary buchte kurzerhand die Sam West Studios und nahm sein überaus erfolgreiches Album „Blues For Greeny“ auf. Bernie Marsden schreibt in seiner Biografie:“ I held back the release of my record, it would have looked like I was jumping in Gary´s wagon, but the truth was in fact the opposite.” (BM S. 237) . Marsden veröffentlichte seine hörenswerte Hommage an Peter Green und John Mayall erst 2001, also sechs Jahre später. Eigentlich könnte man meinen, dass Bernie nach diesem Ideenklau von Gary völlig „angepisst“ war. Scheint aber nicht der Fall gewesen zu sein, denn 1997 lädt Bernie Gary ein auf dem Hell Blues Festival in Norwegen mitzujammen. Gary hatte  bereits am Freitag gespielt, blieb aber dann auf Bitten Marsdens einen Tag länger und stand abends als Special Guest mit Bernie Marsden auf der Bühne. Im Übrigen spielte Gary Moore auf der Hochzeit Bernie Marsdens.

Im Vergleich zu Bernie Marsdens “Green and Blues” ist Moores Tribute authentischer und soundmäßig näher am Original. Kein Wunder spielt er doch fast ausschließlich Peter Greens Les Paul mit dem Out Of Phase – Sound. Der Gitarrensound ist auf „Love That Burnes“, „If You Be My Baby” und besonders bei “Merry Go Round” so staubig trocken, dass es eine wahre Freude ist.  Hingegen bei „I Loved Another Woman“ oder „Supernaturel“ ist der Green typische großem Hall zu hören. Meiner Meinung zählt dieses Album, auch wenn es sich um bloßes Covern handelt, zu dem besten, was Gary eingespielt hat. Auf der remasterten CD sind noch einige akustische Nummern mit kleiner Parlor-Gitarre zu hören. Diese Bonustracks mit Gesang und Gitarre haben den Charme früher Bluestage.

Promotet wurde das Album mit tollen Liveauftritten beispielsweise in Montreux oder durch den Auftritt im Shepherds Bush Empire, London. Von der Bildqualität zwar weniger gut, aber soundmäßig prima. Wundert mich, dass dieses Konzert nie auf DVD erschienen ist. Hier kann man auch die Amp-Backline bestehend aus Fender und Marshall Amps erkennen.

Am Ende des Konzerts, mit einigen Moores Wortbeiträgen dazwischen, kommt Peter Green kurz auf die Bühne. Ein bewegender Moment nicht nur für Gary Moore. Lohnt sich anzuschauen. Wer hat Gary Moore schon mal mit einem Orchester gesehen? Hier bei einem Stück möglich!! Echt!

Zwischenfrage: Wer hat denn alles so auf Gary Moore-Platten zum Gesangsmikro gegriffen?

Phil Lynott, Ozzy Osbourne, Glenn Hughes (u.a. Deep Purple, Joe Bonamassa), Jack Bruce, Neil Carter

George Harrison, BB King, Albert Collins, Albert King, Noddy Holder (Slade) Backing Vocals auf “Shapes of Things”, Cassie Taylor, Billy Cox, Sam Brown, Chyna Gordon, Dee Lewis, Carol Kenyon, Linda Taylor,….

Mick Jagger und Gary Moore hatten einen gemeinsamen Auftritt, auch  Roger Daltrey und Gary Moore

Wiederentdeckt habe ich Gary Moore mit dem Album „Power OF The Blues“ 2004. Dieses meiner Meinung vom Sound her absolut empfehlenswerte Album brachte mich seiner Musik wieder näher: „I Can´t Quit You Baby“ – Marshall Sound pur oder das schmissige „Can´t Find My Baby“. Die Alben nach „Blues For Greeny“ kannte ich außer „Back To The Blues“ überhaupt nicht mehr. Versäumt hatte ich auf diese Weise „Dark Days In Paradise“ (1997) und „A Different Beat“ (1999). Mit „A Different Beat“ tue ich mir immer noch schwer, wobei mir „Surrender“ sehr gut gefällt. Für viel besser halte ich „Dark Days In Paradise“. Wunderschöne Melodien und autobiografische Texte, Sounds und Harmonien, die an die Fab Four („Where Did We Go“ „One Fine Day“(indisch angehaucht)) oder Oasis („One Good Reason“) erinnern. Der Text des fast achtzehnminütigen „Business As Usual“ lässt tief blicken: sein Leben mit Höhen und Tiefen im autobiografischen Rückblick:

“Business As Usual”
The pink crucifix with the ivory Jesus I wanted
The man with the blood on his hands as I ran from the river
Kissing my cousin, before they took her to the graveyard
Trembling at night from the violence I heard from my bedroom

These are my memories
These are my memories, coming home

Called up at school `cause my hand wasn`t there to say “present”
Running the gauntlet outside the Club Rado at dawn
Rory and me without a spare string between us
Catching the last bus halfway through “I`m so glad”

These are my memories
These are my memories, coming home

Philip and me and “the brush” riding round in a transit
The Bailey, the Strangley`s, the smoke and the speed and the acid
I lost my virginity to a Tipperary woman
A heart that was broken, but it wasn`t the first or the last time

These are my memories
These are my memories, coming home

Under the wings of the man they called Green, I found freedom
Three children, one wife, a twist of the knife and a scandal
Divorce, separation, some kind of salvation came lately
So many have gone, but I know it`s just business as usual

These are my memories….

Absolut kreativ ist, und da zeigt sich sein Genie, dass  am Ende des Songs der eigentliche Titeltrack „Dark Days In Paradise“ ein Paradoxon – als Hidden Track angehängt ist. Als eigenständiger Titel erscheint er nur auf der digital remasterten Neuauflage. Auf der Originalcd von 1997 ist das Stück 18 Minuten lang und zwischen Business und Dark Days wird eine stille  Phase von fast einer Minute eingelegt. Danach folgt das gewollt schwülstige „Dark Days In Paradise“, karibisch-mexikanische Soundwelt, Steelpans erklingen, spanische Gitarrenlinien, Trompete und „schleimiger“ Gesang. Genialer Kontrapunkt, auch harmonisch gesehen, zu „Business As Usual“

Jedes Stück auf „Dark Days In Paradise“ ist  vielschichtig und soundmäßig voller Überraschungen: schöne Chöre, wunderbare Melodien, Gitarrensoloparts zum Beispiel auf „Like Angels“. Oder der Bonustrack „There Must Be A Way“ – ein  Reggae mit schönen Gitarren-Chorus Effekten.

Meiner Meinung nach ist dieses Album Garys Geniestreich, ein Meisterwerk, das leider wenig kommerziellen Erfolg hatte. Die ewigen Kritiker sollten diesem grandiosen Album einmal eine Chance geben. Gary Moore ist nicht nur auf Hard Rock und Blues Rock zu reduzieren. Es lohnt sich.

1997 war Gary Moore mit der Studioband  Guy Pratt (drums), Magnus Fiennes (keys) und Gary Husband (drums) und dem Album „Dark Days“ auf Promotion-Tour. Sehenswert hier die Montreux DVD von 1997. Man sah allen die Freude am Zusammenspiel an. Schade, dass kein weiteres Album in dieser Besetzung  zustande kam. Im Folgenden ein Konzertmitschnitt aus “Ohne Filter” (SWR) moderiert von Uwe Ochsenknecht!

2001 „Back To The Blues“

Habe mir damals die Scheibe gekauft, konnte mit ihr aber nicht viel anfangen. Sie lag dann ewig im Regal. Woran lag es? Am Sound ? Am Gesang? Keine neue Auflage von „Still Got The Blues“ oder „After Hours“, die ich vielleicht bei der Coverrückseite erwartet hätte: Hotelzimmer-Ambiente, schwarze Sitzgarnitur, Gary im Beatles-Anzug mit Pilzkopf-Frisur und roter ES-Gitarre, glänzend polierte Stiefeletten, dazu ein Apple-Computer neben einem digitalen Festplattenrekorder von Boss und ein roter Line 6 POD. Wie damals 1991, steht ein Marshall Bluesbreaker im Zimmer. Neben Gary sind auf diesem Album seine langjährigen Mitmusiker zu finden: Pete Rees (Bass), Vic Martin (Keys),. Schlagzeug spielt der hinlänglich bekannte Darrin Mooney. Auf „You Upset Me Baby“ ist eine kleine Hornsektion zu hören: Nick Payn (Baritone Sax), Martin Drover (Trompete), Frank Mead (Sax) und Nick Pentelow (Tenor Sax) waren schon auf „Still Got The Blues“ dabei und fester Bestandteil der „Midnight Bleus Band“. Das Cover von „Stormy Monday“ gefällt mir vom Gitarrensound nur wenig. Zudem hätte ich mir solomäßig weniger erwartet, nämlich ruhige oder leise Passagen, weniger verzerrt, so wie auf dem Scars-Album oder wie später auf „Close As You Get“. Die Stratocaster klingt irgendwie „fizzy“ , wie man in Amerika den Sound beschreibt. Und nicht nur bei diesem Stück.

Das, mit Abstand, beste Stücke ist  das über neunminütige „Drowning In Tears“, vom Text her äußerst melancholisch, fast schon depressiv zu nennen : „Feel like I am drowning in tears…“

Garys musikalischer Background wird hier eindeutig ersichtlich: Peter Green. Gitarre mit großem Hall, sehr räumlich. Die Begleitung der Rhythmus-Sektion kennt man von Peter Green, ein langsamer Rumba-Rhythmus. Der Gesang leidend, das Gitarrenmotiv wie von einer singenden „Säge“ gespielt, baut Gary eine emotionale Spannung und Stimmung auf, die im Solo ihren „Climax“, ja orgastischen Höhepunkt erreicht, wenn die Töne ins Feedback kippen. Hypnotisierende Wirkung. Der Verstärker muss voll „aufgelatzt“ gewesen sein, denn Herr Moore lässt fast  durchgehend ohne Plektrum-Anschlag, die Finger über´s Griffbrett gleiten und die Töne klingen. „Drowning In Tears“ – ein Meisterwerk.

Scars  (2002)– auf den Spuren von Jimi Hendrix und Steve Ray Vaughn

Ein kraftvolles Album im Triosound. Am Schlagzeug Darrin Mooney, der mit Sicherheit zu Garys Lieblingsschlagzeugern gehörte. Er spielte auf dem Hendrix-Tribute-Konzert von 2007 Schlagzeug (CD „Blues For Jimi“ 2012). Bass spielte Cass Lewis von Skunk Anansie. Ein hochenergetisches Triumvirat.

Auf dem Album sind vor allem tolle Stratocaster Sounds zu hören. „My Baby She´s Good To Me“ könnte von Steve Ray Vaughn stammen: cooler relaxter Rhythmus. Absolut locker vintagemäßiges Solo hier, nur leicht angezerrt mit viel Headroom. Glaub´ Henrick Freischlader hat sich das Album auch öfters angehört. Alle Songs der Scheibe sind übrigens von Gary Moore geschrieben

oder im Verbund mit Mooney und Lewis. Herausragend sind vom Feeling her die Soloparts, in dem an sich ruhigen Stück „Who Knows ( What Tomorrow  May Bring?)”, ab 3:12 und das zweite Solo ab 5:30. Welche` eine Dynamik, das Volumenpoti zurückgedreht, perlende Gitarre – pur mit schönem Hall. Man meint, er steht neben einem. Unglaublich. Muss man gehört haben. Die  Band ging dann auf große Tour mit Whitesnake (Live CD und DVD – Monsters of Rock)

Phil Lynott – Tribute: „One Night In Dublin”

Ein erstklassiges Konzert diese Nacht in Dublin. Ich glaube die Organisation dieses Konzerts hat ihm viele Nerven gekostet. Die beiden anderen Gitarristen Scott Gorham und besonders Brian Robertson verblassen allerdings neben Gary zu Statisten. Am besten kommt, da urwüchsig, noch Eric Bell. Am Bass übrigens Jonathan Noyce ( Jethro Tull) und Ex-Thin Lizzy Brian Downey. Gary ist an diesem Abend in absoluter Höchstform. Wann hatte er eigentlich diese Handverletzung, die dazu führte, dass Tourneen abgesagt wurden und er letztlich „Greeny“ verkaufen musste, da er die Versicherungssumme nicht mehr zahlen konnte?

Old New Ballads Blues

2006 erschienen hat er hier zwei Nummern aus der  „Still Got The Blues“- Zeit nochmals in einem viel mäßigeren Tempo aufgenommen: Midnight Blues und All Your Love. Seine Begleitband auf der Platte sind wieder alte Bekannte mit einer Ausnahme: Jonathan Noyce (Jethro Tull u.v.a.) am Bass war auch bei Moores letzten Konzerten 2010 dabei. Das weitere Line Up besteht aus Darrin Mooney (Schlagzeug) und Langzeitgefährte Don Airey (Keys). Mit dabei ist bei zwei Stücken auch die Horn Sektion der „Midnight Blues Band“. „You Know My Love“ mit schönem Bläserarrangement und ausgedehntes Solo mit charaktervollem Les Paul – Marshall-Sound. Ich würde sagen bis auf die Bläser live im Studio mitgeschnitten.

Bei „Reason To Cry“ sind Pete Rees (Bass), Graham Walker (Drums) und Vic Martin (Keys) zu hören. Fast schon poppig kommt Gary Moore in „Ain´t Nobody“ daher. Eine wunderschöne Nummer ist das ruhige “Flesh & Blood”, dessen nur  etwa 25 Sekunden langes Solo die vollendete Tonformung Moores zeigt.  Für alle, die den typischen Telecaster – Sound lieben, werden mit

dem getragenen „No Reason To Cry“ beschenkt. Telecaster pur für 9 Minuten. Mit der Tele ist auch das Instrumentale „Cut It Out“ gespielt.

Literatur- und Quellenverzeichnis

Gitarre & Bass Special „Gary Moore“ (Interviews, Workshops, Features), März 2011

Harry Shapiro Gary Moore “I can´t Wait Until Tomorrow” – The Official Biography, London 2017

Rich Maloof Jim Marshall – The Father Of Loud, San Francisco 2004

Bernie Marsden Where´s My Guitar? England 2017
Vic DaPra Burstbelievers IV,Anaheim 2018

Guitarist Magazine Issue 340, April 2011

Gary Moore – 3. Teil folgt!

Monthly Guitar June: Marshallized – update

Marshallized
I bought my first Marshall amp in 1983, mainly used Peavey amps before. Gary Moore´s album „Corridors of Power“ and his typical Marshall sound convinced me. So I switched to Marshall´s 4210 JCM 800 Combo. This unit was the first two channel amp with an effect loop. I got 1933 box, and later a second JCM 800 4010-Combo with the same box. I used both amps with a switcher.

1983
Around 1988. Two small “Towers” behind me.
1986 Klopstock band


1993, after using Engl amps for a short time, I got a Marshall 30th Anniversary 6101 LM Combo with 1912 box. Perhaps in my opinion the most impressive and most versatile amp ever built by Marshall. Too bad it was very heavy ( 88 lbs with flight case) to carry around. I used this amp til 1999.

6101 LM with box



2000 I bought a Marshall 2000 DSL 401- Combo, Gary Moore used a DSL head since 1998. My first amp is a limited Edition for Frankfurt Music fair. Bought a second one from 1999 for replacement reason. I used both amps in Hugo For Sale and every time til today when rehearsing for Earl Grey. No single issue with the amps at all. Playing live with Earl Grey I used a Koch Studiotone and a Koch Jupiter for a while in combination with two Fender Blue Juniors.

Earl Gey poster
DSL 401, left Limited Edition Amp
1999 Marshall DSL 401 – still working!


Marshall 1974X Handwired is an awesome amp. I mainly used it on my CD “On Scrambled Tunes”. Here is a good example of my Les Paul Lemonburst meeting a handwired Marshall: “Shadow of a doubt”

A new addition is a Marshall DSL40 CR  (Combo Reissue) with EL 34 valves and four channels, (Clean/ Crunch/ Classic Gain/ Ultra Gain Lead Modes) two master volumes and six-way foot-controller. It got an Emulated Output designed by Softtube for silent recording, too.

Marshall effect pedals photo cmartin

Marshall Origin 20 Combo

“Vintage Sound from a small combo” , I nicknamed him British Blues Junior – one channel amp with boost function. A very good 10 inch Celestion V-Type loudspeaker for vintage sounds. Like DSl 40 CR it´s got EL34-valves and three 12 AX7. It is not a high gain amp at all, but it´s got wonderful vintage clean tones.

Real vintage look: Marshall Origin 20C
Marshall and Fender amps

Marshallized II by Pedals

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Marshall Pedals

photo cmartin/ production catalogue

Marshall EH- 1 Echohead

Before  2009  I used rack mounted effect units like Lexicon or Artverb. After 2009 I preferred small pedals. The first that comes to mind is the phenomenal  Marshall Echohead. In the  late 90s I missed to buy Marshall´s JFX-1 Signal Processor. It contained Chorus/ Flange/ Multi-Tap-Delay/ Reverb/ and Delay. The Echohead  features six modes: Hi-Fi, Analogue, Tape Echo, Multi Tap, Reverse and Mod Filter. A great pedal, that I often use:  one in the loop and another one on the pedal board.

Marshall Reflector Rf-1

photo cmartin

Rf-1 is an awesome Reverb pedal with six different  modes. You can choose between Hall, Plate, two Spring reverbs and Reverse. It´s way better than Boss´s FRV 1 (Fender reverb), cause you get an arsenal of reverb options. I used it for reverb sounds on my cd “Scrambled Tunes” and live in the loop of Marshall´s Origin 20c.

Marshall Regenerator RG-1

A multi effects pedal in a small unit: Vintage Chorus, Multi Chorus,  Vintage Flanger, Phaser, Step Phaser and Vintage Vibe

Foremost I use the Vintage Chorus. You know the typical Peter Frampton sound on “Frampton Comes Alive” track “Lines Of Fire” or “Do You Feel Like We Do”? Choose Multi Chorus with mode knob and tweak a bit around and you will have it.

Marshall Vibratem  VT-1

photo cmartin Marshall Vibratrem

Take a step back in time to the British amps of the early sixties. The VT-1 is retro as you can get, switching  between two modes Vibrato or Tremolo. Use it in the Origin loop. Peter Frampton sound with Marshall´s Switching Vibrato setting: Mode Vibrato, Speed 12 o´clock, Depth full, Shape full.

Marshall Guv´nor  GV-2 plus

Second generation of  the famous pedal. Gary Moore is said to have played  the  solo part of „Still Got The Blues“  with this unit. The pedal is a “small amp” with Gain, Volume, Deep Control, Middle, Bass, Treble.. It´s just like adding another Marshall amp to your rig.

Marshall Bluesbreaker II  BB-2

photo cmartin

Superb one. Two in one. On one hand a truly  valve-like overdrive, on the other a booster that gives your solos that extra lift. I use it with DSL 40CR´s  clean green channel and with the Origin 20c to get a more crunch tone.

All Marshall pedals are built like tanks. Great Quality for optimum performance.

Marshallized III : Marshall Code 25

A superb modelling amp including a mobile phone app and the possibility to create presets and to share them worldwide.

Marshall Code 25
Marshall Gateaway app
Marshall Code 25 and Marshall Stanmore II