Gute Woche!

Monthly Guitar-Blog Dezember gibt es in spätestens einer Woche: Gary Moore – Part VIII

Gary Moore – Part VIII

  • mit einer seltenen Aufnahme aus den VH1-Studios
  • ein bislang selten gehörter fast 10-minütiger, fulminanter Gary Moore-Track, der es komischerweise nicht auf “Dark Days Of Paradise” geschafft hat.
  • Joe Bonamassa über Gary Moore
  • Don Airey/ Neil Carter über Gary Moore
  • Garys Gitarren-Nachlass

Monthly Guitar : November 2020 “Royal Tea” Joe B.

Joe Bonamassa “Royal Tea” – eine persönliche CD-Besprechung

Aufgenommen in den Abbey Road Studios 2020, produziert von Kevin Shrirley.

When One Door Opens

Wär´s von einer Frau gesungen wäre, könnte das Stück als Titelsong für einen neuen James Bond-Film durchgehen. Überraschend der Zwischenteil, der an Jeff Becks Bolero erinnert, aber dann in ein treibendes Riff übergeht, begleitet von scharfen Vocals. Beim Solo verwendet Joe Bonamassa sein gleichnamiges Dunlop Wah Wah-Pedal. Dann wird der ruhige Anfangsteil wieder aufgenommen. Joes Gesang ist hier wirklich ungewöhnlich sanft und nicht mit dieser froschigen Note.

Royal Tea

Massives Gitarrenriff gefolgt von coolem Chorgesang „Royal Tea“. Stück bluesrockig, Refrain erinnert mich teilweise ein bisschen an beatlesnesque Aerosmith. Schönes raues Bluesguitarsolo.

Why Does It Take So Long To Say

Die Melodieführung und Spielweise der Gitarre  könnte von Andrew Latimer von Camel stammen. Assoziationen zu Jimmy Barnes weckt der Gesang.

Lookout Man!

Durchwegs vordergründiges Bass-Riff, Synth?, schwerer Beat, funky, wenig abwechslungsreich und kaum überraschend im Aufbau.

High Class Girl

Blues Titel der aus den 60/70ern stammen könnte, Canned Heat-Motiv, Background-Vocals spritzig gesetzt, Titel wie diese hat man schon oft gehört.

A Conservation With Alice

Rezept nach typisch amerikanischen Songwriting, da ist alles Mögliche enthalten,  Slide-Gitarre…

I Didn´t Think She Would Do it

Wah-Wah-Einleitung, dann mündet das Ganze in eine Wishbone Ash-Twin Gitarremelodie, dann Hendrix-Rhythmik mit Gesang, Wah-Solo. Nothing special.

Beyond The Silence

Eher ruhiges Stück, allein aus der Feder von Joe Bonamassas. Das Stück hätte auch gut auf Bad Companys Debut Scheibe in den frühen Siebzigern gepasst. Paul Rodgers hätte es besser interpretiert.

Lonely Boy

Flotter Rhythm and Blues-Titel, an dem Dave Steward von den Eurythmics mitgeschrieben hat, technisch sauber gespielt, dynamisch im Soloteil, aber schon oft gehört. Und da ist die Froschstimme wieder.

Savannah

Stück mit Südstaatenfeeling, quasi aus den Sümpfen, Lynyrd Skynyrd? Die Mandoline ist passend. Die Harmonien gehen bekanntermaßen ins Ohr.

Zusammenfassung

Musste man zu dieser Produktion extra nach London einfliegen? Bernie Marsden (Whitesnake) hat an  5 Stücken mitgeschrieben, aber warum hat er nicht, außer einmal Backgroundvocals beizusteuern, zur Gitarre greifen dürfen oder den Gesang mal übernehmen können? Hätte er vielleicht doch den ein oder anderen Akzent gesetzt und Abwechslung gebracht.

Handwerklich gut gemacht, aber aalglatt produziert. Ohne Ecken und Kanten. Es fehlt irgendwie die Dreckigkeit. Man hört sie mal im Auto, sie tut keinem weh. Aber sie wird dann in naher Zukunft im CD-Schrank verstauben und vom ipod gelöscht, wie so viele CDs des Business-Bluesman Bonamassa.

Also business as usual.

Das Artwork, das Booklet und die Verpackung in der Metalldose sind exzellent.

Beste Songs: Royal Tea, When The One Door Opens, Why Does It Take So Long

Näheres zur “Royal Tea” – Produktion liest man in einem Interview mit Joe Bonamassa in der Novemberausgabe von “Gitarre & Bass” . Hier kann man auch eine gefälligere Plattenkritik lesen.

unscharf wg. Copyright
unscharf wg. Copyright

Schlusswort: Am besten hat mir Joe Bonamassa in einer Trio-Besetzung gefallen wie bei einem Rockpalast-Konzert 2005 oder im Coloss-Saal in Aschaffenburg 2006.

Earl Grey´s new lineup – Earl Grey in neuer Besetzung

photo Klaus Nikon
photo Hans-Peter Nikon/ Kuckuck, da isser!
photo Isolde Nikon / Johny Mitnacht, drums
photo Maria Nikon/ “Ich weiß auch nicht…..”

Der erfolgreiche Startschuss, also der erste gemeinsame Auftritt, liegt schon hinter uns.

photo Jenny Nikon

Der Auftritt am 4.12. im Omnibus ist wahrscheinlich eher eine Illusion,….zukünftige sind in Zeichen der Pandemie in Planung, deshalb nützen wir die Zeit zunächst auch für Aufnahmen.

photo Sepp Nikon
photo cmartin

Gary Moore – Part VII – Interviews und Pressekonferenzen und wieso der russische Präsident Dmitri Medwedew Luftgitarre spielte….

Im  6. Teil erzählte ich,  wie Gary Moore etwa eineinhalb Stunden vor Konzertbeginn in Gießen und Heidenheim einen ausgiebigen Soundcheck zur Freude der bereits wartenden Fans hinlegte. Dass dies immer so war, kann man auch in H. Shapiros Gary Moore Biographie nachlesen:

„Gary left nothing to chance, and he was accused of over-rehearsing by some band members. Two hours before a gig, psychologically, Gary was already on stage.” (H. Shapiro S. 293)

Hier zum Glück ein wunderbarer Ausschnitt eines Soundchecks anlässlich des Monster Of Rock Festivals  von 2003. Gary spielte im Vorprogramm von Whitesnake. Er promotete auf der Tour „Scars“ und die gleichnamige CD mit Darrin Mooney (Drums) und Cass Lewis (Bass).

Pressetermine. Was so alles gefragt wird….

Wie oft Gary Moore wohl interviewt wurde? Wie vielen Pressekonferenzen er sich stellen musste? Wenn man im Internet recherchiert, findet man schon recht viele. Wahrscheinlich wären es um ein Vielfaches mehr Treffer gewesen, wenn zum Zeitpunkt der 80er bzw. 90er Jahre die Digitalisierung weiter vorangeschritten wäre.

Interessant ist es schon, wenn man  die Interviews der Chronologie nach ansieht, wie sich Gary, nicht nur körperlich verändert hat. Am Beginn noch jugendlich, nervös und schüchtern wirkend, später dann gelassen und ruhig. Aber immer irgendwie mit trockenem Humor ausgerüstet (der manchem vielleicht auch sauer aufstieß oder zu Unrecht einen schroffen Eindruck Garys hinterließ) und stets äußerst eloquent. Er redet keinen Unsinn daher. Er ist ein Musikconnaisseur der feinen Art. Und wie oft hat er ein Instrument dabei, um seinen Stil, seine Spielweise zu demonstrieren. Nicht selten, vor allem bei den Pressekonferenzen, kann er einem auch leidtun, ob der teils naiven und von wenig Musikkenntnis zeugenden Fragen. Das kann nerven und auf die Stimmung schlagen. Interessant hier  das Mienenspiel Garys. Im Folgenden nun eine Aufstellung von Interviews, die ich im Netz finden konnte. Habe versucht kurze inhaltliche Hinweise  zu geben. Viel Vergnügen!

1984 Dokumentation über Gary Moore – irische Wurzeln,  Liveausschnitte Irish Tour

Gary Moore im englischen Jugendprogramm. Witzig, wie die Band vor Hause Nr. 73 steht.

Gekonnt führt er Gitarren und Effekte für den Jugendsender vor! Bei 0:50 stellt er Peter Greens Les Paul vor und spielt die ersten paar Töne von „Albatross“. Was für ein Ton!!!!

1986 Interview

Die attractive Amanda Redington interviewt Gary Moore (Monsters of Rock show on Sky Channel ). Topics: Wurzeln, Touren, Rock Guitar Hero Image , anstehende Festivals mit Queen und Emerald Aisles Dokumentation. Ein nettes Interview. Gary recht locker.

Radiointerview 1990

Gary Moore VH1 1994

Spielt hier im Studio zum Tape von “One Day”, alle Videos gibt es als Special Edition von “Ballads & Blues”. Gary spielt hier noch über einen Marshall JCM 900. Die DSL-Amps kamen erst drei Jahre später oder so, Gary referiert auch kurz über Spieltechniken wie Vibrato, seine Guitarheroes Clapton, Hendrix, Beck, Green u.a. und demonstriert entsprechende Licks. Er schüttelt alle Sounds aus dem Handgelenk. Irre. Am Ende spielt er seine irische Ballade “Johny Boy” an.

Interview 1999

Interview 1999 mit Studio Live-Aussschnitten zu „A Different Beat“

Ab 8:24 erhält man einen Eindruck über sein damaliges Setup. Die Kamera schwebt kurz über den Gitarrenständer ( kein Vergleich zu der gigantischen Gitarrenhypertrophie eines Joe Bonamassa!), eher sparsam, mit 4 oder 5 Gitarren, darunter zwei Gibson ES Semiakustische. Interessant das Pedalboard mit Vox Wah Wah, Narshall Bluesbreaker II (den habe ich auch!), Tubescreamer (der wurde bei seinem Nachlass versteigert!), erwähnenswert noch ein Marshall Supervibe (ich habe den Nachfolger Marshall Regenerator), Marshall Fußschalter für den DSL und einen Ampswitcher für das Fendertopteil. Dazu sind noch weitere Pedale von Ibanez und Boss zu sehen, die ich hier nicht nenne.

Beim Kameraschwenk sind auch die vier Verstärker zu sehen: zwei Marshall DSL und zwei Fendertopteile. Wahrscheinlich das zweite  jeweils  als Ersatz. Habe leider keine Ahnung um welche Fender Topteile es sich handelt. Sie sind ca. 5 cm höher als Marshall Topteile…? Fender Twin Reverb? Abgesägte Fender Twin Kombos? Naja vielleicht weiß einer von euch, was das für Verstärker sind. Ich denke, Twin Reverbs.

VH1 Different Beat Interview 1999

Live snippets of Fairfield Hall , Croydon

Interview 2003 Monsters of Rock – mit Soundcheck-Ausschnitten

Musikradar 2004 Interview mit Gary Gitarrenvorführung

Interview in Finnland 2004 mit Gitarre, unglaublich mit welcher Inbrunst er selbst  bei einem Interviewtermin spielt.

2007 Close As You Get Interview (mit wunderbaren Live-Musikausschnitten zur CD!)

Gary at Marshall Factory Interview 2008

Hier geht es natürlich um Marshall Amps, aber auch über die Musikszene in all den Jahren.  John Mayall s Bluesbreaker Album “Beano” war für Gary, wie er in vielen Interviews erklärt, die Initialzündung. Bei Skid Row, er war 16, spielte er einen 50 Watt Marshall. Gefragt nach seinen frühen Einflüssen nennt er lachend Hank Marvin. Er liebte dessen Sound. Natürlich auch die Beatles. Der Song „Hard Days Night“ war laut Gary nicht einfach , sondern tricky zu spielen. 1980 war Gary zum ersten Mal in der Marshall Factory und orderte drei 100-Watt Amps plus zahlreiches Boxenwerk. Ein sehr lebhaftes und humorvolles Interview. Am Ende dann die Frage nach seinen Lieblingsamps und momentan verwendeten Verstärkern.

Interview bei Planet Rock 2008

Gary Moore über George Harrison, BB King … Planet Rock/ Radio Broadcast) präsentiert Garys favourite tracks.

John Mayall & The Bluesbreakers with Eric Clapton Hideaway Jimi Hendrix Manic Depression The Beatles Here Comes The Sun BB King The Thrill Is Gone Fleetwood Mac Black Magic Woman Thin Lizzy Sarah

Ein ganz tolles Interview, in dem Gary viel Hintergrundwissen zu seinen Lieblingstracks und zur 60er Musikszene einbringt. Gary als unterhaltsamer Erzähler.

Letztes Interview  Guitar Talk

Auf was es beim Gitarrenkauf ankommt. .. Telecaster, ES 335, Les Paul, Out Of Phase, Peter Green Sound..Jazz… Francis Rossi…firealarm….

Pressekonferenzen

2009 Pressekonferenz Budapest/ Ungarn

In den letzten Jahren (2007/ 2008/ 2010) tourte Gary Moore wiederholt in Russland.

2010 Jekatarienenburg

Ein Journalist fragt Gary nach Eric Clapton. Gary: ” He is boring.”

In den Kommentaren zu der Pressekonferenz schreibt einer:

I love that he wasn’t afraid to say what he thinks, most musicians have to be very reserved in their opinions just to avoid the media.”

Während der Tour in Russland wurde Gary auch gefragt, ob er in Israel eine Tour machen würde:

On tour in Russia, he declared that he wouldn’t visit the ‘criminal state’ of Israel ‘because of its racist policies against the Palestinian people’ . This is one of the straightest statements of support for boycott from an artist. 

Interview 2010 in Odessa mit Konzertausschnitten

Die Russlandtourneen, vor allem die von 2010, waren recht abenteuerlich, wenn man Harry Shapiros Gary Moore Bio Glauben schenken darf .(H.Shapiro, S.329 ff) :

Flüge, in einer in die Jahre gekommenen Maschine, um die großen Distanzen zu überwinden, Transfer mit schweren Limousinen, die sich auf unerklärliche Weise ihren Weg durch den Verkehr bahnten. Darrin Mooney erinnert sich: „ … and I don´t know what they  (the cars) had in front, but everyone was getting out the way. I think these things are organized by people you don´t fuck about with. We had the the Moscow Hells Angels looking after us.”

Ende 2008/9 wurde Gary für eine Pre-New Year´s Party im Kreml in Moskau zu gebucht  (H. Shapiro S. 223). Für den Auftritt gab es eine Gage von £ 250 000 plus Kost und Logis für Band und Crew im Ritz Carlton Hotel in Moskau. Premierminister Wladimir Putin und der damalige russische Präsident Dmitri Medwedew.und 40 Freunde, ich denke Oligarchen, waren an diesem Abend anwesend um Gary Moore zu hören.

Graham Lilley erinnert sich: riesige Tische, Tafelsilber…  zwei Bühnen, Videowand, Orchester, Opernsänger, ein russisches Popduo, die Mariachi Band und Gary Moore…. ( H. Shapiro, S. 323)

Gary spielte nur fünf Songs. Als er „The Blues is alright“ intonierte, fingen die Leute an zu tanzen.

Nahe der Bühne saßen die Oligarchen. Sie wollten vor dem Beginn Garys Auftritt die Setliste sehen. Sie verlangten dann, „Still Got The Blues“ als erstes Stück hören zu wollen. Dick Meredith, der Tourmanager musste den gefürchteten Weg zu Garys Garderobe antreten und war sicher, dass Gary den Wunsch mit „Fuck Off“ ablehnen würde. Aber Garys Antwort war die folgende:

„He´s paying me so much money, I´ll play it backwards if he wants.” Dick Meredith blieb das Bild des Luftgitarre spielenden russischen Präsidenten Medwedew in Erinnerung. Da es zwischen Weihnachten und Neujahr war bezahlte Gary die Crew doppelt. ( Shapiro, S. 323)

Interview Tschechien 2010

Lustige Fragen gab es da in Tschechien u.a. : Was ist der Unterschied zwischen Garys neuen Gitarren und der alten 59er? Garys Antwort: 400000 Pfund

Interessant ist bei allen Interviews Garys Mienenspiel. Seinen trockenen Humor dürfte nicht jeder verstanden haben und so nicht selten Garys Art als sehr schroff empfunden haben.

Das Gitarrenmagazin “Gitarre & Bass”, dem Gary im Laufe seiner Karriere viel Interviews gab, hat auf seiner Homepage eine nette Zusammenstellung zu Gary Moore mit vielen Videos.

https://www.gitarrebass.de/thema/gary-moore/

Zudem bietet die Zeitschrift ein kostenloses Gary Moore – Special mit zahlreichen Interviews und Equipmentseiten als Download:

Download here: https://www.gitarrebass.de/shop/gary-moore-sonderausgabe/

Eine Kuriosität zum Schluss:

Gary Moore als Autotester von Jaguar, Corvette und BMW: Welchen Sound haben Sportwagen und wie laut ist ein Marshall Amp im Vergleich? Gary am Steuer auf der Rennstrecke unterwegs! Ein herzerfrischender, humorvoller Beitrag, wenn Sportwagen mit dem Sound von Marshallverstärkern und Musikstilen verglichen werden!

Bei 10:46 sieht man sein damaliges Setup, das etwas untypisch ist. Wahrscheinlich hat er an diesem Abend einen Z-Amp und einen Larry-Amp neben seinen Marshall Amps getestet. Das Eingangssolo von STGB ist hier zu hören.

https://www.youtube.com/watch?v=Oj0HA1ln2GA (German version)

Thanks to Diana Lewis (LOTS) for the following youtubelinks to complete the interview collection!

Fortsetzung folgt!

Literaturverzeichnis

Gitarre & Bass Special „Gary Moore“ (Interviews, Workshops, Features), März 2011

Harry Shapiro Gary Moore “I can´t Wait Until Tomorrow” – The Official Biography, London 2017

Rich Maloof Jim Marshall – The Father Of Loud, San Francisco 2004

Bernie Marsden Where´s My Guitar? England 2017
Vic DaPra Burstbelievers IV,Anaheim 2018

Guitarist Magazine Issue 340, April 2011

Guitarist Magazine Issue 403, February 2016

Guitarist 100 Guitar Heroes, England 2013

Lord OF The Srings – Gary Moore Fan Site

Groundguitar.com Gary Moore’s Guitars and Gear

Guitar Player Magazine Gary Moore Gets to the Heart of Electric Blues on ‘Close As You Darrin Fox Updated: Nov 15, 2017 Original: Apr 4, 2015

Marshall Amplification,  Interview at Marshall Theatre2008

Gary Moore – Part VI

Gary Moore Memorial Baum und jährliche Tributkonzerte in Budapest

Jedes Jahr zu Garys Geburtstag gibt´s  in Budapest ein Gary Moore Memorial-Konzert. Das findet auf einem alten Urkrainenkutter mit Namen A38 statt. Zoltan Csilag ein Freund von mir organisiert das jährliche Zusammentreffen. Vielleicht spielen wir  mit „Earl Grey“ auch irgendwann einmal auf dem Schiff 🙂 . Darren Main, der Personal Manager (Mädchen für alles) ist jedes Jahr dabei, sowie Garys Bruder Cliff, der übrigens auch in GB ein bekannter Gitarrist ist. Natürlich sind jede Menge Mitglieder der Lord Of The Strings Facebookgemeinschaft (Lots) mit von der Partie. Neben ein bis zwei Tribute-Bands spielten bereits bekannte Gitarristen wie Henrik Freischlader, Markus Deml und viele andere auf. Ein absolut empfehlenswerter Event und Budapest ist eh immer eine Reise wert.

photo cmartin A 88
photo gmartin A 38
photo cmartin A 38
photo cmartin A 88

photo gmartin “Gary Moore”-Memorial Tree (= Sakura = Japanische Kirschblüte) Den Baum findet man am Eiffel Square (Westbahnhof) in Budapest)
photo cmartin

Gary Moore in Würzburg

Live durfte ich Gary Moore leider nur dreimal erleben, obwohl er in meiner Heimatstadt fünfmal aufspielte:

1976 mit Colosseum II in der Frankenhalle

1983/ 1985 im Rockpalast

1990 Carl-Diem-Halle

Juni 1990 mit der Midnight Blues Band in Würzburg. Glasklarer Sound wie auf der CD.

Freitag, 7.3. 2008 in der Hessenhalle in Gießen

Samstag, 15.3. 2008 in der Karl Rau-Halle in Heidenheim

photo Cmartin Heidenheim

Zwei unvergessliche Konzerte, denn eigentlich waren es „vier“. Wie bitte? Ich fahre stets frühzeitig zu Konzerten und war auch bei beiden Terminen wohl schon zwei Stunden vorher vor Ort. Und es hat sich gelohnt, denn Gary Moore pflegte beim Soundcheck einige Stücke mit der Band ausgiebig zu proben. Auch in Gießen und Heidenheim war es so. Vor allem in Gießen war es  visuell möglich dem Master durch eine Glasscheibe beim Soundcheck zuzuschauen.

photo cmartin / Garys Setup in Heidenheim, rechts Marshall DSL, links ein Handwired Marshall

Der Sound war erstklassig, da nur wenig gedämpft und somit audiovisuell ein echtes Erlebnis. Vor allem bleibt mir „ I love you more than you will ever know” bei beiden Proben in allerbester Erinnerung. Es zeigte, dass er ein Solo niemals gleich spielte und auch beim Rehearsal mit Leib und Seele dabei war. Wow. Die „Vorspiele“ dauerten  jeweils ne gute halbe Stunde. Hier zwei Konzertkritiken.

Übrigens gibt es vom Auftritt in Heidenheim einen Videomitschnitt auf youtube und die letzte veröffentliche CD „Live From London“ entspricht programmmäßig den Auftritten  Im März 2008.

Gary Moore – Tribute

Natürlich gibt es viele Gary Moore-Tribute Bands. Auch mit Earl Grey haben wir etwa 13 Stücke im Programm, die Gary Moore im Laufe seiner Karriere(Peter Green-Nummern, Thin Lizzy, BBM und aus den Soloalben STGB, Power Of The Blues, Bad For You Baby) gespielt hat.

Nennenswerte Gary Moore Tribute CDs gibt es von Henrik Freischlader, für den Gary  Moore nach eigenen Worten die Initialzündung war, und von Bob Daisley (zeitweise Bassist der Gary Moore Band).

Fortsetzung folgt!