Fender Stratocaster Gallery – A Vintage Look In A Row

2018 Fender American Original 50`Stratocaster with Pure Vintage ´59 Single Coil Pickups, White Blonde
2006 Fender Jeff Beck Stratocaster with Noiseless Pickups, Seafoam Green
2014 Fender American 60th Anniversary Stratocaster with Hot Noiseless Pickups, Two Tone Sunburst
Squier Telecaster Classic Vibe Butterscotch Blonde

Marshall “Origin” 20 C – der britische Fender Blues Junior?

photo cmartin

Wer kennt nicht die bekannten Marshall-Modelle aus den frühen 60er Jahren? Bluesbreaker, Plexi oder JTM. Jeden Musikliebhaber begeistern bis heute die Gitarrenklänge, die aus diesen Verstärkern “dröhnten”.

Gary Moores Bluesbreaker-Amp

John Mayall & the Bluesbreakers bekanntes “Beano”-Album, das eine Unzahl von Gitarristen inspirierte, transportiert genau diesen rauen angezerrten Sound.

Oder Jimi Hendrix…..und natürlich die vielen anderen der britischen Blues-Invasion

Von 1989 an hat Marshall immer wieder Sonderauflagen der alten Röhrenamps produziert. Die Handwired-Serie ( letzte Auflage 2012) ist wohl die authentischste.

Handwired 1974 X Reissue von 2013
Marshall Handwired Werbung mit Gary Moore

Die Marshall Origin Serie

2018 auf der Namm-Show präsentierte Marshall die Origin Serie – eine “neuer” Klassiker-Linie

Die in Vietnam gebaute Verstärkerserie versprüht im Design und technischem Aufbau den Vibe der Marshall-Anfangszeiten. Puristisch eben, ohne viel Schnickschnack, wenn man einmal von dem Einschleifweg, den Emulated Out, der Leistungsreduktion und der Boostfunktion absieht. Tremolo oder Springreverb Fehlanzeige. Im Gegensatz zu den Vorgängern verfügen die Amps nur über eine einzige Eingangsbuchse bzw. Kanal. Ein Brücken mit einem Patchkabel der Kanäle, also ein Mischen des Bright- und Normalkanals gibt es hier nicht. Allerdings ist diese Mischklangunktion mit dem Tilt-Regler raffiniert gelöst. Im folgenden Video wird die Funktionsweise gut erklärt.

Die Regler des Verstärkers sind: Gain, Tilt, Bass, Middle, Treble, Master und Presence. Im Gain-Regler ist ein Push-Pull für das Zuschalten des Boosts integriert. Mehr gibt´s nicht.

Gleich vorneweg: Für Heavy-Metal ist der Verstärker ohne Vorschaltgeräte nichts.

Ohne Effektgeräte, wenn man mal von einem Reverbpedal im Effektweg absieht, ist der Verstärker prädestiniert für superbe Clean-Sounds von Jazz bis Country und angezerrte Bluessounds, die Erinnerung an die britischen Blueshelden wecken. AC/DC – Fans werden am Crunch-Riffing ihre wahre Freude finden. Hier einige Soundbeispiele!

Natürlich sind die Origin-Amps auch eine ideale Plattform für die diversen Zerrpedale, womit sich dann der tonale Einsatzbereich natürlich um vieles erweitern lässt. Mir gefällt er am besten in seiner puristisch trockenen Klangweise. Gitarrenkabel einstecken und los. Das hat dieser Verstärker mit dem Fender Blues Junior gemeinsam. Also vielleicht ein britischer Blues Junior? Ja, der Vergleich bietet sich an. Mit etwas weniger als 14 kg ist beispielsweise der Origin 20 Combo leicht zu transportieren und auch von den Abmessungen wie Fenders Blues Junior relativ klein. Im Gegensatz zum Blues Juniors 12- A-Type oder Jensen – Speaker verfügt er über einen 10er Celestion V-Type Lautsprecher.

Classic combination: Marshall amp and Les Paul

Im Vergleich zum Blues Junior ist der Marshall cleaner, crispier und britisch bissig. Der neue Fender Blues Junior IV klingt weicher und dunkler, wogegen der Tweed Fender Blues Junior auch mehr Höhen hat. Letztlich ist das Geschmackssache und eine Sache der Einstellung am Verstärker bzw. am Tonpoti der Gitarre. Wie beim Blues Junior steht die Boostfunktion beim Origin in einem guten Verhältnis, um Solos lautstärkemäßig in den Vordergrund zu schieben. Der Origin reagiert wunderbar auf das Zurücknehmen des Lautstärkereglers. In Sachen Reverb übertrumpft der Origin mit einem eingeschliffenen guten Reverbeffektpedal den Fender Junior klar, da ein Pedal halt doch mehr Möglichkeiten der Soundverbiegung hat. Andererseits hat der Springreverb im Fenderamp aber auch seinen ganz besonderen Reiz. Der Reverb des Tweed hat im Vergleich zum Blues Junior IV auf Grund seiner “Suppigkeit” ( Reglerstellung größer als 3) allerdings seine Grenzen.

Die Origin-Verstärker-Linie besteht aus folgenden Modellen:

  • Marshall Origin 5 Combo
  • Marshall Orignin 20 Combo
  • Marshall Origin 50 Combo
  • Marshall 20 Head
  • Marshall 50 Head

Die Origin Leistungsreduzierung – Was ist Powerstem? Hier wird es erklärt.

Trotz Leistungsreduzierung Powerstem wird man in einer Mietwohnung Schwierigkeiten mit den Nachbarn bekommen, aber dennoch ist sie durchaus ein sinniges Feature um die Endstufe höher anzufahren. Der Sound wird komprimierter und tönt weniger mittig. Die Origins sind einfach laut, vor allem wenn man die Endstufenverzerrung nützen will. Spielt man nicht in einer Heavy-Metal-Band, können sich seine zwanzig Watt im Bandgefüge wie auch die 15 Watt des Fender Blues Junior locker durchsetzen. Zur Not kann man ja den Origin mit dem Mikrophon abnehmen bzw. den Emulated Out nutzen.

Summa Summarum ist die Marshall Origin Serie für all die zu empfehlen, die auf den Vintage-Sound und das puristische Design der frühen Marshalls stehen und einen günstigen Vollröhrenamp erwerben wollen.: A good bang for the buck !

Dynamische Klangumsetzung

Gelungenes Retro-Design

Gelungenes Retro-Design

TECHNISCHE DATEN ORIGIN 20 Combo

GENERAL

ModelOrigin20CRange OriginRöhre Channels1

ELECTRONICS

Output wattage High Power 20 Watt, Mid Power ca. 3 Watt und Low Power ca. 0,5 WattOutputs3 x 6,3mm Klinkenbuchsen Lautsprecherausgänge (16Ω / 8Ω), 1 x 6,3mm Klinkenbuchse DI-OutInputs1 x 6,3mm Klinkenbuchse Instrumenteneingang, 1 x 6,3mm Klinkenbuchse für FußschalterControls Gain, Boost, Tilt, Bass, Middle, Treble, Master, Presence, Powerstem Effects Keine Effects loopJa, Seriell, Send/Return

SPEAKERS

Speaker configuration1x10″Speaker modelCelestion V Type (16Ω, 30 Watt)Unit impedance16Ω

VALVES

Preamp valves 3 x ECC83 Power amp valves 2 x EL34

ACCESSORIES

FootswitchPEDL-90016 im Lieferumfang Cable abnehmbares Netzanschlusskabel

DIMENSIONS (INCLUDING FEET AND HANDLE)

Weight 13.9 kg / 31 lbs Width 520 mm / 20.5″ Height 420 mm / 16.5″ Depth 240 mm / 9.4″

Vintage Sound….

photo cmartin

Jazz Sound

Gibson Customshop R8 VOS Lemonburst

All You Need Is A Tweed – der Fender Blues Junior

photo cmartin

Kleine Verstärker, liebevoll “Hasenkisten” genannt, sind seit einigen Jahren im Trend. Wer braucht denn noch, von den großen Rockstars mal abgesehen, diese Amp-Türme und riesigen Racksysteme. Kleine Verstärker, hierzu gibt es gerade im Fachmagazin “Gitarre & Bass” eine interessante Betrachtung in mehreren Teilen von Udo Piper, sind für Rückengeschädigte leicht zu transportieren und jederzeit per Mikrophon oder Speakersimulation/ DI-Out über die PA oder die Gesangsanlage schickbar.

Die Bandbreite auf dem Markt ist riesig. Jede Verstärkerfirma bietet sie an, meist in 15 – 20 Watt Versionen.

In den Musikclubs von Memphis, New Orleans, Nashville oder Austin trifft man häufig auf einen dieser Vertreter, den Fender Blues Junior. Meist tritt er hier im schicken Tweed, aber auch als Blackface auf.

Der Fender Blues Junior mit seinen 15 Watt ist ideal für Clubs und vor allem eine gute Ausgangsbasis für Bodentreter aller Art. So wird aus dem Kleinen mit Leichtigkeit ein vielseitiger Mehrkanaler.

Seit 1990 hat sich sein Anzug nur marginal verändert. Äußerlich gab es einige kosmetische Veränderungen (Potiknöpfe etc.) und klanglich geringfügige Änderungen im Soundvoicing. Siehe auch im folgenden Bild auf dem Handtag des Blues Junior IV. Vom Aufbau und der Anzahl der Regler blieb der Junior gleich: Volume, Treble, Middle, Bass, Fat-Schalter, Reverb und Master. Im aktuellen Tweed Blues Junior ist ein 12er Jensen eingebaut, im Blues Junior IV ist ein cremig-klingender Celestion A-Type zu finden.

photo cmartin Fender Blues Junior Betriebsanleitungen

Die Spezifikationen:

3 x 12 AX oder ECC Röhern

2 x EL 84 Röhren

Fender Spring Reverb

Rectifier Solid State

Jensen CN 12 oder Celestion A-Type 12 Speaker

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photo camartin gelungenes Design im Vintagelook
Schicke silbernes Typenschild photo cmartin

Ein Blick ins Innere!

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photo cmartin Der Röhrenwechsel ist einfach zu bewerkstelligen.
Neue TAD-Röhren! photo cmartin

2018 gab es das letzte Fender Blues Junior Update mit dem Fender Blues Junior IV. Das Gehäuse ist etwas kleiner als das des Tweeds, die Chicken-Köpfe sind creme-weiß.

photo cmartin
photo cmartin Fender Blues Junior IV und Fender Jeff Beck Stratocaster
Cremefarbene Chickenheads photo cmartin
Das Typenschild der Nummer IV photo cmartin

Die Fender Blues Juniors im Vergleich zum Marshall Origin 20 C

photo cmartin

Soundeindrücke

Hier geht´s nur um den cleanen Klangeindruck der drei Verstärker. Alle Regler befanden sich etwa in Mittenstellung. Die Endstufen im Bereich von eins bis zwei, das Gain des Origin war auf 8, die Lautstärkeregler Volume bei den Blues Juniors zwischen sechs und sieben. Die Fender-Fatschalter und der Origin-Boost waren ausgeschaltet. Leichter Fenderhall und im Origin 20 C war ein wenig Hall des Marshall Reflectorpedals RF1 eingestellt.

Im Folgenden eine Übersicht der eingebauten Lautsprecher

Fender Blues Junior Tweed – Jensen Lautsprecher

The C12N is one of the most important speakers in Jensen’s history. It is the top 12” speaker of the ‘Blackface Era, used by many American manufacturers in the mid ‘60s for their upper range models when the price of AlNiCo became unsustainable for the manufacturers. Clear highs, solid mids, and powerful basses, it epitomizes the tone of that decade, from the surf, the rock n’ roll, the electric blues and the West Coast inspired music. It was used in Twin, Bassmanä and Bandmasterä style amps, and many others.

Fender Blues Junior IV- Celestion A-Type

From the Celestion Homepage

“Inspired by our favourite modern American tones the A-Type is a different kind of guitar speaker from Celestion. Of course it still has the musical and revealing three- dimensional quality that is the heart and soul of a Celestion guitar speaker however it features a more laid-back midrange which reveals body and complexity in the upper register accompanied by full and rounded low frequencies.

The A-Type conveys a fluid even performance with an increased headroom threshold that allows your amp’s tone to shine through. Clean players will love the smooth articulation; for rockers the brooding powerful low end threatens thunder that’s only a heavy riff away!”

Marshall Origin 20 C – Celestion V-Type

” Combining decades of experience with advanced measurement and analysis the V-Type has been built using a carefully balanced ‘recipe’ of old and new design techniques. It produces a heady exciting modern vintage sound that just makes you want to keep on playing: a guitar speaker that delivers authentic Celestion tone whatever your style. The V-type is a sweet sounding speaker with a superbly balanced tonal signature that imparts a vintage musicality to your tone. Clean sounds are true across the lows mids and highs with just enough upper-mid chime and HF sparkle to add clarity and definition. Crank it up for a sizzling overdrive and raw rock tones with plenty of mid-band warmth to give body and substance to lead note playing. “

Im Großen und Ganzen klingen alle drei recht ähnlich, wobei auffällt, dass der Marshall Combo bei dieser Gain-Einstellung sehr gute Clean-Sounds bietet. Erhöht man die Endstufenleistung kommt mehr und mehr Verzerrung auf. Die Blues Juniors haben in der Volume-Mittelstellung schon einen ganz schönen “dreckig-crunchigen” Unterton, der super für das Blues-Solieren geeignet ist, bei Akkorden im Bassbereich an das Riffing von Stones-Titeln erinnert und den Spieler trägt. Vor allem der Fender Blues Junior IV wartet mit mehr bassiger Tonentfaltung auf, der Tweed bringt hingegen mehr Höhen und Mitten und geht etwas eher als der Junior IV in die Knie. Marshalls Origin hat weniger Bässe und klingt sehr straff und drahtig, die Höhen sind ausgeprägt. Er reagiert auf Grund seiner vielen Höhen hervorragend beim Zurückdrehen des Volumenpotis an der Gitarre, so dass dynamische Soundformungen leicht von der Hand gehen.

Fazit: Insgesamt können sich die drei Verstärker klanglich recht nahe kommen. Die Juniors klingen “amerikanisch-cremig” (12er Lautsprecher), der Marshall dagegen “very britisch” und straff (10er Lautsprecher). Alle haben einen sehr gefälligen Vintage-Vibe-Charakter in Design und Sound. Klare Kaufempfehlung also für Leute, die einen kleinen tragbaren Verstärker mit tollem Klang suchen. Beim Kauf eines Amps aus dem Trio kann man nichts falsch machen. Der Tweed ist mit knapp 700.- € der teuerste (ohne Fußschalter!), der Fender Blues Junior IV mit etwa 660 € inklusive Fußschalter geringfügig günstiger. Ein Schnäppchen ist Marshalls Origin 20 C, der mit etwa 430.- € (inklusive Fußschalter für Boost und Loop) zu Buche schlägt. Vorteil der Juniors, sie haben ihren “Reverb” immer an Bord, also Kabel einstecken und los. Der Marshall hat die Leistungsreduzierung, einen DI-Out-Ausgang, zwei Anschlussbuchsen für externe Lautsprecher, einen seriellen Effektweg und einen im Preis inkludierten stabilen Fußschalter für Boost und Loop (der serielle Einschleifweg ist nur mit Fußschalter bedienbar! Ohne ist er nicht zu aktivieren!).

Fender Blues Junior Tweed Video

Ein prima Video von Shane Intheblues zum Blues Junior IV

Demnächst hier ein Beitrag zum Marshall Origin 20 C…….

Die Geschichte der Marshall Dual Super Lead-Serie (DSL)

Die DSL Serie kombiniert zum einem die Möglichkeit von High Gain Sounds à la JCM 800 oder JCM 900 mit eher Vintage-Klängen eines 1959SLP.

2018 Marshall DSL 40 CR

1997 kam die JCM 2000 DSL Serie heraus. Die Topteile verfügten über zwei schaltbare Kanäle: Classic Gain und Ultra Gain. Der Combo DSL 401 verfügte mit Clean/ Crunch und Lead über drei Kanäle.

Amp Manual von 1999

Der Unterschied zwischen den ersten DSL-Combos und der Reissue Serie DSL 40 CR von 2018

DSL 401 im Vergleich zum CR 40/ HR 100 mit damals einfacherem Aufbau allerdings mit Federhall und parallelem Effektweg.
Der CR mit zwei Master-Volumes, Klangregelung und Perepherie identisch zum DSL 100 HR, mit Digitalreverb und seriellem Effektweg

The DSL History by marshallamps.com

“The Classic Gain has two modes capable of providing classic Marshall tone and high gain modern tones, taking the player from a 1959 style clean right through to the snarl of a JCM800 2203. The Ultra Gain channel on the other hand also features two modes, mimicking the vibe of a hot-rodded 2203 or providing even higher gain and a gut-twisting mid-boost, all at the switch of a button.

Powered by EL34s and housing ECC83s, the remarkable versatility marked the DSL out as the first Marshall amp truly capable of playing any style of music, and upon its release was particularly lauded for its clean tones. On top of this the DSL also featured an effects loop and reverb to add even more adaptability.

Due to high demand and a need for a portable alternative, 20W and 40W combo versions of the DSL followed in 1998, named the DSL201 and DSL401. The DSL401  also featured a power switch to drop the amp’s output by half meaning it was equally at home on stage, in the studio, or at home.

Fast forward to 2012 and Marshall looked to revisit the JCM2000 DSL, and build a new series based around it featuring updated technology. This new DSL family featured a DSL100H 100W and a DSL15H 15W head, as well as the DSL40C 40W and DSL15C 15W combo. The modernised DSL range used largely the same components as the originals but also boasted some standout new features, such as a new resonance control, digital reverb, and a two-way footswitch.

The family expanded once again in 2018, with 1W versions specially aimed at bedroom players hitting the market; the DSL1C and DSL1H. On top of this a 5W combo was also launched, and the DSL15C 15W combo and the DSL15H 15W head were replaced with 20W versions so that every player could have a DSL with the power to suit their needs.

With over 20 years on stages around the world, and as the weapon of choice for Jeff Beck, Richie Sambora, Alex Deadman (Lady Bird), Shauna Tohill (Rews) and Gary Moore; the DSL is sure to be a standard for many more to come.

So klingt der Emulated Output auf einer Studio-Aufnahme!

Der Klang des Classic Gain Channels/ Red Mode

Vintage Blues Tone

Er kann auch jazzig klingen im Classic Gain Red Mode…….

Gary Moore mit Marshall DSL Amps in Bellinzona(Schweiz

Neal Schon – a family relationship

1979 sah ich in Lauda-Königshofen mit etwa 800 amerikanischen GIs Journey zum ersten mal. Ein Konzert mit glasklarem Sound und einer Band mit purer Spiel- und Improvisationsfreude. An diesem Tag hätte ich niemals geahnt, Jahrzehnte später einmal persönliche Kontakte zu haben.

1980 besuchte ich ein Journey-Konzert in Neunkirchen am Brand, die letzte Tournee mit Greg Rolie.

1993 Paul Rodgers & Friends. Leider fiel das Konzert wegen des Bandbusunfalls bei Hamburg aus. Es war ziemlich deprimierend, als mein Schwager und ich vor der dunklen Halle in der Oberpfalz standen und dann von der Abendschicht der Lokalredaktion der Amberger Zeitung erfuhren, dass sich am Vormittag der Unfall ereignet hatte.

13. Mai 2005Soul Sirkus ( mit Neal Schon an der Gitarre) gab sein einziges Konzert in München. Für den Auftritt der Band war ich insgesamt gute 24 Stunden unterwegs, Hin- und Rückfahrt per Bummelzug. Am Nachmittag kam ich an der Halle an. Der Band -LKW war bereits entladen und der dunkelblaue Band-Nightliner-Bus parkte hinter der Halle. Nichts ahnend schlenderte ich hinter der Halle herum, da kam mir einer mit Sonnenbrille und Locken entgegen. Und der Typ steuerte direkt auf mich zu und spricht mich an. “How are you doing?” Ich war sowas von baff, dass ich im ersten Moment nur ein blödsinniges “Well done” über die Lippen brachte. So ist es, wenn plötzlich eines deiner Gitarrenidole vor dir steht. Nach Ende des Konzerts gab es noch ein Meet & Greet, wozu ich allerdings keinen Zutritt hatte. Ich wurde dann vom lokalen Ordnungsdienst hinausgedrängt, sah aber damals zum ersten Mal Barb, Neals Mutter, und Les. Ich war schon recht verärgert, doch eine Viertelstunde später, erschien die komplette Band zum Small-Talk hinter der Halle. Cool – wozu braucht es da ein Meet & Greet. Nun war Zeit für Fotos und Gespräche. Um zwei Uhr etwa fuhr ich über Augsburg, dort war ein Umsteigen mit langer Wartezeit nötig, nach Würzburg zurück. Der lange, aber lohnenswerte Trip endete dann am frühen Vormittag in Würzburg.

7. Juni 2006 Journey auf der Rock The Nation – Tour mit Whitesnake, Def Leppard u.a. in Oberhausen. Mit Steve Augeri als Sänger, der wie sich später herausstellte, lip synching machte bzw. Deen Castronovo eigentlich sang.

17. März 2007 Journey In Karlsruhe mit Jeff Scott Soto als Sänger.

Sommer 2007 – die Ära von MySpace auf ihrem Höhepunkt- auf dieser Plattform hatte ich viele Kontakte geknüpft. An einem Sonntagvormittag im Juli ein Anruf aus Kalifornien – kaum zu glauben. Les Boyle fragt nach, ob ich im August mit meiner Band Auftritte hätte, denn sein Grandson Miles wäre mit einem Europa-Bahnticket unterwegs. Ob Miles bei uns übernachten bzw. wohnen könnte? Ich bejahte beides, da einige Open-Air-Termine anstanden. Man blieb in Kontakt und Anfang August holte ich den 17-jährigen Miles (Schon) mit Rucksack und Les Paul-Gitarrengigbag am Würzburger Hauptbahnhof ab. Miles wohnte dann eine Woche lang bei uns. An einem Abend übten wir mit “Hugo For Sale”. Die Open Airs fielen allerdings wegen der schlechten Witterung aus. Es gab aber im Omnibus mit einigen Freunden eine schöne Jam-Session. Als Miles in Würzburg war, tauschten wir bei Tommies Musik Butik seinen defekten Bridge-Pickup gegen einen meiner Gibson 30th Anniversary Goldtop aus. Ja, der ist jetzt in Kalifornien gelandet.

Nach einer Woche reiste dann Miles per Zug nach Frankfurt zu Thomas Dietzel. Auf dem Weg zum Bahnhof fiel Miles ein, er wisse gerade nicht, wo das Euro-Bahnticket wäre. Mir brach der Angstschweiß aus, Der Zug sollte in 15 Minuten abfahren. Miles blieb ganz cool und durchsuchte in aller Seelenruhe vor dem Bahnhofeingang seinen Rucksack und dann den Gigbag. Ja und da fand sich das Ticket. Uff !!! Zwei Wochen später fuhren Gunda und ich nach Dietzenbach. Hier spielte Miles mit einer Coverband namens “Timelight” und wir trafen Barb und Les auf dem Open-Air-Gelände. Es war zudem Miles´ 18. Geburtstag. Les und Barb besuchten uns dann auch wenige Tage später in Würzburg. Bis Barbs Tod in 2014 haben wir uns wiederholt getroffen und es ist eine gute Freundschaft entstanden.

14. Juni 2008 Journey in Bamberg mit Arnel Pineda – wir treffen Neal Backstage als einzige Gäste. Cool.

2009 auf unserem Westcoast-Trip haben wir natürlich Barb und Les wiederholt getroffen und auch mit Miles in Novato/ Kalifornien gejammt.

22.Juni 2011 Journey in Augsburg – Johannes, Leonard und ich sind als Gäste geladen. Neal signiert meine weiße Neal Schon-Gitarre

Plektren von Neal

photo cmartin

Autogramme

x-mas-cards

photo cmartin

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