Grand Funk Railroad – das Powertrio aus Flint Michigan

Die 800 m² große Plakattafel (= engl. billboard) mit den Konterfeien der drei Musiker auf dem New Yorker Time Square war nur eine Aktion des GFR-Managers Terry Knight.

Die Plakattafel (übersetzt billboard) am New Yorker Time Square

Dieses Power-Trio aus Flint/ Michigan zog mich schon beim ersten Anhören voll in den Bann, obwohl ich durch meinen Cousin Matthias zuerst das Album des späteren Grand Funk-Quartetts mit Craig Frost an den Keyboards “We ´re An American Band” hörte und dann das Folgealbum “Shining On” rauf und runter spielte.

Was machte Grand Funk Railroad so erfolgreich?

Vor allem der Gitarrist Mark Farner, der zusätzlich E-Piano, Orgel und Harp spielte, zog mich mit seinem Gesang und dem Gitarrenspiel in den Bann. Ich bewunderte seine lange Mähne und diesen muskulösen Oberkörper mit dem Metall-Armreif am Oberarm. Don Brewer (drums, vocals) mit, wie jemand einmal meinte, größten “weißen Afrolook und Mel Schacher (bass), der wunderschöne farbige Hosen trug.

Das riesige Din-A2 – Plakat aus einer deutschen Pop-Zeitschrift ( Bravo war´s nicht!) aus dem Madison Square Garden (1972) hing über Jahre in meinem Zimmer. Grand Funk Railroad war ein Trio mit unbeschreiblichem Drive und Groove im Zusammenspiel. Klar – Mark Farner reglementierte wohl nie für sich ein Gitarrengott zu sein, aber er hatte den Draht zum Publikum, ließ den Funken überspringen und spielte absolut banddienlich. Irgendwie rebellenhaft und unkonventionell. Diese kongeniale Bindung zwischen Band und Publikum kann man beim Anhören der Livescheiben und Betrachten der Live-Videos deutlich spüren. Vor allem bei dem Animals Cover “Inside Looking Out” baute das Trio mit dem treibenden Groove und der bandtypischen Dynamik eine tolle Spannung auf. Grand Funk Railroad wurde vom Publikum geliebt, von den Kritikern der damaligen intellektuellen Musikmagazinen wie Sounds, Rolling Stone und Melody Maker etc. gehasst und zerrissen. Wahrscheinlich war auch in gewisser Weise der Band der Erfolg nicht gegönnt. Denke, dass dies eine große Rolle spielte. Der Neid auf eine Band, deren Mitglieder keine musikalischen Genies an den Instrumenten waren oder vertrackte Musikstücke zum Besten gaben und blitzschnell die größten Stadien füllten. Meine Liebe zu Grand Funk Railroad teilte keiner meiner Freunde (meine drei Cousins mal ausgenommen). Grand Funk Railroad war in den frühen Siebzigern Drive, Schweiß, Emotion und echte Ehrlichkeit in der Liebe zum Publikum: We Are All Brothers and sisters….und ein Statement von Don Brewer verdeutlicht noch eine andere Facette des Erfolgs:

Brewer: “I remember seeing a lot of big groups who thought they were so cool. They’d turn their backs on the audience and play to themselves. I felt insulted. An audience is there to be entertained. They paid for a show, not to see a jam.”

Da wirkte nichts aufgesetzt. Übrigens war 1969 nach zwei Tagen Led Zeppelin Tour mit Vorprogramm Grand Funk Railroad schon wieder Schluss. GFR stahl Led Zeppelin die Show, so dass der Manager Peter Grant Grand Funk Railroad aus dem Vorprogramm schmiss:

Why Led Zeppelin Kicked Grand Funk Railroad Off The Tour (chaospin.com)

“The audience loved us, they just absolutely loved us, and then we went to Detroit, our stomping ground, Olympia. And Led Zeppelin manager Peter Grant comes out and stops the show, he told Jerry, he picks him up by the collar – ‘Stop the show, I’m gonna pull the power.’”

Right after, the promoter Terry Knight comes and literally shoos them out the stage saying ‘due to contractual agreements, Grand Funk has to leave the stage now. Get the hell out of here!’

“We started making exit, all these boos, and then the bottles of whiskey, bottles of wine, bottles of beer. Oh my god, the show stopped right there for an hour and a half before Zeppelin took the stage,” continues Farner telling.

“But that gave time enough for at least half the audience to empty out, and so Mel and I went out and sat in the theater, in the seats about halfway and watch Led Zeppelin for a few songs.”

So, after being kicked off, Grand Funk Railroad frontman also tells what he thinks of comments about Led Zeppelin not being good of a live band. “More theatrics than actual spot-on jamming playing,” says Mark Farner. But even during expressing his agreement to that, you can understand this is not because of what Led Zeppelin did to them, but only his honest opinions from his kind answer.

Ein Augenzeuge berichtet:

I WAS THERE IT WAS COBO HALL DETROIT AND BACKSTAGE THE WIND BLEW AND TE SHIT FLEWW HALF WAY THROUGH GFR S SET GRANT SHUT THE POWER OUT …WHEN TERRY KNIGHT CAME UPON HIM TO TURN THE SHIT BACK ON GRANT GRABBED HIM BY HIS COLLAR AND PULLED HIM OFF THE FLOOR TO HIS EYE LEVEL AND SAID TAKE THE BAND OFF …IMEADIATLY AND THE SHOW WAS NOT CONTINUED!!!!

Dieses Bild hing über Jahre in meinem Zimmer, allerdings in Farbe. Ein super Bild, das den Drive von GFR einfängt.

Der Zerriss in den Medien

Es ärgerte mich wahnsinnig, dass Mark, Don und Mel im damaligen aktuellen Rocklexikon in Zitaten so verrissen wurden: “Überschwindel” (Rolling Stone, New York Times) als gepanschte Cream, als Band, die nur durch 120 dB Lautstärke auffalle oder die Rezensenten nur ” pompöse Mittelmäßigkeit, völligen Mangel an Phantasie, Humor und künstlerischer Empfindsamkeit (Melody Maker) heraushören konnten (Rocklexikon S. 318). Doch die Publikumsresonanz war eine ganz andere. Nach dem Atlanta-Pop-Festival-Auftritt stürmten die Fans die Bühne und trugen die Musiker auf ihren Schultern davon (Circus) . Zudem kam es vor und während der Konzerte zu tumultartigen Szenen.

Die Uschi aus dem Beat-Club präsentiert hier einen GFR-Konzertausschnitt, der die GFR-Manie wundervoll dokumentiert:

1970 gastierte die Band dreimal im Madison Square Garden. Das letzte Mal 1974. Im Vorprogramm war übrigens damals, die in Deutschland nicht unbekannte Suzi Quatro zu sehen. Sie stammt übrigens auch auch wie die GFR-Musiker aus der Regionvon Detroit, nämlich aus dem Vorort Grosse-Pointe.

Dec 18, 1970Grand Funk Railroad / Humble Pie  
Dec 18, 1970Grand Funk Railroad / Humble Pie  
Nov 13, 1970Ten Years After / Buddy Miles Express / Brethren    
Oct 16, 1970Jackson 5  
Sep 19, 1970Led Zeppelin    
Sep 19, 1970Led Zeppelin    
Jun 20, 1970Ginger Baker’s Air Force  
May 13, 1970Creedence Clearwater Revival / Booker T & the MG’s / Wilbert Harrison    
Feb 13, 1970Sly and the Family Stone / Grand Funk Railroad / Fleetwood Mac    

Grand Funk Railroad wurde 1968 von Farner und Brewer, beide aus Flint, gegründet und Schacher aus dem Nachbarort Owosso vervollständigte das Trio. Farner und Brewer hatten bereits bei Terry Knight and the Pack (Mark Farner Bass!) zusammengespielt. Die Band flog aber wegen Terry Knight auseinander, der anscheinend charaktermäßig nicht einfach war. Es verwundert demnach, dass Brewer Terry Knight als Manager, Sprachrohr, Verleger und Produzent verpflichtet, was sich wenige Jahre später rächen wird. Vertraglich wurde ausgehandelt, dass allein Terry Knight in allen Bandangelegenheiten das Sagen hatte. Ein fataler Fehler, der zu diesem Zeitpunkt wohl recht naiven jungen Burschen.

Der Name lautete zunächst Grand Trunk Railroad nach einer Bahnlinie durch Flint. Knight organisierte den ersten Auftritt in Buffalo/ New York.

Ihren Durchbruch erlebten Grand Funk Railroad auf dem Atlanta Pop Festival am 4. Juli 1969, auf dem sie ohne Gage spielten und fälschlicherweise in der Ansage als Grand Frank Railway angekündigt wurden. Ein Jahr später waren sie hier die Headliner! Ermutigt durch das große Faninteresse, sprach Knight anschließend bei Plattenfirmen vor und erreichte, dass Capitol Records die Gruppe unter Vertrag nahm. Ihr erstes Album hieß On Time und beinhaltet die fünf wohl bekanntesten Songs der Anfangszeit: den Opener jedes Konzerts “Are You Ready?” “Into The Sun” “Heartbreaker” “Time Machine” und “T.U.N.C” (rückwärts gelesen ergibt sich das amerikanische Wort für “Fotze”). T.N.U.C war ein 8.43 min. lang und beinhaltete ein Don Brewer Schlagzeugsolo. Hört man das Album heute an, merkt man, dass kaum Overdubs gemacht wurden, teilweise sind auch kleine Verspieler oder Unsauberkeiten auf Band gelassen worden. Knight soll laut Rocklexikon die ersten drei Alben absichtlich verzerrt haben, um den Sound der Livekonzerte und der “6000” Watt-Anlage (Rocklexikon S. 319) authentisch herüberzubringen. Großartige oder lange Gitarrensolos fehlen hier, der Leadsound ist relativ sauber, angezerrt, bisweilen hat Mark Farner ein Fuzz-Pedal verwendet. Als Gitarre hat Mark Farner mit Sicherheit seine grüne Live-Gitarre, eine Eastwood Messenger mit überklebten F-Löchern, verwendet. Als Verstärker verwendeten Schacher und Farner richtige Lautstärke-Monster der Firma West, die mit KT 88 Röhren bestückt waren. In Schachers Verstärker war ein Fuzz- Effekt eingebaut. Der Bass-Sound ist so derart füllend und drückend. Habe allerdings gelesen, dass Humble Pie mit ihren Halfstack – Marshalls lauter gewesen wären. Marks Eastwood-Klampfe war ein sonderbares Teil, aber mit charakteristischen Sound. Noch heute gibt es übrigens die Firma und die veränderte Mark Farner – Gitarre ist erhältlich : Link Messenger – Electric Guitar – Eastwood Guitars.

Das Album “On TIme” wurde in drei Tagen aufgenommen und klingt transparent wie eine Demo-Aufnahme. Unglaublich für damals war auch die Tatsache, dass die Band innerhalb von zwei Jahren sechs Langspielplatten veröffentlichte : On Time – Grand Funk – Closer To Home – Live Album – Survival und E Pluribus Funk

Produktion und Sound der Alben

“Technically each of these half-dozen releases was a disaster to professional earsOn Time sounded dry, lifeless and could almost be mistaken for a set of demos. The cover, with the band holding clocks and various artefacts, was laughable. But somehow through this fog of crass and rank amateurism Grand Funk sounded exciting, intriguing and new

More rhythm and blues than heavy metal, the band proved to be an antidote to the self-indulgent prog noodlings and blatant bubblegum pop of the time. But nothing would ever capture the power of their live shows… 

“There was a rawness,” agreed Brewer. “The pure excitement and energy that we felt on stage went right to the audience. When I listen to the early recordings, you just hear this innocence. Our audience connected with it, but the journalists couldn’t feel it.” 

Grand Funk Railroad – die Arenakönige, die selbst die Beatles übertreffen

Aside from their countless hit singles and albums, Grand Funk Railroad were proving their immense popularity as a live act from the end of the 1960s onwards. In the final month of the decade, for example, they were playing at the Fillmore East in New York; in 1970, they starred at the Cincinnati Pop Festival, then the New York equivalent, sharing the bill with Jimi Hendrix.

Numbers didn’t lie

But on 5 June 1971, even the media representatives who had never liked their populist hard rock style had to concede that GFR had become one of the biggest bands of their generation. The numbers didn’t lie: they sold out their forthcoming appearance at Shea Stadium in New York, breaking the box office record held by The Beatles.

The Liverpool idols first appeared at the stadium in August 1965, to a record audience of 55,600, and then again a year later. The impending Grand Funk concert — with support by Humble Pie — matched that attendance record, but sold out in a mere 72 hours, whereas The Beatles’ show took considerably longer. 55,000 tickets went on sale at 10am that Friday, priced at $4, $5 and $6, and by Monday morning they were gone.

Band manager Terry Knight, talking after a poorly-attended press conference to announce the Shea date, observed the media’s sniffy attitude to the band by saying: “Any person in the business knows that to announce you’re playing Shea Stadium is news…the fact of the matter is, it is news to announce that anybody is gonna play Shea Stadium. But it’s equally big news to announce that no American entertainer in history has ever attempted it before.”

Knight concluded: “It was never our goal to ‘sell out’ Shea Stadium; we just want to fill it with our people.”

Royal Albert Hall und Hyde Park

1971 spielten sie in der ausverkauften Royal Albert Hall, obwohl sie in Großbritannien kein Airplay erhielten. In New York waren die 46000 Tickets für den Madison Square Garden innerhalb von acht Stunden vergriffen. Nach Veröffentlichung des Abums “Survival” konzertierten sie im Londoner Hyde Park vor 100000 Leuten und gingen anschließend auf Europa-Tour.

Alle Alben wurden binnen kürzester Zeit Millionenseller, nicht nur für E Pluribus Funk gab es vor Erscheinen schon über eine Million Vorbestellungen.

Jedoch müssen sie live wirklich, so die Meinung vieler Fans, der Hammer gewesen sein. Wenn man heute die Statements Mark Farners hört, beispielsweise über harte Drogen oder den Konsum von Marihuana spürt man einfach, warum das Publikum die Band liebte.

Wer sich für die zahlreichen Konzerte der Band interessiert findet hier alle Daten zum Teil mit den Setlists:

Grand Funk Railroad Concert Map by year: 1970 | setlist.fm

Die Grand Funk Alben von 1969 bis 1971 im Überblick

ON TIME

Debut-Album wie oben schon erwähnt

GRAND FUNK – das rote Album

GRAND FUNK LIVE

Doppelalbum

CLOSER TO HOME

SURVIVAL

E PLURIBUS FUNK

Eines meiner Lieblingsalben. Fette Gitarren- und Bass-Sounds, rockige Stücke und gesellschaftspolitische Texte.

Footstomping Music – ein Klassiker der GFR-Live-Konzerte. Mark Farner an Gitarre und Orgel. “Come on everybody…let´s have a good time….. everybode gets into the groove…

People Let´s Stop The War – Anti-Vietnam-Kriegs-Song

Upsetter – coole Abmischung im Panorama

I Come Tumbling – eine der rockigsten GFR-Nummern mit schönen Break-Solos, wild, Message liebt eure Brüder und Schwestern….

Save The Land – “Look out for the Land rush….”

No Lies – love, peace and harmony

Loneliness – orchestrales GFR-Werk, der Schluss könnte fast zu einem Karl May-Film passen, textlich geht´s um die Ausbeutung der Erde, Geburtenkontrolle…

Loneliness cries deep from my soul,
Keeps trying to tell me about the world growing so cold.
Too many people trying to take from my earth,
But we can’t live without controlling our birth.Deep inside a voice cries out for you,
It’s not alone ’cause, people, I been cryin’ too.
If we don’t stop what we all see is wrong,
I guarantee you mankind won’t live long.There’s a land, a glorius land,
It’s right here on earth.
Understand what you can from the land,
Your life is it’s worth.
Woah-oh, woah-oh, woah-oh-oh.
Woah-oh, woah-oh, woah-oh-oh.
Woah-oh, woah-oh, woah-oh-oh.To face the problems that everyone’s found,
We must replace what we took out of the ground.
Pray for your brother, let your soul find a way,
Help one another, oh, please listen to what I say.…

Terry Knight – Millionenklagen und Bruch mit der Band

E Pluribus Funk war auch das letzte Album unter der Knechtschaft von Terry Knight. Auf der Rückseite des runden silbernen Geldmünzen-Covers (Grand Funk hatten ab Survival immer besonders gelungene Cover-Gestaltungen) ist übrigens das 55000 Zuschauer fassende New Yorker Shea-Stadium abgebildet, welches binnen 72 Stunden ausverkauft war und GFR damit den Beatles Rekord brachen.

Wie Mark Farner erzählt, verdiente jedes Bandmitglied in den ersten zwei Jahren etwa 350.- $ die Woche. Als die Mitglieder Abrechnungen der Plattenfirma Capitol sahen und sich der überall ausverkauften Arenen erinnerten, zählten die “Naiven” zwei und zwei zusammen (M. Farner). Knight wehrte sich, da er ja der Band den Plattenvertrag vermittelt , Konzerte ausgemacht und große Investitionen getätigt hätte, was ja auch im Knebelvertrag vereinbart war. Unglaublich, wie die Jungs über den Tisch gezogen wurden. Zudem störte sich Knight an Farners politischen Texten und versuchte sie zu zensieren.

“Suddenly the band discovered they were earning minuscule royalties and had also lost a pile of cash in bad investments. Other resentments began to surface involving Knight’s abilities as a producer, and there was a punch-up between Knight and Schacher. The censoring of Farner’s political beliefs became a major bugbear. The barbs (? birds?) began to fly in the public arena, and suddenly the press became interested. 

Farner: “For the first two years we were on a salary of $350 a week. We didn’t realise the amount of money we were making. Then finally we started getting some record royalties and put two and two together.” 

But as far as Knight was concerned, they were coming up with five: “They began to believe their own press. They began believing the absurdity of the statement that they had sold $120 million worth of records. They started to believe my hype.” 

Knight claimed the band hadn’t actually sold out Shea Stadium, although the promoter disagreed. But one thing was certain: the whole scenario was rapidly beginning to turn into a shit sandwich, without the bread. 

Brewer: “All of a sudden this rock’n’roll fantasy was a nightmare. It was your worst dream from Hell.” 

Grand Funk decided that they wanted out straightaway and initiated legal action. 

Knight: “They thought I had the lion’s share [of the money]. I’m the one who got them the record contract, I’m the one who put up the investments, and I’m the one who battled from day one to put them where they were. Here’s a group I fought for, I spilled blood for, and I had gone to war for!” 

Knight proceeded to counter-sue Grand Funk for $57 million dollars for breach of contract. Ironically if the band had waited three months before taking action they would have been out of their contract with Knight anyway! D-U-M-B or what? 

Knight: “In the end Grand Funk gave me all the money they had and all of their investments to me in payment for wrongfully walking out on their contract, three months early. How stupid is that?” 

Knight also kept the rights to the publishing of the band’s songs recorded thus far and sold them back the rights to use the Grand Funk name.

Also hätten Grand Funk doch drei Monate warten sollen, dann wären sie aus dem Vertrag herausgekommen. Dumm gelaufen.

Als die Band 1972 im Madison Square Garden ein Konzert gab, wollte Knight das gesamte aufgebaute Equipment konfiszieren, das wurde wohl wegen drohender Krawalle verhindert, aber nach Konzertende wurde dies in die Tat umgesetzt. Hier die näheren Umstände:

Im Frühling 1972 reicht es: Die Musiker feuern Knight. Der antwortet mit einer Klage und möchte stolze 57 Millionen US-Dollar sehen, ein Betrag, von dem Grand Funk Railroad noch nicht einmal zu träumen wagen. Am 23. Dezember 1972 spielt die Band ein Konzert im Madison Square Garden in New York City. Knight taucht auch auf — mit einem Vollstreckungsbescheid, der ihm erlaubt, das gesamte Equipment der Musiker zu pfänden. Dank der hiesigen Polizei darf immerhin die Show zu Ende gespielt werden, doch direkt im Anschluss verstauen Knight und seine Helfer sämtliche Instrumente der Band in einem großen LKW und verduften. „Sie schuldeten mir eine Menge Geld, und ihr Equipment war eine Menge Geld wert“, beharrt Knight. „Außerdem wollte ich ihnen eine Lektion erteilen.“

Terry Knights tragisches Ende

2004 wurde Terry Knight vom Boyfriend seiner Tochter Danielle erstochen. Er wurde nur 61. (Terry Knight – Wikipedia ) Der Wikipedia-Eintrag über Knight ist interessant auch bezüglich der Beziehung zu den Beatles und Twiggy

(Quelle : Grand Funk Railroad: the forgotten story of a true American band | Louder (loudersound.com))

Die Zeit nach Terry Knight

Phoenix – der Asche entstiegen – das Album nach Terry Knight

Nach E Pluribus Funk war “Phoenix”, das einzige von der Band selbst produzierte Album. Erinnert der instrumentale Eingangssong noch ein wenig an Footstomping Music, Die folgenden Songs zeigen GFR in neuem Soundkostüm. Weniger im Power-Trio-Sound der Anfangstage, sondern zurückhaltender und durch Craig Frost an den Keyboards breiter aufgestellt und größerer Stilbreite. Abwechslungsreicher souliger Rock-Blues mit gesellschaftspolitischen und ökologischen Texten. Ein echter Klassiker der Rockgeschichte – leider nur wenig beachtet.

Grand Funk̰ Railroa̰d̰-Phoenḭx̰ 1972 Full Album HQ – YouTube

Tracks von “Phoenix”

I JUST GOTTA KNOW – typischer Mark Farner Lyrics

Hey, people are you ready to get in the streets
To be your own police?
Are you ready to start tonight
To stand up and fight for your rights?

Woah … oh, I gotta’ know
I gotta’ know
I gotta’ know
I gotta’ know

Young people would you do the patriotic thing?
Are you ready to stand up and sing
That you’re tired of the war and all that shit?
Oh, tell me, are you ready to do your bit?

Woah … oh, I gotta’ know
I gotta’ know
I gotta’ know
I gotta’ know

You gotta’ take a stand
Give your brother a helping hand
We got to start today
So tomorrow our kids can play
We better do what’s right
So we don’t have to fight
No more

‘Bout the only way I see that we can change the plan
Is to vote and get our man
The man whose not afraid
And one whose not over-paid

FLIGHT OF THE PHOENIX – schmissiges Instrumental mit schönen Orgelsounds, electric violin , Südstaaten-Country Rock-Feeling

TRYING TO GET AWAY – interessante Keyboardsounds (Clavinett/ Orgel) und trockene Gitarrensounds

I been out on the road with my thumb in the air
I’m a long way from home but I just don’t care
The dust from the road makes it dry in my mouth
When it’s cold up north, that’s when I head south

‘Cause I been tryin’ to, tryin’ to get away, yeah
Tryin’ to, tryin’ to get away, yeah

I passed through New York just the other day
The smog was bad but not as bad as L.A
Sometimes I wonder what the world’s comin’ to
Sometimes I wonder what I’m gonna’ do

‘Cause I been tryin’ to, tryin’ to get away, yeah
I been tryin’ to, tryin’ to get away, yeah

I been out on the road with my thumb in the air
I’m a long way from home but I just don’t care
The dust from the road makes it dry in my mouth
When it’s cold up north, that’s when I head south

Tryin’ to, tryin’ to get away
Tryin’ to, tryin’ to get away

SOMEONE – ruhiger Beginn, dann rockend und fordernd, superschöne Keyboard-Sounds, Harmoniegesang der Extraklasse.

Why, oh why, oh why should I care for someone
Who doesn’t care for me?
I played the game I was subject of, it was all in vain ’cause I fell in love with someone
Who doesn’t care for me, for me
I hate the game and what it costs, to feel the pain for the love I lost to someone
Who doesn’t care for me

Why should I even care for someone
Who doesn’t really care for me?
I’m not excited lovin’ someone
Who doesn’t really care for me

Ohhh, ohhh, ohhh …
Ohhh, ohhh …

SHE GOT TO MOVE ME – hätte soundmäßig auf E Pluribus Funk sein können – einfach cool vom Feeling her, als wenn man im Probenraum stehen würde, trockener Sound, klasse Hammond-Sounds, wie auf dem ganzen Album, die Gitarre hat einen speziellen Sound;

GOTTA FIND ME A BETTER DAY – der Beginn mit zweistimmiger Gitarre erinnert fast ein wenig an die Allman Brothers, Südstaaten-Swamp-Blues mit fetter Hammond, gute Gitarrenarbeit und Harmonika-Solo von Mark Farner – zum Ende nochmal kurz Allman Brothers-Flair

SO YOU WON´T HAVE TO DIE

eines meiner Lieblingsstücke von “Phoenix” – der gesellschaftspolitische und christliche Text setzte sich bei mir ins Ohr, schön der Beginn mit Akustikgitarre

The way of life is tough these days, it’s hard to get along
But Jesus came and he talked to me, and that’s why I wrote this song (ein herrlicher Text)
He told me of my brothers in a far and distant land
He said that it’s gettin’ crowded on Earth, and it’s time we made some plans
Time we made some plans

He said overpopulation is the problem of today
There’s too many children on the Earth, and more on the way
If you don’t start some birth control, then you won’t last too much longer
It’s best that we let it save our souls, so we can get much stronger
Get much stronger

Ahhh …

I’m afraid of overpopulation
I don’t want to die of suffocation
The world is full of pollution
And Jesus is the solution

He said we’re gettin’ near the end, and I’m as close as you are
If you take Jesus as a friend, you’re gonna’ be a big star
Star that shines in the sky above, a light you cannot sever
You will be with him above, and you will shine forever
Shine forever

RAIN KEEPS FALLING – mit ersklassigem Wah-Sound, bluesig, gute Chorgesang

I remember the night so well.
The rain was fallin’ but I just couldn’t tell,
If it was you that was callin’ to my love-sick brain.
But the rain kept fallin’ on my window pane.

Out of the night the thunder rang in my ear.
I can’t fight the feelin’, lord, that brings forth my fears.
I wish it was over, lord, please stop the rain.
The rain that’s fallin’ on my window pane.

The rain that’s fallin’ on my window pane.

Every night the rain’s on time, I can feel it in this heart of mine.
But I don’t know what to do.
Well, I guess I could go back home, ’cause you know back home is where I belong.
But it just ain’t home without you.

And I don’t know what to do, baby.

Well, I guess I’m a looser but it just don’t seem fair.
I lost all my life so tell me, why should I care?
The night that you left me is the night that it came.
And the rain’s still fallin’ on my window pane.

The rain keeps fallin’ on my window pane.
The rain keeps fallin’ on my window pane.

ROCK ´N´ROLL SOUL – 13 Wochen in den USA Charts – Platz 29, eines meiner GFR-Lieblingssongs, der Refrain würde den Rolling Stones auch gut stehen, wenn sie nur so singen könnten 🙂 – ein Grand Funk Railroad-Klassiker, der auch im Konzertprogramm stets zu finden war.

FREEDOM IS FOR CHILDREN Schöne E-Piano und Keyboard-Sounds, ruhiger Beginn,

PHOENIX ein absolut gelungenes GFR-Album. Man hört die Spielfreude, die Lust neue Sachen auszuprobieren. Craig Frosts Keyboardspiel ist das Sahnehäubchen. Einen besseren Albumtitel hätte man gar nicht wählen können nach dem juristischen Desaster mit Terry Knight. Sauber selbst-produziertes Album mit einem frisch-lebendigem und transparenten Sound! Absolut empfehlenswertes Album!

WE ´RE ÁN AMERICAN BAND und SHININ´ON

Die nachfolgenden beiden GFR Alben wurden von Todd Rundgren produziert. Der Sound entfernte sich noch weiter von den Anfangsjahren. Beide Alben knüpften locker an die Erfolge früherer Tage an. Mit “We ´re An American Band” kam ein Single-Charts-Erfolg, der mit dem Cover von “Locomotion” noch mal getoppt wurde.

Erwähnenswert ist, dass das Artwork bei beiden Scheiben etwas ganz besonders war. “We ´re an American Band” kam im durchsichtigen goldenen Vinyl mit den nackten GFR-Musikern im Heu und mehreren runden GFR-Aufklebern mit dem Band-Emblem.

“Shinin´On” kam mit echter 3-D-Brille zum Heraustrennen.

Die Songs von “We ´re an American Band” waren super produziert und klingen auch heute noch cool: Railroad – stampfend, Black Licorice mit tollen Clavinet-Sounds und Hammond-Solo von Craig Frost, Stop Looking Back, Walk like a Man….

Grand Funk We’re an American Band 1973 Full album///+ – YouTube

“Shinin´On” – mit dem soundmäßig irren Titeltrack, in dem ein toller Delay-Gitarreneffekt eingebaut wurde. Das klingt richtig spacy!

Shinin’ On (Remastered 2002) – YouTube

Ein detaillierter Rückblick auf die beiden Alben folgt in einem zweiten GFR-Teil demnächst hier!

All The Girls In The World Beware

Gefälliges Album von 1975 im neuen Sound mit Bläsern, nettes Platten-Cover mit den montierten Musiker-Köpfen auf Arnold Schwarzeneggers Astral-Körper

GOOD & EVIL – mit mehr als 7 min eines der besten Stücke auf dem Album, fantastisch wuchtig-schleppender Schacher-Bass, Super-Groove, raumfüllende schöne Gitarrenlinien, irgendwie mystische Stimme – eine gelungene Studioarbeit

BAD TIMES – war ein Hit, schöner Pop-Song mit schönem Refrain, Platz 4 in den USA Charts

SOME KIND OF LOVE – der große Hit des Albums, eine Coverversion von John Elisson. Hier zeigt Grand Funk seinen guten Gesang – fast A-Capella.

MEMORIES – Love-Song von Mark Farner komponiert

LOOK AT GRANNY RUN RUN – Cover von Jerry Ragovoy, cool- swingende Rhythm´n´Blues-Nummer mit Bläsersätzen; mit Wechselgesang von Mark Farner und Don Brewer

LIFE – rockige Nummer

RESPONSIBILITY – funkig-soulige Nummer, schöne Gesang- Hooklines

RUNNING – treibende Nummer mit Bläsersätzen, Grand Funk im Bigband-Sound, zwischendrin fast ein Polkarythmus – empfehlenswert, sehr abwechslungsreiches Stück mit verschiedenen Bridge-Teilen, Chapeau Don Brewer für diese Komposition.

ALL THE GIRLS IN THE WORLD BEWARE – funkiger Titel mit Percussion und groovigem Schacher-Bass-Riff, der Mann konnte Bass spielen

WILD – swingende R´n´B-Nummer mit Bläsern, schöne Chorsätze

Caught In The Act – ein Super – Live-Doppelalbum auf der 1974er Tournee aufgenommen

Mit eines der besten Live-Alben. Kann man auch soundmäßig noch heute gut anhören mit allen Hits und Klassikern der Band.

Born To Die

Das wohl makaberste Platten-Cover aller Zeiten, zur Freude der Kritiker- die vier Funk-Musiker endlich in offenen Särgen aufgebahrt.

DUES – rockige Nummer mit besinnlichem Text, knackige Bass-Linie, Klasse Chöre und typisches Mark Farner Solo am Ende

“Dues”

I think I’m headed for a terrible accident.
Made more plans than anyone who ever paid their rent.
I’m not stupid and I might be havin’ too much pride.
Surgeon general has determined that I may as well die.

Jesus are you watching or have you gone blind.
Evil souls are upon us and we’re surely runnin’ out of time.
(coole Gesangszeile von Mark Farner)

[CHORUS]
I tried religion and some holy roller steals my tenth.
In the grave yard I ain’t strong enough to jump the fence.
Some men they say they got more soul than both my shoes.
Makes me wonder can we ever stop payin’ dues.

I might be workin’ on a scene that I can never act.
Everybody’s gonna think that my mind is cracked.
I don’t care because it’s my right to win or lose.
Makes me wonder can we ever stop payin’ dues.

Crazy, am I crazy for wanting so much more.
My mind says I can’t ever give up but I still can’t be sure.

[CHORUS]

Can we ever stop payin’ dues.
Can we ever stop payin’ dues.
Can we ever stop payin’ dues.

BORN TO DIE – Titeltrack, Text über einen verstorbenen Cousins Farners und die Begrenztheit des Lebens…schönes Gitarrensolo, griffiger Refrain

POLITICIAN – Appell an Politiker..

SALLY – beschwingter Love-Song, mit schöner Harp-Melodie, Platz 36 in Billboard Charts USA

I FELL FOR YOUR LOVE – griffiger Refrain, Love Song “Love is so hard to find…”

TAKE ME – kam auch als Single heraus, 5 Wochen, Höchstplatzierung 53

GENEVIEVE – cooles Instrumentalstück mit schönem Bassriff, typische Mark-Farner-Gitarre; , kurzes einprägsames Solo

LOVE IS DYING rockt

TALK TO THE PEOPLE – Soul-Nummer mit zu Beginn schönem Saxophon-Intro und später abwechselnden Solos zwischen Gitarre und Saxophon

GOOD THINGS – Rhythm´n´Soul

BARE NAKED WOMAN – Bonus-Track/ Demo aus dem Studio, Blues-Nummer von Mark Farner gesungen, Bluessolo

Good Singing, Good Playing – das letzte gemeinsame Album der alten Besetzung

– von Frank Zappa produziert!!!!

Grand Funk Lives – Album mit Dennis Bellinger am Bass,

What´s Funk

Für Gear-Heads – Verstärker und Gitarren

Hier die von Mark Farner im Laufe der Jahre bis heute verwendeten Gitarren. Es sind keine Originale, sondern von einem Fan nachgekaufte Klampfen.

Ganz links die Eastwood Messenger, die Gibson SG und zwei rote Micro Frits-Gitarren und die Alu-Gitarre von Veleno….

My Mark Farner guitar collection. Left to right: 1969 Muicraft Messenger, 1970 Micro-Frets Signature, 2006 Veleno Original, and 1977 Gibson L-5S.

Veleno® Tribute Aluminum Guitar – YouTube

Mark Farners Fuzz-Pedal

Hör-Reaktionen auf GFR

Interessante Videos der Band

Grand Funk Railroad – Into The Sun – 1970 – YouTube

Grand Funk Railroad Documentary – YouTube

Grand Funk Railroad — Texas Pop Festival — 1969 – YouTube

Der nachfolgende Clip ist sehr amüsant. Grand Funk spielt in einer TV-Show 1969 (wahrscheinlich Ende 1969) Mr. Limousine Driver (vom 2. Album). Schöne Mädchen in kurzen Röcken, Männer im Smoking tanzen verzückt wie in Trance. Die Szenerie wirkt äußerst strange, auch da GFR zum Vollplayback spielt. Wenn es live gewesen wäre, hätte es alle aus dem Studio geblasen. Krasses, skurriles Video.

Hugh Hefner & Barbie Benton welcome Mark, Don, & Mel to The Mansion to perform “Mr. Limousine Driver” & “Please Don’t Worry.” The Mansion wasn’t really setup for a rock band to perform live back then, thus the lipsync.

Grand Funk Railroad — Mr. Limousine Driver — 1969 – YouTube

Mark Farner Gallery

Micro Frets Gitarre
Mark Farner of Grand Funk Railroad performs on stage in 1974 in Amsterdam, Netherlands. He plays a Gibson L5S guitar. (Photo by Gijsbert Hanekroot/Redferns)
Eastwood Messenger mit eingebautem Fuzz!

Alle Songs von GFR mit Erscheinungsdatum findet man unter diesem Link.

charts.org.nz – New Zealand charts portal

Chartplatzierungen findet man hier:

Chartsurfer.de – Musik

Grand Funk Railroad Part II folgt demnächst!

Fender Stratocaster Gallery – A Vintage Look In A Row

2018 Fender American Original 50`Stratocaster with Pure Vintage ´59 Single Coil Pickups, White Blonde
2006 Fender Jeff Beck Stratocaster with Noiseless Pickups, Seafoam Green
2014 Fender American 60th Anniversary Stratocaster with Hot Noiseless Pickups, Two Tone Sunburst
Squier Telecaster Classic Vibe Butterscotch Blonde

Marshall “Origin” 20 C – der britische Fender Blues Junior?

photo cmartin

Wer kennt nicht die bekannten Marshall-Modelle aus den frühen 60er Jahren? Bluesbreaker, Plexi oder JTM. Jeden Musikliebhaber begeistern bis heute die Gitarrenklänge, die aus diesen Verstärkern “dröhnten”.

Gary Moores Bluesbreaker-Amp

John Mayall & the Bluesbreakers bekanntes “Beano”-Album, das eine Unzahl von Gitarristen inspirierte, transportiert genau diesen rauen angezerrten Sound.

Oder Jimi Hendrix…..und natürlich die vielen anderen der britischen Blues-Invasion

Von 1989 an hat Marshall immer wieder Sonderauflagen der alten Röhrenamps produziert. Die Handwired-Serie ( letzte Auflage 2012) ist wohl die authentischste.

Handwired 1974 X Reissue von 2013
Marshall Handwired Werbung mit Gary Moore

Die Marshall Origin Serie

2018 auf der Namm-Show präsentierte Marshall die Origin Serie – eine “neuer” Klassiker-Linie

Die in Vietnam gebaute Verstärkerserie versprüht im Design und technischem Aufbau den Vibe der Marshall-Anfangszeiten. Puristisch eben, ohne viel Schnickschnack, wenn man einmal von dem Einschleifweg, den Emulated Out, der Leistungsreduktion und der Boostfunktion absieht. Tremolo oder Springreverb Fehlanzeige. Im Gegensatz zu den Vorgängern verfügen die Amps nur über eine einzige Eingangsbuchse bzw. Kanal. Ein Brücken mit einem Patchkabel der Kanäle, also ein Mischen des Bright- und Normalkanals gibt es hier nicht. Allerdings ist diese Mischklangunktion mit dem Tilt-Regler raffiniert gelöst. Im folgenden Video wird die Funktionsweise gut erklärt.

Die Regler des Verstärkers sind: Gain, Tilt, Bass, Middle, Treble, Master und Presence. Im Gain-Regler ist ein Push-Pull für das Zuschalten des Boosts integriert. Mehr gibt´s nicht.

Gleich vorneweg: Für Heavy-Metal ist der Verstärker ohne Vorschaltgeräte nichts.

Ohne Effektgeräte, wenn man mal von einem Reverbpedal im Effektweg absieht, ist der Verstärker prädestiniert für superbe Clean-Sounds von Jazz bis Country und angezerrte Bluessounds, die Erinnerung an die britischen Blueshelden wecken. AC/DC – Fans werden am Crunch-Riffing ihre wahre Freude finden. Hier einige Soundbeispiele!

Natürlich sind die Origin-Amps auch eine ideale Plattform für die diversen Zerrpedale, womit sich dann der tonale Einsatzbereich natürlich um vieles erweitern lässt. Mir gefällt er am besten in seiner puristisch trockenen Klangweise. Gitarrenkabel einstecken und los. Das hat dieser Verstärker mit dem Fender Blues Junior gemeinsam. Also vielleicht ein britischer Blues Junior? Ja, der Vergleich bietet sich an. Mit etwas weniger als 14 kg ist beispielsweise der Origin 20 Combo leicht zu transportieren und auch von den Abmessungen wie Fenders Blues Junior relativ klein. Im Gegensatz zum Blues Juniors 12- A-Type oder Jensen – Speaker verfügt er über einen 10er Celestion V-Type Lautsprecher.

Classic combination: Marshall amp and Les Paul

Im Vergleich zum Blues Junior ist der Marshall cleaner, crispier und britisch bissig. Der neue Fender Blues Junior IV klingt weicher und dunkler, wogegen der Tweed Fender Blues Junior auch mehr Höhen hat. Letztlich ist das Geschmackssache und eine Sache der Einstellung am Verstärker bzw. am Tonpoti der Gitarre. Wie beim Blues Junior steht die Boostfunktion beim Origin in einem guten Verhältnis, um Solos lautstärkemäßig in den Vordergrund zu schieben. Der Origin reagiert wunderbar auf das Zurücknehmen des Lautstärkereglers. In Sachen Reverb übertrumpft der Origin mit einem eingeschliffenen guten Reverbeffektpedal oder Delay den Fender Junior klar, da ein Pedal halt doch mehr Möglichkeiten der Soundverbiegung hat. Andererseits hat der Springreverb im Fenderamp aber auch seinen ganz besonderen Reiz. Der Reverb des Tweed hat im Vergleich zum Blues Junior IV auf Grund seiner “Suppigkeit” ( Reglerstellung größer als 3) allerdings seine Grenzen.

Die Origin-Verstärker-Linie besteht aus folgenden Modellen:

  • Marshall Origin 5 Combo
  • Marshall Orignin 20 Combo
  • Marshall Origin 50 Combo
  • Marshall 20 Head
  • Marshall 50 Head

Die Origin Leistungsreduzierung – Was ist Powerstem? Hier wird es erklärt.

Trotz Leistungsreduzierung Powerstem wird man in einer Mietwohnung Schwierigkeiten mit den Nachbarn bekommen, aber dennoch ist sie durchaus ein sinniges Feature um die Endstufe höher anzufahren. Der Sound wird komprimierter und tönt weniger mittig. Die Origins sind einfach laut, vor allem wenn man die Endstufenverzerrung nützen will. Spielt man nicht in einer Heavy-Metal-Band, können sich seine zwanzig Watt im Bandgefüge wie auch die 15 Watt des Fender Blues Junior locker durchsetzen. Zur Not kann man ja den Origin mit dem Mikrophon abnehmen bzw. den Emulated Out nutzen.

Summa Summarum ist die Marshall Origin Serie für all die zu empfehlen, die auf den Vintage-Sound und das puristische Design der frühen Marshalls stehen und einen günstigen Vollröhrenamp erwerben wollen.: A good bang for the buck !

Dynamische Klangumsetzung

Gelungenes Retro-Design

Gelungenes Retro-Design

TECHNISCHE DATEN ORIGIN 20 Combo

GENERAL

ModelOrigin20CRange OriginRöhre Channels1

ELECTRONICS

Output wattage High Power 20 Watt, Mid Power ca. 3 Watt und Low Power ca. 0,5 WattOutputs3 x 6,3mm Klinkenbuchsen Lautsprecherausgänge (16Ω / 8Ω), 1 x 6,3mm Klinkenbuchse DI-OutInputs1 x 6,3mm Klinkenbuchse Instrumenteneingang, 1 x 6,3mm Klinkenbuchse für FußschalterControls Gain, Boost, Tilt, Bass, Middle, Treble, Master, Presence, Powerstem Effects Keine Effects loopJa, Seriell, Send/Return

SPEAKERS

Speaker configuration1x10″Speaker modelCelestion V Type (16Ω, 30 Watt)Unit impedance16Ω

VALVES

Preamp valves 3 x ECC83 Power amp valves 2 x EL34

ACCESSORIES

FootswitchPEDL-90016 im Lieferumfang Cable abnehmbares Netzanschlusskabel

DIMENSIONS (INCLUDING FEET AND HANDLE)

Weight 13.9 kg / 31 lbs Width 520 mm / 20.5″ Height 420 mm / 16.5″ Depth 240 mm / 9.4″

Vintage Sound….

photo cmartin

Jazz Sound

Gibson Customshop R8 VOS Lemonburst

All You Need Is A Tweed – der Fender Blues Junior

photo cmartin

Kleine Verstärker, liebevoll “Hasenkisten” genannt, sind seit einigen Jahren im Trend. Wer braucht denn noch, von den großen Rockstars mal abgesehen, diese Amp-Türme und riesigen Racksysteme. Kleine Verstärker, hierzu gibt es gerade im Fachmagazin “Gitarre & Bass” eine interessante Betrachtung in mehreren Teilen von Udo Piper, sind für Rückengeschädigte leicht zu transportieren und jederzeit per Mikrophon oder Speakersimulation/ DI-Out über die PA oder die Gesangsanlage schickbar.

Die Bandbreite auf dem Markt ist riesig. Jede Verstärkerfirma bietet sie an, meist in 15 – 20 Watt Versionen.

In den Musikclubs von Memphis, New Orleans, Nashville oder Austin trifft man häufig auf einen dieser Vertreter, den Fender Blues Junior. Meist tritt er hier im schicken Tweed, aber auch als Blackface auf.

Der Fender Blues Junior mit seinen 15 Watt ist ideal für Clubs und vor allem eine gute Ausgangsbasis für Bodentreter aller Art. So wird aus dem Kleinen mit Leichtigkeit ein vielseitiger Mehrkanaler.

Seit 1990 hat sich sein Anzug nur marginal verändert. Äußerlich gab es einige kosmetische Veränderungen (Potiknöpfe etc.) und klanglich geringfügige Änderungen im Soundvoicing. Siehe auch im folgenden Bild auf dem Handtag des Blues Junior IV. Vom Aufbau und der Anzahl der Regler blieb der Junior gleich: Volume, Treble, Middle, Bass, Fat-Schalter, Reverb und Master. Im aktuellen Tweed Blues Junior ist ein 12er Jensen eingebaut, im Blues Junior IV ist ein cremig-klingender Celestion A-Type zu finden.

photo cmartin Fender Blues Junior Betriebsanleitungen

Die Spezifikationen:

3 x 12 AX oder ECC Röhern

2 x EL 84 Röhren

Fender Spring Reverb

Rectifier Solid State

Jensen CN 12 oder Celestion A-Type 12 Speaker

photo cmartin
photo camartin gelungenes Design im Vintagelook
Schicke silbernes Typenschild photo cmartin

Ein Blick ins Innere!

photo cmartin
photo cmartin Der Röhrenwechsel ist einfach zu bewerkstelligen.
Neue TAD-Röhren! photo cmartin

2018 gab es das letzte Fender Blues Junior Update mit dem Fender Blues Junior IV. Das Gehäuse ist etwas kleiner als das des Tweeds, die Chicken-Köpfe sind creme-weiß.

photo cmartin
photo cmartin Fender Blues Junior IV und Fender Jeff Beck Stratocaster
Cremefarbene Chickenheads photo cmartin
Das Typenschild der Nummer IV photo cmartin

Die Fender Blues Juniors im Vergleich zum Marshall Origin 20 C

photo cmartin

Soundeindrücke

Hier geht´s nur um den cleanen Klangeindruck der drei Verstärker. Alle Regler befanden sich etwa in Mittenstellung. Die Endstufen im Bereich von eins bis zwei, das Gain des Origin war auf 8, die Lautstärkeregler Volume bei den Blues Juniors zwischen sechs und sieben. Die Fender-Fatschalter und der Origin-Boost waren ausgeschaltet. Leichter Fenderhall und im Origin 20 C war ein wenig Hall des Marshall Reflectorpedals RF1 eingestellt.

Im Folgenden eine Übersicht der eingebauten Lautsprecher

Fender Blues Junior Tweed – Jensen Lautsprecher

The C12N is one of the most important speakers in Jensen’s history. It is the top 12” speaker of the ‘Blackface Era, used by many American manufacturers in the mid ‘60s for their upper range models when the price of AlNiCo became unsustainable for the manufacturers. Clear highs, solid mids, and powerful basses, it epitomizes the tone of that decade, from the surf, the rock n’ roll, the electric blues and the West Coast inspired music. It was used in Twin, Bassmanä and Bandmasterä style amps, and many others.

Fender Blues Junior IV- Celestion A-Type

From the Celestion Homepage

“Inspired by our favourite modern American tones the A-Type is a different kind of guitar speaker from Celestion. Of course it still has the musical and revealing three- dimensional quality that is the heart and soul of a Celestion guitar speaker however it features a more laid-back midrange which reveals body and complexity in the upper register accompanied by full and rounded low frequencies.

The A-Type conveys a fluid even performance with an increased headroom threshold that allows your amp’s tone to shine through. Clean players will love the smooth articulation; for rockers the brooding powerful low end threatens thunder that’s only a heavy riff away!”

Marshall Origin 20 C – Celestion V-Type

” Combining decades of experience with advanced measurement and analysis the V-Type has been built using a carefully balanced ‘recipe’ of old and new design techniques. It produces a heady exciting modern vintage sound that just makes you want to keep on playing: a guitar speaker that delivers authentic Celestion tone whatever your style. The V-type is a sweet sounding speaker with a superbly balanced tonal signature that imparts a vintage musicality to your tone. Clean sounds are true across the lows mids and highs with just enough upper-mid chime and HF sparkle to add clarity and definition. Crank it up for a sizzling overdrive and raw rock tones with plenty of mid-band warmth to give body and substance to lead note playing. “

Im Großen und Ganzen klingen alle drei recht ähnlich, wobei auffällt, dass der Marshall Combo bei dieser Gain-Einstellung sehr gute Clean-Sounds bietet. Erhöht man die Endstufenleistung kommt mehr und mehr Verzerrung auf. Die Blues Juniors haben in der Volume-Mittelstellung schon einen ganz schönen “dreckig-crunchigen” Unterton, der super für das Blues-Solieren geeignet ist, bei Akkorden im Bassbereich an das Riffing von Stones-Titeln erinnert und den Spieler trägt. Vor allem der Fender Blues Junior IV wartet mit mehr bassiger Tonentfaltung auf, der Tweed bringt hingegen mehr Höhen und Mitten und geht etwas eher als der Junior IV in die Knie. Marshalls Origin hat weniger Bässe und klingt sehr straff und drahtig, die Höhen sind ausgeprägt. Er reagiert auf Grund seiner vielen Höhen hervorragend beim Zurückdrehen des Volumenpotis an der Gitarre, so dass dynamische Soundformungen leicht von der Hand gehen.

Fazit: Insgesamt können sich die drei Verstärker klanglich recht nahe kommen. Die Juniors klingen “amerikanisch-cremig” (12er Lautsprecher), der Marshall dagegen “very britisch” und straff (10er Lautsprecher). Alle haben einen sehr gefälligen Vintage-Vibe-Charakter in Design und Sound. Klare Kaufempfehlung also für Leute, die einen kleinen tragbaren Verstärker mit tollem Klang suchen. Beim Kauf eines Amps aus dem Trio kann man nichts falsch machen. Der Tweed ist mit knapp 700.- € der teuerste (ohne Fußschalter!), der Fender Blues Junior IV mit etwa 660 € inklusive Fußschalter geringfügig günstiger. Ein Schnäppchen ist Marshalls Origin 20 C, der mit etwa 430.- € (inklusive Fußschalter für Boost und Loop) zu Buche schlägt. Vorteil der Juniors, sie haben ihren “Reverb” immer an Bord, also Kabel einstecken und los. Der Marshall hat die Leistungsreduzierung, einen DI-Out-Ausgang, zwei Anschlussbuchsen für externe Lautsprecher, einen seriellen Effektweg und einen im Preis inkludierten stabilen Fußschalter für Boost und Loop (der serielle Einschleifweg ist nur mit Fußschalter bedienbar! Ohne ist er nicht zu aktivieren!).

Fender Blues Junior Tweed Video

Ein prima Video von Shane Intheblues zum Blues Junior IV

Demnächst hier ein Beitrag zum Marshall Origin 20 C…….

Die Geschichte der Marshall Dual Super Lead-Serie (DSL)

Die DSL Serie kombiniert zum einem die Möglichkeit von High Gain Sounds à la JCM 800 oder JCM 900 mit eher Vintage-Klängen eines 1959SLP.

2018 Marshall DSL 40 CR

1997 kam die JCM 2000 DSL Serie heraus. Die Topteile verfügten über zwei schaltbare Kanäle: Classic Gain und Ultra Gain. Der Combo DSL 401 verfügte mit Clean/ Crunch und Lead über drei Kanäle.

Amp Manual von 1999

Der Unterschied zwischen den ersten DSL-Combos und der Reissue Serie DSL 40 CR von 2018

DSL 401 im Vergleich zum CR 40/ HR 100 mit damals einfacherem Aufbau allerdings mit Federhall und parallelem Effektweg.
Der CR mit zwei Master-Volumes, Klangregelung und Perepherie identisch zum DSL 100 HR, mit Digitalreverb und seriellem Effektweg

The DSL History by marshallamps.com

“The Classic Gain has two modes capable of providing classic Marshall tone and high gain modern tones, taking the player from a 1959 style clean right through to the snarl of a JCM800 2203. The Ultra Gain channel on the other hand also features two modes, mimicking the vibe of a hot-rodded 2203 or providing even higher gain and a gut-twisting mid-boost, all at the switch of a button.

Powered by EL34s and housing ECC83s, the remarkable versatility marked the DSL out as the first Marshall amp truly capable of playing any style of music, and upon its release was particularly lauded for its clean tones. On top of this the DSL also featured an effects loop and reverb to add even more adaptability.

Due to high demand and a need for a portable alternative, 20W and 40W combo versions of the DSL followed in 1998, named the DSL201 and DSL401. The DSL401  also featured a power switch to drop the amp’s output by half meaning it was equally at home on stage, in the studio, or at home.

Fast forward to 2012 and Marshall looked to revisit the JCM2000 DSL, and build a new series based around it featuring updated technology. This new DSL family featured a DSL100H 100W and a DSL15H 15W head, as well as the DSL40C 40W and DSL15C 15W combo. The modernised DSL range used largely the same components as the originals but also boasted some standout new features, such as a new resonance control, digital reverb, and a two-way footswitch.

The family expanded once again in 2018, with 1W versions specially aimed at bedroom players hitting the market; the DSL1C and DSL1H. On top of this a 5W combo was also launched, and the DSL15C 15W combo and the DSL15H 15W head were replaced with 20W versions so that every player could have a DSL with the power to suit their needs.

With over 20 years on stages around the world, and as the weapon of choice for Jeff Beck, Richie Sambora, Alex Deadman (Lady Bird), Shauna Tohill (Rews) and Gary Moore; the DSL is sure to be a standard for many more to come.

So klingt der Emulated Output auf einer Studio-Aufnahme!

Der Klang des Classic Gain Channels/ Red Mode

Vintage Blues Tone

Er kann auch jazzig klingen im Classic Gain Red Mode…….

Gary Moore mit Marshall DSL Amps in Bellinzona(Schweiz

Neal Schon – a family relationship

1979 sah ich in Lauda-Königshofen mit etwa 800 amerikanischen GIs Journey zum ersten mal. Ein Konzert mit glasklarem Sound und einer Band mit purer Spiel- und Improvisationsfreude. An diesem Tag hätte ich niemals geahnt, Jahrzehnte später einmal persönliche Kontakte zu haben.

1980 besuchte ich ein Journey-Konzert in Neunkirchen am Brand, die letzte Tournee mit Greg Rolie.

1993 Paul Rodgers & Friends. Leider fiel das Konzert wegen des Bandbusunfalls bei Hamburg aus. Es war ziemlich deprimierend, als mein Schwager und ich vor der dunklen Halle in der Oberpfalz standen und dann von der Abendschicht der Lokalredaktion der Amberger Zeitung erfuhren, dass sich am Vormittag der Unfall ereignet hatte.

13. Mai 2005Soul Sirkus ( mit Neal Schon an der Gitarre) gab sein einziges Konzert in München. Für den Auftritt der Band war ich insgesamt gute 24 Stunden unterwegs, Hin- und Rückfahrt per Bummelzug. Am Nachmittag kam ich an der Halle an. Der Band -LKW war bereits entladen und der dunkelblaue Band-Nightliner-Bus parkte hinter der Halle. Nichts ahnend schlenderte ich hinter der Halle herum, da kam mir einer mit Sonnenbrille und Locken entgegen. Und der Typ steuerte direkt auf mich zu und spricht mich an. “How are you doing?” Ich war sowas von baff, dass ich im ersten Moment nur ein blödsinniges “Well done” über die Lippen brachte. So ist es, wenn plötzlich eines deiner Gitarrenidole vor dir steht. Nach Ende des Konzerts gab es noch ein Meet & Greet, wozu ich allerdings keinen Zutritt hatte. Ich wurde dann vom lokalen Ordnungsdienst hinausgedrängt, sah aber damals zum ersten Mal Barb, Neals Mutter, und Les. Ich war schon recht verärgert, doch eine Viertelstunde später, erschien die komplette Band zum Small-Talk hinter der Halle. Cool – wozu braucht es da ein Meet & Greet. Nun war Zeit für Fotos und Gespräche. Um zwei Uhr etwa fuhr ich über Augsburg, dort war ein Umsteigen mit langer Wartezeit nötig, nach Würzburg zurück. Der lange, aber lohnenswerte Trip endete dann am frühen Vormittag in Würzburg.

7. Juni 2006 Journey auf der Rock The Nation – Tour mit Whitesnake, Def Leppard u.a. in Oberhausen. Mit Steve Augeri als Sänger, der wie sich später herausstellte, lip synching machte bzw. Deen Castronovo eigentlich sang.

17. März 2007 Journey In Karlsruhe mit Jeff Scott Soto als Sänger.

Sommer 2007 – die Ära von MySpace auf ihrem Höhepunkt- auf dieser Plattform hatte ich viele Kontakte geknüpft. An einem Sonntagvormittag im Juli ein Anruf aus Kalifornien – kaum zu glauben. Les Boyle fragt nach, ob ich im August mit meiner Band Auftritte hätte, denn sein Grandson Miles wäre mit einem Europa-Bahnticket unterwegs. Ob Miles bei uns übernachten bzw. wohnen könnte? Ich bejahte beides, da einige Open-Air-Termine anstanden. Man blieb in Kontakt und Anfang August holte ich den 17-jährigen Miles (Schon) mit Rucksack und Les Paul-Gitarrengigbag am Würzburger Hauptbahnhof ab. Miles wohnte dann eine Woche lang bei uns. An einem Abend übten wir mit “Hugo For Sale”. Die Open Airs fielen allerdings wegen der schlechten Witterung aus. Es gab aber im Omnibus mit einigen Freunden eine schöne Jam-Session. Als Miles in Würzburg war, tauschten wir bei Tommies Musik Butik seinen defekten Bridge-Pickup gegen einen meiner Gibson 30th Anniversary Goldtop aus. Ja, der ist jetzt in Kalifornien gelandet.

Nach einer Woche reiste dann Miles per Zug nach Frankfurt zu Thomas Dietzel. Auf dem Weg zum Bahnhof fiel Miles ein, er wisse gerade nicht, wo das Euro-Bahnticket wäre. Mir brach der Angstschweiß aus, Der Zug sollte in 15 Minuten abfahren. Miles blieb ganz cool und durchsuchte in aller Seelenruhe vor dem Bahnhofeingang seinen Rucksack und dann den Gigbag. Ja und da fand sich das Ticket. Uff !!! Zwei Wochen später fuhren Gunda und ich nach Dietzenbach. Hier spielte Miles mit einer Coverband namens “Timelight” und wir trafen Barb und Les auf dem Open-Air-Gelände. Es war zudem Miles´ 18. Geburtstag. Les und Barb besuchten uns dann auch wenige Tage später in Würzburg. Bis Barbs Tod in 2014 haben wir uns wiederholt getroffen und es ist eine gute Freundschaft entstanden.

14. Juni 2008 Journey in Bamberg mit Arnel Pineda – wir treffen Neal Backstage als einzige Gäste. Cool.

2009 auf unserem Westcoast-Trip haben wir natürlich Barb und Les wiederholt getroffen und auch mit Miles in Novato/ Kalifornien gejammt.

22.Juni 2011 Journey in Augsburg – Johannes, Leonard und ich sind als Gäste geladen. Neal signiert meine weiße Neal Schon-Gitarre

Plektren von Neal

photo cmartin

Autogramme

x-mas-cards

photo cmartin

photo cmartin

Monthly Guitar March 2021

Some readers asked about handling the Marshall Code amp.

Marshall Code Amp got lots of options. Tweak around to find your dream sound by disabling e.g. cab simulation, power amp or pre amp or even all of them. Try out distortion or overdrive pedals. Listen to your patches on amp or recording desk. Add some modulation like vibrato, reverb and delay. Not to forget to have a look on the gate. To much gate can kill the amp´s natural sound. Maybe it´s neccessary to disable cab simulation for a good live sound. For recording sake cab simulation may suit well.

Start creating your own patches like you would do on a real amp. Choose one preamp e.g. Plexi. Adjust Gain, Treble, Miiddle, Bass and Volume. Then add effects, distortion, cab sim…

You can easily use Marshall´s app on your mobile phone for easy adjusting the knobs.

Some new “home made” patches for Marshall Code users:

DSL40CR Classic Gain Red patch for Marshall CODE

Bluesbreaker Vintage patch for Marshall CODE

Gary Moore Vintage Blues patch for Marshall CODE

Gary Moores neue Platte “How Blue Can You Get” wird am 30. April 2021 posthum via Provogue/Mascot Label Group veröffentlicht.

Trackliste

1. I’m Tore Down
2. Steppin’ Out
3. In My Dreams
4. How Blue Can You Get
5. Looking At Your Picture
6. Love Can Make A Fool Of You
7. Done Somebody Wrong
8. Living With The Blues

Press Release

This month marked the 10th anniversary of the death of former Thin Lizzy guitarist and solo star Gary Moore, and now Provogue Records have dug into the Moore archive to compile an album of previously unheard and unreleased songs. 

How Blue Can You Get will be released on April 30 and contains eight tracks. First out of the gates is the Moore original In My Dreams, Parisienne Walkways-esque ballad featuring that unmistakable Gary Moore tone.

Elsewhere on the album are versions of Freddie KingI’m Tore Down, Memphis Slim‘s Steppin’ Out, Elmore James’ Done Somebody Wrong and BB King‘s How Blue Can You Get, the song that gives the album its name. Full tracklist below.

“Gary Moore was a force,” says Toto founder Steve Lukather. “His intensity, as well as his dynamic sweet soft tones, had such deep feel. He was a master, and I got to watch him play and meet him. He was a very nice man as well. His loss is felt by all who loved him, but we are blessed; we can still hear him play on the records, DVD’s, and all that will live forever. He was a one of a kind.”

“Gary Moore took the blues and turned it on its head for me,” adds Black Crowes guitarist Chris Robertson. “His ferocity and his style of playing definitely has been an influence on me. There’s a ferociousness on what he does that can’t be matched.”

“We grew up in the business together, and he eventually became a major solo star,” says ex-Whitesnake man Bernie Marsden. “I wasn’t remotely surprised, of course, as his playing was so astonishing, a great showman and performer. But to me, he was first and foremost, my friend, and I still miss him today! Enjoy this rare recording.”

“Neal Schon Story” – Part V – Hendrix, Bonamassa und Neals Gitarrenwelt

Neal – der Rhythmusgitarrist

Nicht viel weniger als seine solistischen Fähigkeiten beeindruckt mich seine fantastische und kreative Art die Rhythmusgitarrenlinien zu spielen. Welch´ wunderbares Können Steve Perrys Gesang zusätzliche Struktur und besonderes Fundament zu geben.

Schon auf den ersten drei Alben Journeys gefällt mir diese einzigartige Kunst , wie die filigranen, oft Hendrix-artig, Akkorde gesetzt sind, so melodiös, wobei ihm nach eigener Aussage George Tickner so manchen Kniff und außergewöhnliches Chording zeigte. Auch auf den späteren Alben gibt es hier ausgezeichnete Beispiele durch die Perrys oder Augeris Gesang so gut zur Geltung kommen konnten.

Einige Exempel:

Trial By Fire

Journey – Trial by Fire – YouTube

2018 mit Journey Through TimeLights” und “Still The Ride

Journey Through Time Exclusive – “Lights & Still They Ride” – YouTube

Neal auf den Spuren Jimi Hendrix`

Immer wieder scheint in Schons musikalischer Werkstatt die Affinität zu Jimi Hendrix durch. Sei es, dass er Hendrix – Stücke jammt oder Hendrixsche Rhythmik und Akkorde verwendet.

Dave Mason w/ Neal Schon, John McFee and Ross Valory – All Along The Watchtower, Santa Barbara 2016 – YouTube

JOURNEY 2004 NEAL SCHON – VOODOO-CHILD LIVE!!! – YouTube

PAUL RODGERS and NEAL SCHON : HEY JOE – ( Acoustic ) . – YouTube

Leider finde ich nicht mehr das youtube-Video aus dem kleinen Club in San Francisco. An jenem Abend spielten Paul Rodgers und Neal „Little Wing“. Eine wunderbare Version in Bild und Ton. Zum Glück fand ich diesen Live-Audio-Clip.

Little Wing – Paul Rodgers & Neal Schon – YouTube

1993 brachten die beiden als Album das „The Hendrix Set“ heraus.

Stone Free – Paul Rodgers & Company – YouTube

Gary Moore Im Vergleich/ Billy Cox Gesang

GARY MOORE STONE FREE. – YouTube

Moore spielt mit weniger Gain und Verzerrung, eine ziemlich raue Version, die Gitarre sehr prominent im Vordergrund.

Neals Version mit Delay und Vibratoeinsatz, vom Aufbau ziemlich ähnlich, Die Gitarre ist mehr in den Hintergrund gemischt.

Gary Moore – Manic Depression – YouTube

Paul Rodgers – Manic Depression – YouTube

Neal Schon und Joe Bonamassa

Seit etwa zwei Jahren sind Neal Schon und Joe Bonamassa scheinbar in engerem Kontakt. Neal, so ist auf seinem Instagram-Account zu erfahren, sammelt jetzt auch vermehrt Vintage-Instrumente.

Neal Schon und Joe Bonamassa mit Jimmy Barnes

Jimmy Barnes – Going Down Alone feat Neal Schon & Jonathan Cain – Official Video – YouTube

Neal and Joe Bonamassa In Las Vegas

Neal Schon Solo – Journey – Lovin’, Touchin’, Squeezin’ 10-26-19 The Colosseum @ Caesars Palace – YouTube

Live From Nerdville with Joe Bonamassa – Episode 3 – Neal Schon – YouTube

Joe Bonamassa, Neal Schon, & The Three Kings Band- “Oh, Pretty Woman” Shoreline Amphitheater – YouTube

Joe Bonamassa with Neal Schon (Journey) “Nobody Loves me but my Mother” at Caesar’s 10-27-2019 – YouTube

Neal Schons Gitarrenwelt

Zu Beginn sieht man Neal  mit seiner 1968er Les Paul Goldtop mit P-90 Pickups. Später wurden diese durch Humbucker (1977/ Fleischman Konzertmitschnitt) ersetzt. Zudem hatte er eine Les Paul Custom mit drei Pickups im Einsatz

Neal Schon “Any Way You Want It” Journey Guitar | 1984 Gibson Les Paul Limited Edition Super Custom – YouTube

Die 1963erFender Stratocaster verwendete er ausschließlich für das Album „Infinity“.

Im Nachfolgenden einige Werbeanzeigen mit Neal Schon bzw. Neal Schon Gitarren:

1980er Departure Tour, Neal verwendet eine Ovation-Electric-Gitarre.

1983 Roland Synthesizer-Gitarre, Aria-Gitarre (auch im Konzertfilm Frontiers and Beyond zu sehen)

1986 Schon-Signature-Gitarre, zuerst von “Jackson“, dann von Larrivée gebaut. Es gab zwei Versionen. Zum einen die NS- Deluxe und NS-Reverse mit Riegelahorndecke. Der Hals ist durchgängig, die Flügel angeleimt. Zwei Single-Coil und ein splitbarer Humbucker in der Stegposition, Fünfweg-Schalten. Entweder gab es diese Gitarre mit “Ferrari”-like Saitenhalter oder mit Floyd-Rose-Tremolo.

Neal “Schon” guitar by Larrivee

Meine Neal Schon Guitar (Monthly Guitar September/ October 2019)

Monthly Guitar October: Schon NS-Deluxe – conny-martin.de (conny-martin.de)

Meine Neal Schon Reverse Custom ( Monthly Guitar April 2019)

Monthly Guitar/ April Schon Custom Reverse Signature Guitar – conny-martin.de (conny-martin.de)

1993 Tom Anderson, Dommenget-Les Paul

1999 PRS-Guitars

PRS Neal Schon LTD Private Stock #3749 Semi-hollowbody Electric Guitar Demo – Sweetwater Sound – YouTube

2005/6 Gibson Les Paul Signature

Die Gitarre wurde nach Neals Vorstellungen produziert. Der Hals-Korpusübergang wurde zurückgenommen, dadurch noch besserer Zugang zu den hohen Lagen.

Weiteres Equipment und Rig Rundowns

Neal Schon 2 – YouTube

Neal Schon Pedal Board Overview – Guitar Interactive Magazine Issue 19 – YouTube

Rig Rundown – Journey’s Neal Schon (2014) – YouTube

Rig Rundown – Journey’s Neal Schon – YouTube

NEAL SCHON MARSHALL AMP SPOT – YouTube

PRS Neal Schon Private Stock – YouTube

PRS – Neal Schon Private Stock – YouTube

NAMM ’13 – Neal Schon and Paul Reed Smith on the NS-14 and NS-15 Signature Guitars – YouTube

Auch Neal hat wie viel andere Gitarrenhelden eine Lagerhalle für sein Equipment angemietet.

Hier einige Bilder aus seinem Lagerraum Mitte der 90er Jahre!

Hier ein Video von Dave Amato von REO Speedwagon und seiner Gitarrensammlung. Ohne Kommentar!

“Neal Schon Story” Part IV – A Journeyman is always busy – Projekte noch und noch von Jan Hammer über Sammy Hager und Joe Cocker zu Paul Rodgers

Neal Schon- Soloalben und mehr oder minder erfolgreiche Nebenprojekte

1981 beginnt mit dem Album „Untold Passion“ die Zusammenarbeit mit Jan Hammer. Neal spielt auf diesem Album vor allem mit dem Gitarren Synthesizer von Roland. Jan Hammer ist für die Keyboards und das Drumprogramming/ Schlagzeugspiel verantwortlich. Bass spielt Colin Hodfkinson.

„It´s Alright“ – Neal singt den wave-igen-Titel

“I Am Talking To You” – erinnert etwas an eine Police-Nummer mit rasantem Zwischenteil

Neal Schon & Jan Hammer – I’m Talking To You (1981) (Music Video) WIDESCREEN 720p – YouTube

„On The Beach“ – funky Rhythmen im Wechsel mit journeyliken Harmonien

„Untold Passion“ – Bachsche Harmonik, schönes Solo

„Arc“ – Fusion-Stück – könnte auf einem Jeff Beck-Album der 80er zu finden sein!

„I Am Down“ im Stile eines modernen Jimi Hendrix

„Peace Of Mind“ – typisches Journey-Chording, eine kurzes Instrumentalstück, mit schönem Bass-Linien von Colin Hodgkinson

Schon & Hammer „Here To Stay“ 1982

„Time Again“Pink Floyd-Vibe

„Long Time“ – gute Gesangshookline mit Beatlesfärbung

„So Hot“  Neal Schons „Superstitious“ – Neal setzt hier auch die Talk-Box ein. Sehr abgedrehte Sounds.

In gewisser Weise ist dieses Album radiotauglicher. „No More Lies“ spielte Neal auch innerhalb des „Journey“-Programms.

Neal Schon & Jan Hammer -No More Lies HD – YouTube

Der schnelle Rocker „Self Defense“ (Co-Autor Steve Perry) mit Steve Smith (dr.) Ross Valory (Bass), Background Vocals Steve Perry erschien nochmal überarbeitet auf dem „Generations“-Album

Kompositorisch besonders gelungen „Don´t Stay Away“ mit schönen Vokalharmonien.

1983 – HSAS Neal Schon und der Red Rocker

Kurzlebige Band bestehend aus Sammy Hagar Schon Kenny Aaronson Michael Shrieve , die das Album “Through The Fire” live einspielte.

Cooles Cover von Whiter Shade Of Pale, Wunderschön , wie Neal Schon hier die Rhythmusgitarre spielt. Die Gelegenheit “Whiter Shade Of Pale” in einer Trio-Besetzung zu hören, gibt es wohl recht selten.

HSAS (LIVE) “WHITER SHADE OF PALE” – YouTube

HSAS – Through The Fire (Full Album) – YouTube

Soundmäßig war HSAS eine Fortführung des Hammer/Schon-Projekts – Roland-Synthesizer-Gitarrensounds vermischt mit Hardrockelementen – allerdings mit Sammy Hagar um vieles mehr publikumsorientiert.

Die späten Achziger

Ende der 80er war Neal ein gern gebuchter Gitarrist für Studioaufnahmen. So ist er auf dem  Album von Joe Cocker „Cocker“ 1986 „Don´t You Love Me Anymore“solistisch zu hören.

1987 folgte Michael Boltons Album „The Hunger”. Hier ist Neal mit dem sagenhaften Solo auf „Sitting On The Dock Of The Bay“ zu hören Im Studio war Neal mit dem ersten Solo an sich zufrieden, aber Michael Bolton meinte, er könne das noch besser und so entstand dieses erstklassige Solo. Neal ist im Video von Michael Bolton zu sehen. Auch hier wie im Studio spielte er seine Signature Schon-Gitarre mit dem typischen Sound, den diese Gitarre hat.

In San Francisco  nahm Jimmy Barnes 1988 sein Album “Freight Train Heart” auf. Cain und Schon waren wieder wie bei Bolton im Studio dabei und später im Video von „Too Much Ain´t Enough Love“ auch zu sehen. Neal brilliert auf dem Stück mit einem virtuosen bluesigen Solo- dynamisch und einfach geil.

Jimmy Barnes – Too Much Ain’t Enough Love – YouTube

Neal ist auch auf weitern Titeln wie „Still On Your Side“ oder „Do Or Die“ zu hören. Empfehlenswerte Scheibe mit dem tollen Gesang von Jimmy Barnes.

Bad English – Poser Band, die erste

Aus Wikipedia

„Nach dem Ende seiner Band Journey im Jahre 1988 beschloss Jonathan Cain (Keyboard) zusammen mit Ricky Phillips (Bass) eine neue Band zu gründen, deren Ausrichtung etwas rockiger ausfallen sollte, als es bei Journey der Fall war. Beide spielten bereits Ende der 1970er Jahre zusammen bei The Babys, deren ehemaliger Sänger John Waite kurz darauf ebenfalls zu den neu gegründeten Bad English stieß. Waite konnte zu diesem Zeitpunkt bereits auf einige Erfolge als Solokünstler zurückblicken, darunter der Nummer Eins-Hit Missing You. Mit Neal Schon (Gitarre), ebenfalls früher bei Journey aktiv, fand sich schnell der passende Gitarrist. Als Schlagzeuger schlug Schon den jungen Deen Castronovo vor, der damit die Formation komplettierte.

Das im Jahr 1989 veröffentlichte Debüt-Album, schlicht Bad English betitelt, erwies sich sofort als Erfolg. Mit den beiden Singles When I See You Smile und Price of Love gelang es Bad English, die Top Ten der amerikanischen Single-Charts zu knacken. Der Veröffentlichung des Albums folgte eine erfolgreiche Tour, die sich über elf Monate erstreckte. Die Band machte sich kurz darauf an die Aufnahmen eines Nachfolgealbums, die allerdings von gewissen Spannungen begleitet wurden. Während Schon und Phillips eine härtere Richtung einschlagen wollten, favorisierten Waite und Cain eher softeres Material. Zudem zeigte sich Waite unzufrieden mit dem Produzenten des neuen Albums, Ron Nevison, was schließlich dazu führte, dass er seine Gesangsspuren mit einem anderen Produzenten aufnahm. Noch vor Veröffentlichung der zweiten Platte Backlash war die Auflösung von Bad English bereits beschlossene Sache. Das Album verkaufte sich ordentlich, konnte aber nicht an die Erfolge des Debüts anknüpfen. Nach dem Ende der Band schlossen sich Schon und Castronovo Hardline an. John Waite agierte wieder als Solokünstler, ebenso wie Jonathan Cain. Ricky Phillips veröffentlichte unter anderem ein Album gemeinsam mit dem ehemaligen Toto– und Le-Roux-Sänger Fergie Frederiksen.

Bad English – When I See You Smile (Official Video) – YouTube

Bad English – Price of Love – YouTube

“Possession” – cooler Rocksong, mit guten Gesangslinien und Klasse Gitarren – typisches 80er Poser-Video. Nächstes ebenso.

Bad English – Forget Me Not – YouTube

Bad English – Heaven Is A 4 Letter Word – YouTube

Eine schöner Titel mit geschmackvollen Cleansounds „Don´t Walk Away“.

Bad English Dont Walk Away – YouTube

Wie oben erwähnt war das zweite Album sogleich das Ende der Band. Vielleicht besser so.

„Time Stood Still“ mit schönem akustischen Gitarrenvorspiel.

Time Stood Still – Bad English (1991, AOR/Melodic Rock from USA) with lyrics – YouTube

Zur gleichen Zeit veröffentlichte Neal Schon das erste richtige Solo-Album „Late Night“.

Dieses Album ist meiner Meinung nach eines seiner besten. Es verfügt über stimmige Songstrukturen und einen gewaltigen Sound. Die Mixtur aus Instrumentalen und Stücken mit Gesang ist ausgewogen. Neal brilliert hier mit einem hymnenhaften Gitarrenspiel und diesem genialen Gespür für einprägende Melodien.

Le Dome und Late Night  – schöne Melodiebögen und rasante Läufe wechseln sich ab, dann wieder cleane Sounds. Fast orchestral ! Anhören!

„The Theme“ – baut gekonnt Spannung auf –

The Theme – YouTube

„I ´ll Cover You“ verbreitet arabisches Feeling –

Neal Schon – I’ll Cover You – YouTube

“Rain Is Coming Down” – verhaltener, ruhiger Beginn ab 3:38 Zeppelin lässt güßen

„Smoke Of The Revolution“ – Rock-Funk, cool von Neal gesungen, Gitarrenlicks zum Genießen

Smoke of The Revolution – YouTube

„Inner Circles“  wie ein Relikt aus den Journey-Anfangstagen

Neal Schon: Late Nite- Inner Circles – YouTube

„Blackened Bacon“ – witziger Kurztitel der mit voll verzerrter Gitarre beginnt, aber dann in akustischen Country-Blues mündet.

Hardline – Poser-Band II

Aus Wikipedia

Gegründet wurde Hardline 1991 von den Brüdern Johnny und Joey Gioeli, nachdem beide zuvor bereits in mehreren Bands zusammen gespielt hatten, unter anderem bei Brunette. Als Unterstützung holten sie Neal Schon und Schlagzeuger Deen Castronovo ins Studio. Ebenfalls zum ersten Line-Up gehörte Bassist Todd Jensen. 1992 veröffentlichten Hardline ihr erstes Album Double Eclipse, das mit Platz 17 der Billboard Charts einen vergleichsweise großen Erfolg hatte. Das Video zur Single Takin’ Me Down wurde auch bei MTV bekannt.

Aus dem Album „Double Eclipse“ mit typischen Poser-Videos!

Hardline Takin’ Me Down HQ – YouTube

Hardline – Can’t Find My Way (Official Video) (1992) From The Album Double Eclipse – YouTube

HARDLINE ~ 1992 ~ “HOT CHERIE” – YouTube

Neal Schon Interview über Hardline, Einflüsse und vieles mehr

NEAL SCHON (COMPLETE) INTERVIEW 1993 – YouTube

Bereits nach dem ersten Album fiel diese Bandbesetzung wieder auseinander. Habe irgendwo in einem Schon-Interview gelesen, dass Neal mit den gesanglichen Leistungen in Live-Konzerten nicht zufrieden war. Schon kümmerte sich in der Folge um andere Projekte wie Paul Rodgers & Company, Castronovo und Jensen verließen ebenfalls die Band.

Neal Schon und Paul Rodgers (Free/ Bad Company/ Queen)

1993 nahm Paul Rodgers mit den zu Beginn der 90er Jahre angesagten Gitarristen das Album “Muddy Waters Blues“ auf. Auf der CD waren u.a. Slash, Jeff Beck, Gary Moore Brian May Richie Sambora, Buddy Guy, Trevor Rabin, Neal Schon uv.a. zu hören. Nach der CD-Veröffentlichung kam es dazu, dass Paul und Neal mit Deen Castronovo (Bad English/ später Journey/ Drums) und Todd Jensen (Bass) gemeinsam auf Tour gingen. Ende 1993 waren sie auch auf Deutschland Tour. Ich wollte mit meinem Schwager ein Konzert in Neumarkt in der Oberpfalz besuchen. Das Konzert fiel leider aus, da die Band auf dem Weg in die Oberpfalz einen Unfall mit dem Bandbus hatte. Schade. Zum Glück gibt es einige Clips von einem Clubauftritt der Band:

Paul Rodgers & Company – Good Morning Little Schoolgirl (live) – YouTube

PAUL RODGERS WITH NEAL SCHON 1993 (LIVE) – YouTube

PAUL RODGERS and NEAL SCHON : HEY JOE – ( Acoustic ) . – YouTube

1993 brachten Rodgers und Schon ihre selbst produzierte fünf Stücke umfassendes „The Hendrix Set“ Album heraus. Darauf werde ich später noch mal  im Vergleich zu Moores „Blues For Jimi“-Album zurückkommen.

Beyond The Thunder – Jazz and Fusion

Das zweite Album auf dem Higher Octave Label zeigt Neal eher in einem Jazz-Fusion-LatinSoul-Mix. Unverzerrte Gitarrensounds, Semi-Akustik und Akustikgitarrensounds dominieren.

Anspieltipps

„Big Moon“ – Jazz-Gitarren-Sound, relaxter Titel, geht mit schönen Melodien ins Ohr

Neal Schon-Big moon – YouTube

„Bandalero“ – spanisches Gitarrenfeeling

„Zanzibar“ – klanglich ähnlich wie „Bandelero“ aber mit melancholischem Charakter

„Espanique“ – Nomen est Omen, so wie der Titel, einprägende Melodien, schnelle Akustikgitarrenläufe, santanische Perkussion eingeschlossen

Sy Klopps B lues Band

Herbie Herbert, Journey-Manager und Hobby-Sänger, gründete die „Sy Klopp Blues Band“. Eine richtige Spaß-Combo, die den Blues liebt. Auf dem Album „“Old Blue Eye Is Back“ spielt Neal die Solo-Gitarre.

Band Line-Up

Sy Klopps (Herbie Herbert) – Lead Vocals, Lead Guitar, Rhythm Guitar
Norton Buffalo – Harmonica
David Denny – Rhythm Guitar
Greg Errico – Drums
Gregg Rolie – Piano
Neal Schon – Lead Guitar
Ross Valory – Bass Guitar
Herman Eberitzsch – Keyboards

Wie es zur Band „Sy Klopps“ kam und was man über Herbie Herbert unbedingt wissen sollte.

1948 geboren, einer der größten Manager im Rockbusiness, ein Perfektionist hinsichtlich der Durchführung von Tourneen. Ohne ihn hätte Journey nie den Superstar-Status erreicht.

Herbie begann sein Wirken im Rockgeschäft als Roadie. 1979 wurde er Journeys Manager.

In 1979, as manager of Journey, Herbie invented efficient logistical systems and profitable business arrangements out of whole cloth, out of his own head, and many of these ideas became standards for the industry. By early 1979 Journey’s fourth album “Infinity” had gone triple platinum without a charting single. Herbie’s dream of success had worked beyond his most fantastical imaginings. The industry woke up one morning and realized that Herbie Herbert was: “Da Man.”

Herbie clearly saw the need to control all aspects of his business and, by doing so, save money, build equity and share wealth for himself and his company. Using this new business model the band carried everything to a show. All risers, platforms, lighting, sound, consoles, barricades, the entire stage, all rigging motors and a complete office, with cases full of typewriters, walkie-talkies, etc., traveled with the band. A crew of 30 people traveled with 6 tractor-trailers, putting up the show in four hours and taking it down in two, night after night. Herbie’s businesses handled every aspect of lights, sound, trucking, promotion, travel arrangements, rigging and stage costs, recording, video costs, equipment, supplies and repairs.

Einen guten Eindruck über die perfekte Organisation einer „Journey“-Tour gibt der folgende Film:

Journey/Steve Perry Documentary – Frontiers & Beyond! (1983) [With Neal Schon & Jonathon Cain] – YouTube

Die Dokumentation gibt zudem einen hervorragenden Einblick über das Tour-Leben in den früheren 80er

Wie man im Rock- Business Geld verdient

Herbie set about teaching the music business how to really make money. He would tenaciously negotiate for the highest yield per unit sold per dollar grossed, whether songs, t-shirts, tickets or CDs. Under Herbie Herbert’s business model all royalties – publishing, licensing, merchandise sales or mail order – were paid directly to the band with no deductions. And all the separate entities of the business were required to be run from the tour profits. Touring was the largest source of income for the band, with Herbie routinely netting 70% of every dollar grossed. Between 1978 and 1988 the members of Journey pocketed over 65% of the gross receipts.

By 1986 Herbie Herbert had become a full time empresario in rock and roll. During the golden years of Journey he sheparded the band through a startlingly long string of record-breaking successes. The accomplishments of Journey are well documented: consistent sellouts, ground-breaking stagecraft technologies, endless touring and record breaking sales statistics. Journey has sold well over 50,000,000 albums worldwide and continues to sell to this day.

Herbie Manager für Europe, Roxette und Mr. Big

In 1987 it was decided that Journey would take a long hiatus. They had been steadily liquidating assets since 1984 and now wanted to sell Nocturne. Herbie and Journey guitarist Neal Schon bought 100% of Nocturne Productions from the remaining members of the band. Herbie continued to have tremendous management success, guiding the careers of Europe, Roxette and Mr. Big. Those three acts sold another 50,000,000 albums worldwide.

Einige Clips der “Sy Klopps Blues Band“

SY KLOPPS BLUES BAND (Berkeley, California, U.S.A) – Wine – YouTube

Blues: Sy Klopps Blues Band – Pretty Woman – YouTubeSY KLOPPS BLUES BAND (Berkeley, California, U.S.A) – Hoochie Coochie Man – YouTube

Fortsetzung folgt!

Literaturhinweise

Fachblatt, 1980 Rolling Stone June 1980

Time 3 Booklet, San Francisco 1992

Guitar Player August, 2001

Gitarre & Bass, Juli 2001

Gitarre & Bass, Juni 2005

Rock It , März 2005    

Neal Schon über Neal Schon von Stev Rosen (Fachblatt 1983?)

Good Times, April 2008

Guitar Player, July 1989

Journey von Fleesh Fischer, Zeitungsartikel von 1980

John Stix, Neal Schon von Journey

Guitar Heroes II, 2007, guitar magazine