Longplayer für die Insel – eine persönliche Liste meiner “favorite tracks”

My favorite tracks, meine Lieblingsschallplatten? Gar nicht so leicht eine Auswahl für die Bestenliste zu treffen. Welche Künstler haben dich geprägt und mitgenommen? Wo macht man fest? Was sind die Kriterien? Als ich mit diesem Beitrag begann und die erste Liste erstellte, merkte ich sehr schnell, dass das Ganze auszuufern drohte. Das hieß expressis verbis, ich muss kürzen, damit wirklich meine Lieblingsscheiben nur im Raum stehen. Also welche gehören zu deinen Lieblingsscheiben? Welches Album fällt dir spontan ein? Es hat Alleinstellungsmerkmale. Man kennt alle Titel darauf auswendig. Die schwarze Scheibe lief damals in einer Dauerschleife und ab und zu noch heute. Titelmäßig gibt es darauf keine Totalausfälle, das heißt alle Stücke sind absolut hochklassig. Die kreative Plattencovergestaltung hat dich unter Umständen zusätzlich fasziniert. Es sind persönliche Klassiker, die mit Erinnerungen verbunden sind, mit den schönen und traurigen Momenten des Lebens. Musik, die Lebensphasen untermalt hat. Der Lieblingstonträger befindet sich auf dem Mobile Phone und auf dem Mp3-Player . Auf dem Computer sind sie im Musikordner von i-tunes oder bei Amazon abgelegt. Man hat sie als Vinyl-Scheibe und als CD. Ich beschränke mich auf zwanzig Alben und glaube, dass eine hundertprozentige Deckung mit der Auswahl anderer Zeitgenossen undenkbar ist. Es gibt vielleicht bei einigen meiner Lieblingsscheiben Berührungspunkte zu euch, also Übereinstimmungen und den ein oder anderen Treffer. Die wohl anzunehmende Nicht-Übereinstimmung ist gut so. Jeder nach seinem Geschmack. Das ist das Schöne daran. Probiere es mal aus, dich auf zwanzig Scheiben festzulegen. Manche werden fragen, wo ist denn bei dir Clapton, Beck, Hendrix, Deep Purple oder Cream? Nicht dabei. Auch nichts aus den letzten zwei Jahrzehnten? Nein. Meine Lieblingsscheiben haben Vintage-Flair, ohne angestaubt zu sein. In gewisser Weise Evergreen-Scheiben. Vielleicht postet ja jemand seine zwanzig Lieblinge hier in den Kommentaren oder im Gästebuch? Viel Vergnügen beim Durchgang der Martinschen Audiohistorie! Alle Alben gibt es auf youtube zum Anhören!

Die Reihenfolge der Titel ist rein zufällig.

UFO Phenomenon 1974

Michael Schenker, damals ein jugendliches Ausnahmetalent an der Gitarre, brachte der Truppe Ufo neuen Schwung und Erfolg. Starke Kompositionen und eine melodiöse Leadgitarre machen die Scheibe zu einem Klassiker der 70er Jahre. Titel, die sich einprägten: Doctor, Doctor – Rock Bottom – Lipstick Traces ( ein wundervolles Instrumentalstück) und einer der besten Blues-Cover Built For Comfort von Willie Dixon. Phenomenon Kann ich heute noch von A – Z hören.

UFO Phenomenon – YouTube

Bad Company Bad Company, 1974

Habe damals ungeduldig auf das Erscheinen der Platte gewartet und mein Exemplar beim “Pickup” in Würzburg am Erscheinungstag stolz abgeholt. Das schwarze Cover mit den großen weißen Lettern. Super die farbigen Fotos der Bandmitglieder innen. Paul Rodgers at his best. Richtig gute Songs, die sich einprägten: Seagull, Ready For Your Love, Rock Steady, Can´t Get Enough….. Auch soundmäßig klingt die Platte immer noch frisch.

Bad Company – Bad Company (1974) (Full Album) – YouTube

Status Quo Ma Kelly´s Crazy Spoon, 1970

Im Vergleich zu den späteren Quo-Platten der Mitte Siebziger waren hier die Kompositionen um einiges differenzierter. hier spielt auch noch Keyboarder Roy Lynes mit. In My Chair, Down The Dustpipe, Spinning Wheel Blues, Daughter, Everything ( Beatles like!), April Spring, Summer and Wednesdays ( ein Wahnsinnstext!), Junior´s Wailing (White/ Pugh), Lakky Lady, Lazy Poker Blues.
Damals teilten sich die Herren Rossi, Parfitt und Lancaster den Gesang auf. Auf der CD sind einige Bonustracks darauf u.a. Gerdundula. Habe nachgelesen, dass der Titel nach deutschen Bekannten von Francis Rossi benannt wurde: Gerd und Ula. Echt witzig. Er erschien dann in einer neuen Version auf Dog Of Two Heads. Meine erste Status Quo-Platte war übrigens das Album “Quo”.

Statṳs̤ Quo̤– M̤a̤ ̤ Kelly’s Grea̤s̤y̤ Spoo̤n̤ ̤ 1970 Full Album HQ – YouTube

Beatles 1962 -66

Erinnerung an all die Beatles-Filme und die Anfangszeit werden hier wach. Ich besaß natürlich alle Beatles-Vinyl-Schallplatten. Diese Kompilation beinhaltet alle wichtigen Stücke bis 1966.

Love Me Do (Mono Version / Remastered 2009) – YouTube

Camel Snow Goose, 1975

Tolle Melodien und eine fantastische Umsetzung. Genial Andrew Latimer an Gitarre und Querflöte, der transparente und dynamische Schlagzeug – Sound begeistert mich noch heute. Auf Rhayadar Goes To Town spielt Andrew Latimer eines der emotionalsten Gitarrensolos. Unvergessen bleibt ihr Konzert in der Frankenhalle in Würzburg 1976 oder 1977. Ein Meilenstein in der Geschichte der Konzeptalben mit einprägsamen Melodien.

Eine echte Vinylscheibe!

Camel – The Snow Goose 1975 Full Vinyl – YouTube

Colosseum II Strange New Flesh, 1976

Das Progressive- Art- Rock – Fusion Album für mich schlechthin. Zappa und Yes auf einem Album! Dark Side Of The Moog – schon ein musikalischer Leckerbissen voller verspielter Überraschungen allererster Güte! Mit den Erstliga- Musikern Jon Hiseman (dr), Don Airey (keys), Neil Murray (b), Gary Moore (g) und Mike Starrs (voc). Der wunderschöne Titel Down To You (Joni Mitchell). Allein schon die Platte wert, wie Colosseum II diese Komposition kreativ und variantenreich umsetzt – ein Meisterwerk voller kleiner Meisterwerke. Secret Places aus der Feder von Moore/ Hiseman. Fetziger Beginn mit exzellentem Schlagzeugspiel. Künstlerisch äußerst wertvoll. Intelligentes, spannungs- und abwechslungsreiches Musikstück mit erstklassigem Moore Solospiel. On Second Thoughts wurde von Gary Moore komponiert. Schöner verhaltener Beginn mit wunderbaren Gitarrenlinien, hätte auch auf einer Platte der Queen-Anfangszeit sein können. Gemini and Leo – Funk-Titel. Das Album strotzt nur so vor Spielfreude und Improvisation. Es ist mir immer noch ein Rätsel wie Gary Moore, der kein Notist war, sich all die wahnwitzigen Läufe und Songstrukturen gemerkt hat. Live waren sie erstklassig und haben noch den ein oder anderen draufgesetzt. Das Albumcover könnte von Salvators Dali stammen. Extrem gut und zur Musik passend.

C̤o̤l̤o̤s̤s̤e̤ṳm̤ ̤I̤I̤–Strange New Flesh .– Full Album HQ – YouTube

Gary Moore Still Got The Blues, 1990

Da muss ich eigentlich nicht viel zu sagen. Diese Platte hat zahlreiche Gitarristen bis heute inspiriert. Ein Klassiker des elektrifizierten Blues mit Bläserbesetzung. Joe Bonamassa setzt diese Art heute erfolgreich fort. Ein tolle Covergestaltung der Platte, das Konzept dafür stammt von Gary Moore persönlich und versprüht den Vibe der britischen Blues-Invasion. Im Übrigen hat Moore zusammen mit Don Airey alle Bläser- und Streicher-Arrangements geschrieben. Die Platte war Peter Green gewidmet. Von den 12 Titeln stammt die Hälfte aus Garys Feder.

Gary̰ Moor̰ḛ-Still G̰o̰t The Blues̰ 1990 Full Album HQ – YouTube

Gary Moore Corridors Of Power, 1982

das Hardrock-Album mit dem m. E. bestem Marshall-Sound, klingt heute noch richtig frisch. Ian Paice (dr.) Neil Murray (b), Tommy Eyre (keys/ Rip, der Keyboarder der die Orgel auf Joe Cockers Version von “With A Little Help” spielte!). Nicht nur instrumental, sondern auch gesangsmäßig und kompositorisch ein Meilenstein des Hardrocks. Wundervolle Solos gefühlvoll melodiös abwechselnd mit wahnwitzigen Läufen. Moores Stimme so kräftig und ausdrucksstark.Für mich mit weitem Abstand Moores bestes Rock-Album: Frees Wishing Well, Don´t Take Me For A Looser, (Marshall JCM at its best) Falling In Love , I Can´t Wait Until Tomorrow (ein wirklich ausgezeichnetes Intro – und dann der fette Schlagzeugeinsatz!!!), Always Gonna Love You. Als Hauptgitarre hat Gary Moore seine rote Stratocaster verwendet.

G̲a̲ry M̲o̲o̲re – C̲o̲r̲r̲i̲dors o̲f̲ ̲P̲o̲w̲er 1982 (full album) – YouTube

Grand Funk Phoenix, 1972

Nachdem sich Grand Funk Railroad von ihrem Manager Terry Knight getrennt hatten, war diese Scheibe die erste unter dem Namen Grand Funk, die sie selbst produziert hatten. Sie zeigt die Band auf dem Weg zu mehr Variantenreichtum und neuen Stileinflüssen wie Country- und Soulklängen. Zum ersten Mal ist hier auch der spätere Keyboarder Craig Frost zu hören. In den Texten greift die Band aktuelle politische, ökologische und soziale Themen auf, was Terry Knight nicht in den Kram passte. Trying To Get Away, Freedom Is For Children, Rock´n´Roll Soul, So Won´t You Have To Die ( …”Jesus came to me and talked to me..overpopulation is..). Hier könnten auch die anderen Scheiben von GFR bis 1973 stehen. Ich mochte sie einfach, obwohl die Kritiker sie als Billigausgabe von Cream betitelten.

Grand Funk̰ Railroa̰d̰-Phoenḭx̰ 1972 Full Album HQ – YouTube

Grand Funk We ´re An American Band, 1973

Mein Cousin Matthias brachte 1973 die Platte mit nach Hause (siehe auch Biografie). Wow. Die Plattencovergestaltung in Gold, die Scheibe in durchsichtigem gelb-orangen Vinyl, die Musiker nackig im Heu mit Amerikafähnchen. Die Musik der Hammer. Ich fuhr runter in die Stadt zum Montanus und kaufte zum Schnäppchenpreis von 12,80 DM die Platte inklusive der drei “We ´re An American Band”- Aufkleber in rot und blau. Die Scheibe lief dann permanent: We are an American Band, Black Licorice, Railroad, Walk Like A Man, Stop Looking Back. Das nachfolgende Album Shining On war dann das letzte Gute ….

Grand Funk We’re an American Band 1973 Full album///+ – YouTube

Humble Pie Performance: Rocking The Fillmore, 1971

Unglaublich wie Steve Mariott mit dem Publikum interagierte. Von Beginn an geht die Luzy ab. Unbedingt anhören! Das ist Entertainment pur: I Am Ready (der Titel im youtube-Video ist falsch!!!) Du meinst, du würdest in der Halle stehen, !!!!!

Ich denke, dass dieses Album zu den besten Live-Alben aller Zeiten gehört. Die Stimmung ist unglaublich. Die Stücke teilweise an die 23 Minuten lang, werden richtig zelebriert. Da werden Geschichten erzählt: Like A Rolling Stone, she took me in another room.... Unglaublich. Mariott fährt zusammen mit Peter Frampton ein ziemliches Brett, das Zusammenspiel der Band ist genial. Mariott hat die Blues-Stimme, der Beth Hart ziemlich nacheifert. Wenn sie I don´t need no doctor singt, hört man eigentlich Steve Mariott. Ehrlich. Absolutes Muss dieses Live-Album.

Am 20. April jährt sich sein Todestag zum dreißigsten Mal. 1947 geboren – 1991 gestorben. Ruhe in Frieden Steve.

Humble Pie – Performance: Rockin’ the Fillmore (full album) (VINYL) – YouTube

Journey Infinity, 1977

Klassiker, jedes Stück kenne ich in – und auswendig: Lights, Winds Of March, Patiently, LaDoDa, Wheel In The Sky, Anytime, Feeling That Way, Something To Hide und Opened The Door. Einzig Can Do gefiel mir nicht. Stimmlich und kompositorisch ist hier die Band auf ihrem Zenit.

J̲o̲urney – Infinity̲ (Full Album) 1978 – YouTube

Led Zeppelin Physical Graffitti, 1975

Mein Led Zeppelin Favorit. Ohne Durchhänger. So locker aufgenommen. Kashmir unvergleichlich. Custard Pie, In My Time Of Dying, Down By The Seaside, Night Flight, Black Country Woman, In The Light. Die Covergestaltung mit den auswechselbaren Fenstern war eh der Hammer.

Led Zeppelin – Physical Graffiti (Full Album) – YouTube

Montrose Rock The Nation, 1973

Unübertroffenes Debutwerk von Ronnie Montrose, der Gitarrensound ist drückend. Rock The Nation, One Thing On My Mind, Rock Candy, Make It last. Das rockt alles und Sammy Hagar am Mikrofon sowieso.

Montrose – Rock The Nation (1973) (Remastered) HQ – YouTube

Peter Frampton Frampton Comes Alive, 1975

Einfach schönes Doppelalbum. Wunderbar Akustik- und E-Gitarren-Klänge. Ein superbes Live-Album. Die Talk-Box-Sounds wurden durch Frampton weltberühmt und er verdiente daran nicht schlecht. Unvergesslich: Bob Mayo!!! (Rip)

Frampton Comes Alive! [Disc 1] – YouTube

Frampton Comes Alive! [Disc 2] – YouTube

Der erste Song auf Disc 2 ist mir unbekannt, der war definitiv nicht auf der Platte.

Queen Sheer Heart Attack, 1974

Glaube, das war meine erste Queen-Scheibe damals. Beim Pickup am Tag des Erscheinens in Würzburg gekauft. Das Schlagzeug-Spiel von Roger Taylor fand ich grandios. Now I am Here mit dem tollen Stereo-Effekt. Brighton Rock, Killer Queen, Stone Cold Crazy, Bring back That Leroy Brown, She Makes Me klang räumlich so groß, Eigentlich nimmt dieses Album alles schon vorweg, um auf “Night at The Opera” oder “A Day At The Races” nur wiederholt zu werden. Queen II war auch schon eine erstklassiges Queenwerk. Sheer Heart Attack ein frischer Meilenstein vor dem großen Durchbruch.

Queen – Sheer Heart Attack (1974) (2011 Digital Remaster) – YouTube

Cat Stevens Tea For The Tillerman, 1970

Father And Son, Wild World, Sad Lisa, Miles From Nowhere, Into White, Where Do The Children Play, Hard Headed Woman…. jedes Stück ein Songwriter-Meisterwerk für traurige, nachdenkliche und romantische Momente.

Where Do The Children Play? – YouTube

Simon & Garfunkel Greatest Hits, 1972

Da assoziiere ich immer den Film “Reifeprüfung” mit Dustin Hofman vor mir. Evergreens halt. Gänsehautsongs zu jeder Gemütslage und Situation. Are you going to….. Feeling Groovy….zeitloses Album.

Simon & Garfunkel Greatest Hits || Simon & Garfunkel Best Songs – YouTube

Simon & Garfunkel – April Come She Will – YouTube

Wishbone Ash There Is A Rub, 1974

Meine Lieblingsscheibe von Wishbone Ash mit Laurie Wisefield erstmals an der Gitarre, Persephone, Silver Shoes und F.U.B.B. , Hometown, Lady Jay. Das Live Dates II-Doppellalbum dieser Besetzung finde ich auch cool.

Wishbone Ash – Silver Shoes – YouTube

Außer Konkurrenz

Außer Konkurrenz fällt mir noch ein relativ junges Album ein, das ich oft anhöre, da die Titel darauf irgendwie haften bleiben und Eingang in meinen Gehörgang finden. Jeder wird denken, jetzt kommt wieder Bonamassa, Moore oder Journey. Live waren sie zwar gut ( bis auf den Gitarristen, der sich permanent hinter seiner Wah-Wah-Pedal-Wolke versteckt), aber in der Würzburger Posthalle viel zu laut. Der Sänger hat eine richtige Rockstimme. Auf dem Album finden sich wirklich durchweg gefällige Kompositionen mit superben Refrains und Chören. Ja welches nun?

Uriah Heep Into The Wild, 2011

I can see you” hat mit dem Bridge-Refrain Suchtcharakter, “Nail On The Head” rockt genau wie “Into The Wild”, “Trail Of Diamonds” hat was Mythisches, “Southern Star” – ein Seemannslied, quasi ein Uriah Heep-Shanty, und so könnte ich die Reihe der guten Stücke auf der CD fortsetzen. Ich sehe nur ein schwächeres Stück : T-Bird-Angel.

Uriah Heep – Nail On The Head [HQ] – YouTube

Uriah Heep (2011) – I Can See You – YouTube

Uriah Heep – Southern Star – YouTube

Uriah Heep (2011) – Into The Wild – YouTube

Als ich jetzt den Beitrag abschließen will, fallen mir noch Peter , Paul und Mary, die Byrds und die Mamas und Papas ein, und Donovan, Pink Floyd, die Bee Gees, The Hollies, Don Mc Lean, auch die Stones ein ……. Schluss jetzt.

Tell Me – YouTube (Die Stones!)

Don McLean – American Pie (Good quality) – YouTube

CALIFORNIA DREAMIN’ By The Mamas And The Papas – YouTube

The Mamas & the Papas – Dedicated To The One I Love – YouTube

The Hollies — Bus Stop ᴴᴰ (1966) – YouTube

The Byrds – Turn! Turn! Turn! – YouTube

Leaving on a Jet Plane-PETER PAUL n MARY – YouTube

Und Deep Purple ist nachzuschieben “Made In Japan” oder “Burn”

Deep Purple – Made In Japan // BEST VERSION EVER! RARE!! HD Gold disc DCC GZS-1120 (1972) – YouTube

Demnächst vielleicht eine Liste von Bands, die ich nie leiden konnte. Bis dahin.

Gruß Conny

Fender Stratocaster Gallery – A Vintage Look In A Row

2018 Fender American Original 50`Stratocaster with Pure Vintage ´59 Single Coil Pickups, White Blonde
2006 Fender Jeff Beck Stratocaster with Noiseless Pickups, Seafoam Green
2014 Fender American 60th Anniversary Stratocaster with Hot Noiseless Pickups, Two Tone Sunburst
Squier Telecaster Classic Vibe Butterscotch Blonde

Marshall “Origin” 20 C – der britische Fender Blues Junior?

photo cmartin

Wer kennt nicht die bekannten Marshall-Modelle aus den frühen 60er Jahren? Bluesbreaker, Plexi oder JTM. Jeden Musikliebhaber begeistern bis heute die Gitarrenklänge, die aus diesen Verstärkern “dröhnten”.

Gary Moores Bluesbreaker-Amp

John Mayall & the Bluesbreakers bekanntes “Beano”-Album, das eine Unzahl von Gitarristen inspirierte, transportiert genau diesen rauen angezerrten Sound.

Oder Jimi Hendrix…..und natürlich die vielen anderen der britischen Blues-Invasion

Von 1989 an hat Marshall immer wieder Sonderauflagen der alten Röhrenamps produziert. Die Handwired-Serie ( letzte Auflage 2012) ist wohl die authentischste.

Handwired 1974 X Reissue von 2013
Marshall Handwired Werbung mit Gary Moore

Die Marshall Origin Serie

2018 auf der Namm-Show präsentierte Marshall die Origin Serie – eine “neuer” Klassiker-Linie

Die in Vietnam gebaute Verstärkerserie versprüht im Design und technischem Aufbau den Vibe der Marshall-Anfangszeiten. Puristisch eben, ohne viel Schnickschnack, wenn man einmal von dem Einschleifweg, den Emulated Out, der Leistungsreduktion und der Boostfunktion absieht. Tremolo oder Springreverb Fehlanzeige. Im Gegensatz zu den Vorgängern verfügen die Amps nur über eine einzige Eingangsbuchse bzw. Kanal. Ein Brücken mit einem Patchkabel der Kanäle, also ein Mischen des Bright- und Normalkanals gibt es hier nicht. Allerdings ist diese Mischklangunktion mit dem Tilt-Regler raffiniert gelöst. Im folgenden Video wird die Funktionsweise gut erklärt.

Die Regler des Verstärkers sind: Gain, Tilt, Bass, Middle, Treble, Master und Presence. Im Gain-Regler ist ein Push-Pull für das Zuschalten des Boosts integriert. Mehr gibt´s nicht.

Gleich vorneweg: Für Heavy-Metal ist der Verstärker ohne Vorschaltgeräte nichts.

Ohne Effektgeräte, wenn man mal von einem Reverbpedal im Effektweg absieht, ist der Verstärker prädestiniert für superbe Clean-Sounds von Jazz bis Country und angezerrte Bluessounds, die Erinnerung an die britischen Blueshelden wecken. AC/DC – Fans werden am Crunch-Riffing ihre wahre Freude finden. Hier einige Soundbeispiele!

Natürlich sind die Origin-Amps auch eine ideale Plattform für die diversen Zerrpedale, womit sich dann der tonale Einsatzbereich natürlich um vieles erweitern lässt. Mir gefällt er am besten in seiner puristisch trockenen Klangweise. Gitarrenkabel einstecken und los. Das hat dieser Verstärker mit dem Fender Blues Junior gemeinsam. Also vielleicht ein britischer Blues Junior? Ja, der Vergleich bietet sich an. Mit etwas weniger als 14 kg ist beispielsweise der Origin 20 Combo leicht zu transportieren und auch von den Abmessungen wie Fenders Blues Junior relativ klein. Im Gegensatz zum Blues Juniors 12- A-Type oder Jensen – Speaker verfügt er über einen 10er Celestion V-Type Lautsprecher.

Classic combination: Marshall amp and Les Paul

Im Vergleich zum Blues Junior ist der Marshall cleaner, crispier und britisch bissig. Der neue Fender Blues Junior IV klingt weicher und dunkler, wogegen der Tweed Fender Blues Junior auch mehr Höhen hat. Letztlich ist das Geschmackssache und eine Sache der Einstellung am Verstärker bzw. am Tonpoti der Gitarre. Wie beim Blues Junior steht die Boostfunktion beim Origin in einem guten Verhältnis, um Solos lautstärkemäßig in den Vordergrund zu schieben. Der Origin reagiert wunderbar auf das Zurücknehmen des Lautstärkereglers. In Sachen Reverb übertrumpft der Origin mit einem eingeschliffenen guten Reverbeffektpedal oder Delay den Fender Junior klar, da ein Pedal halt doch mehr Möglichkeiten der Soundverbiegung hat. Andererseits hat der Springreverb im Fenderamp aber auch seinen ganz besonderen Reiz. Der Reverb des Tweed hat im Vergleich zum Blues Junior IV auf Grund seiner “Suppigkeit” ( Reglerstellung größer als 3) allerdings seine Grenzen.

Die Origin-Verstärker-Linie besteht aus folgenden Modellen:

  • Marshall Origin 5 Combo
  • Marshall Orignin 20 Combo
  • Marshall Origin 50 Combo
  • Marshall 20 Head
  • Marshall 50 Head

Die Origin Leistungsreduzierung – Was ist Powerstem? Hier wird es erklärt.

Trotz Leistungsreduzierung Powerstem wird man in einer Mietwohnung Schwierigkeiten mit den Nachbarn bekommen, aber dennoch ist sie durchaus ein sinniges Feature um die Endstufe höher anzufahren. Der Sound wird komprimierter und tönt weniger mittig. Die Origins sind einfach laut, vor allem wenn man die Endstufenverzerrung nützen will. Spielt man nicht in einer Heavy-Metal-Band, können sich seine zwanzig Watt im Bandgefüge wie auch die 15 Watt des Fender Blues Junior locker durchsetzen. Zur Not kann man ja den Origin mit dem Mikrophon abnehmen bzw. den Emulated Out nutzen.

Summa Summarum ist die Marshall Origin Serie für all die zu empfehlen, die auf den Vintage-Sound und das puristische Design der frühen Marshalls stehen und einen günstigen Vollröhrenamp erwerben wollen.: A good bang for the buck !

Dynamische Klangumsetzung

Gelungenes Retro-Design

Gelungenes Retro-Design

TECHNISCHE DATEN ORIGIN 20 Combo

GENERAL

ModelOrigin20CRange OriginRöhre Channels1

ELECTRONICS

Output wattage High Power 20 Watt, Mid Power ca. 3 Watt und Low Power ca. 0,5 WattOutputs3 x 6,3mm Klinkenbuchsen Lautsprecherausgänge (16Ω / 8Ω), 1 x 6,3mm Klinkenbuchse DI-OutInputs1 x 6,3mm Klinkenbuchse Instrumenteneingang, 1 x 6,3mm Klinkenbuchse für FußschalterControls Gain, Boost, Tilt, Bass, Middle, Treble, Master, Presence, Powerstem Effects Keine Effects loopJa, Seriell, Send/Return

SPEAKERS

Speaker configuration1x10″Speaker modelCelestion V Type (16Ω, 30 Watt)Unit impedance16Ω

VALVES

Preamp valves 3 x ECC83 Power amp valves 2 x EL34

ACCESSORIES

FootswitchPEDL-90016 im Lieferumfang Cable abnehmbares Netzanschlusskabel

DIMENSIONS (INCLUDING FEET AND HANDLE)

Weight 13.9 kg / 31 lbs Width 520 mm / 20.5″ Height 420 mm / 16.5″ Depth 240 mm / 9.4″

Vintage Sound….

photo cmartin

Jazz Sound

Gibson Customshop R8 VOS Lemonburst

All You Need Is A Tweed – der Fender Blues Junior

photo cmartin

Kleine Verstärker, liebevoll “Hasenkisten” genannt, sind seit einigen Jahren im Trend. Wer braucht denn noch, von den großen Rockstars mal abgesehen, diese Amp-Türme und riesigen Racksysteme. Kleine Verstärker, hierzu gibt es gerade im Fachmagazin “Gitarre & Bass” eine interessante Betrachtung in mehreren Teilen von Udo Piper, sind für Rückengeschädigte leicht zu transportieren und jederzeit per Mikrophon oder Speakersimulation/ DI-Out über die PA oder die Gesangsanlage schickbar.

Die Bandbreite auf dem Markt ist riesig. Jede Verstärkerfirma bietet sie an, meist in 15 – 20 Watt Versionen.

In den Musikclubs von Memphis, New Orleans, Nashville oder Austin trifft man häufig auf einen dieser Vertreter, den Fender Blues Junior. Meist tritt er hier im schicken Tweed, aber auch als Blackface auf.

Der Fender Blues Junior mit seinen 15 Watt ist ideal für Clubs und vor allem eine gute Ausgangsbasis für Bodentreter aller Art. So wird aus dem Kleinen mit Leichtigkeit ein vielseitiger Mehrkanaler.

Seit 1990 hat sich sein Anzug nur marginal verändert. Äußerlich gab es einige kosmetische Veränderungen (Potiknöpfe etc.) und klanglich geringfügige Änderungen im Soundvoicing. Siehe auch im folgenden Bild auf dem Handtag des Blues Junior IV. Vom Aufbau und der Anzahl der Regler blieb der Junior gleich: Volume, Treble, Middle, Bass, Fat-Schalter, Reverb und Master. Im aktuellen Tweed Blues Junior ist ein 12er Jensen eingebaut, im Blues Junior IV ist ein cremig-klingender Celestion A-Type zu finden.

photo cmartin Fender Blues Junior Betriebsanleitungen

Die Spezifikationen:

3 x 12 AX oder ECC Röhern

2 x EL 84 Röhren

Fender Spring Reverb

Rectifier Solid State

Jensen CN 12 oder Celestion A-Type 12 Speaker

photo cmartin
photo camartin gelungenes Design im Vintagelook
Schicke silbernes Typenschild photo cmartin

Ein Blick ins Innere!

photo cmartin
photo cmartin Der Röhrenwechsel ist einfach zu bewerkstelligen.
Neue TAD-Röhren! photo cmartin

2018 gab es das letzte Fender Blues Junior Update mit dem Fender Blues Junior IV. Das Gehäuse ist etwas kleiner als das des Tweeds, die Chicken-Köpfe sind creme-weiß.

photo cmartin
photo cmartin Fender Blues Junior IV und Fender Jeff Beck Stratocaster
Cremefarbene Chickenheads photo cmartin
Das Typenschild der Nummer IV photo cmartin

Die Fender Blues Juniors im Vergleich zum Marshall Origin 20 C

photo cmartin

Soundeindrücke

Hier geht´s nur um den cleanen Klangeindruck der drei Verstärker. Alle Regler befanden sich etwa in Mittenstellung. Die Endstufen im Bereich von eins bis zwei, das Gain des Origin war auf 8, die Lautstärkeregler Volume bei den Blues Juniors zwischen sechs und sieben. Die Fender-Fatschalter und der Origin-Boost waren ausgeschaltet. Leichter Fenderhall und im Origin 20 C war ein wenig Hall des Marshall Reflectorpedals RF1 eingestellt.

Im Folgenden eine Übersicht der eingebauten Lautsprecher

Fender Blues Junior Tweed – Jensen Lautsprecher

The C12N is one of the most important speakers in Jensen’s history. It is the top 12” speaker of the ‘Blackface Era, used by many American manufacturers in the mid ‘60s for their upper range models when the price of AlNiCo became unsustainable for the manufacturers. Clear highs, solid mids, and powerful basses, it epitomizes the tone of that decade, from the surf, the rock n’ roll, the electric blues and the West Coast inspired music. It was used in Twin, Bassmanä and Bandmasterä style amps, and many others.

Fender Blues Junior IV- Celestion A-Type

From the Celestion Homepage

“Inspired by our favourite modern American tones the A-Type is a different kind of guitar speaker from Celestion. Of course it still has the musical and revealing three- dimensional quality that is the heart and soul of a Celestion guitar speaker however it features a more laid-back midrange which reveals body and complexity in the upper register accompanied by full and rounded low frequencies.

The A-Type conveys a fluid even performance with an increased headroom threshold that allows your amp’s tone to shine through. Clean players will love the smooth articulation; for rockers the brooding powerful low end threatens thunder that’s only a heavy riff away!”

Marshall Origin 20 C – Celestion V-Type

” Combining decades of experience with advanced measurement and analysis the V-Type has been built using a carefully balanced ‘recipe’ of old and new design techniques. It produces a heady exciting modern vintage sound that just makes you want to keep on playing: a guitar speaker that delivers authentic Celestion tone whatever your style. The V-type is a sweet sounding speaker with a superbly balanced tonal signature that imparts a vintage musicality to your tone. Clean sounds are true across the lows mids and highs with just enough upper-mid chime and HF sparkle to add clarity and definition. Crank it up for a sizzling overdrive and raw rock tones with plenty of mid-band warmth to give body and substance to lead note playing. “

Im Großen und Ganzen klingen alle drei recht ähnlich, wobei auffällt, dass der Marshall Combo bei dieser Gain-Einstellung sehr gute Clean-Sounds bietet. Erhöht man die Endstufenleistung kommt mehr und mehr Verzerrung auf. Die Blues Juniors haben in der Volume-Mittelstellung schon einen ganz schönen “dreckig-crunchigen” Unterton, der super für das Blues-Solieren geeignet ist, bei Akkorden im Bassbereich an das Riffing von Stones-Titeln erinnert und den Spieler trägt. Vor allem der Fender Blues Junior IV wartet mit mehr bassiger Tonentfaltung auf, der Tweed bringt hingegen mehr Höhen und Mitten und geht etwas eher als der Junior IV in die Knie. Marshalls Origin hat weniger Bässe und klingt sehr straff und drahtig, die Höhen sind ausgeprägt. Er reagiert auf Grund seiner vielen Höhen hervorragend beim Zurückdrehen des Volumenpotis an der Gitarre, so dass dynamische Soundformungen leicht von der Hand gehen.

Fazit: Insgesamt können sich die drei Verstärker klanglich recht nahe kommen. Die Juniors klingen “amerikanisch-cremig” (12er Lautsprecher), der Marshall dagegen “very britisch” und straff (10er Lautsprecher). Alle haben einen sehr gefälligen Vintage-Vibe-Charakter in Design und Sound. Klare Kaufempfehlung also für Leute, die einen kleinen tragbaren Verstärker mit tollem Klang suchen. Beim Kauf eines Amps aus dem Trio kann man nichts falsch machen. Der Tweed ist mit knapp 700.- € der teuerste (ohne Fußschalter!), der Fender Blues Junior IV mit etwa 660 € inklusive Fußschalter geringfügig günstiger. Ein Schnäppchen ist Marshalls Origin 20 C, der mit etwa 430.- € (inklusive Fußschalter für Boost und Loop) zu Buche schlägt. Vorteil der Juniors, sie haben ihren “Reverb” immer an Bord, also Kabel einstecken und los. Der Marshall hat die Leistungsreduzierung, einen DI-Out-Ausgang, zwei Anschlussbuchsen für externe Lautsprecher, einen seriellen Effektweg und einen im Preis inkludierten stabilen Fußschalter für Boost und Loop (der serielle Einschleifweg ist nur mit Fußschalter bedienbar! Ohne ist er nicht zu aktivieren!).

Fender Blues Junior Tweed Video

Ein prima Video von Shane Intheblues zum Blues Junior IV

Demnächst hier ein Beitrag zum Marshall Origin 20 C…….

Die Geschichte der Marshall Dual Super Lead-Serie (DSL)

Die DSL Serie kombiniert zum einem die Möglichkeit von High Gain Sounds à la JCM 800 oder JCM 900 mit eher Vintage-Klängen eines 1959SLP.

2018 Marshall DSL 40 CR

1997 kam die JCM 2000 DSL Serie heraus. Die Topteile verfügten über zwei schaltbare Kanäle: Classic Gain und Ultra Gain. Der Combo DSL 401 verfügte mit Clean/ Crunch und Lead über drei Kanäle.

Amp Manual von 1999

Der Unterschied zwischen den ersten DSL-Combos und der Reissue Serie DSL 40 CR von 2018

DSL 401 im Vergleich zum CR 40/ HR 100 mit damals einfacherem Aufbau allerdings mit Federhall und parallelem Effektweg.
Der CR mit zwei Master-Volumes, Klangregelung und Perepherie identisch zum DSL 100 HR, mit Digitalreverb und seriellem Effektweg

The DSL History by marshallamps.com

“The Classic Gain has two modes capable of providing classic Marshall tone and high gain modern tones, taking the player from a 1959 style clean right through to the snarl of a JCM800 2203. The Ultra Gain channel on the other hand also features two modes, mimicking the vibe of a hot-rodded 2203 or providing even higher gain and a gut-twisting mid-boost, all at the switch of a button.

Powered by EL34s and housing ECC83s, the remarkable versatility marked the DSL out as the first Marshall amp truly capable of playing any style of music, and upon its release was particularly lauded for its clean tones. On top of this the DSL also featured an effects loop and reverb to add even more adaptability.

Due to high demand and a need for a portable alternative, 20W and 40W combo versions of the DSL followed in 1998, named the DSL201 and DSL401. The DSL401  also featured a power switch to drop the amp’s output by half meaning it was equally at home on stage, in the studio, or at home.

Fast forward to 2012 and Marshall looked to revisit the JCM2000 DSL, and build a new series based around it featuring updated technology. This new DSL family featured a DSL100H 100W and a DSL15H 15W head, as well as the DSL40C 40W and DSL15C 15W combo. The modernised DSL range used largely the same components as the originals but also boasted some standout new features, such as a new resonance control, digital reverb, and a two-way footswitch.

The family expanded once again in 2018, with 1W versions specially aimed at bedroom players hitting the market; the DSL1C and DSL1H. On top of this a 5W combo was also launched, and the DSL15C 15W combo and the DSL15H 15W head were replaced with 20W versions so that every player could have a DSL with the power to suit their needs.

With over 20 years on stages around the world, and as the weapon of choice for Jeff Beck, Richie Sambora, Alex Deadman (Lady Bird), Shauna Tohill (Rews) and Gary Moore; the DSL is sure to be a standard for many more to come.

So klingt der Emulated Output auf einer Studio-Aufnahme!

Der Klang des Classic Gain Channels/ Red Mode

Vintage Blues Tone

Er kann auch jazzig klingen im Classic Gain Red Mode…….

Gary Moore mit Marshall DSL Amps in Bellinzona(Schweiz

Neal Schon – a family relationship

1979 sah ich in Lauda-Königshofen mit etwa 800 amerikanischen GIs Journey zum ersten mal. Ein Konzert mit glasklarem Sound und einer Band mit purer Spiel- und Improvisationsfreude. An diesem Tag hätte ich niemals geahnt, Jahrzehnte später einmal persönliche Kontakte zu haben.

1980 besuchte ich ein Journey-Konzert in Neunkirchen am Brand, die letzte Tournee mit Greg Rolie.

1993 Paul Rodgers & Friends. Leider fiel das Konzert wegen des Bandbusunfalls bei Hamburg aus. Es war ziemlich deprimierend, als mein Schwager und ich vor der dunklen Halle in der Oberpfalz standen und dann von der Abendschicht der Lokalredaktion der Amberger Zeitung erfuhren, dass sich am Vormittag der Unfall ereignet hatte.

13. Mai 2005Soul Sirkus ( mit Neal Schon an der Gitarre) gab sein einziges Konzert in München. Für den Auftritt der Band war ich insgesamt gute 24 Stunden unterwegs, Hin- und Rückfahrt per Bummelzug. Am Nachmittag kam ich an der Halle an. Der Band -LKW war bereits entladen und der dunkelblaue Band-Nightliner-Bus parkte hinter der Halle. Nichts ahnend schlenderte ich hinter der Halle herum, da kam mir einer mit Sonnenbrille und Locken entgegen. Und der Typ steuerte direkt auf mich zu und spricht mich an. “How are you doing?” Ich war sowas von baff, dass ich im ersten Moment nur ein blödsinniges “Well done” über die Lippen brachte. So ist es, wenn plötzlich eines deiner Gitarrenidole vor dir steht. Nach Ende des Konzerts gab es noch ein Meet & Greet, wozu ich allerdings keinen Zutritt hatte. Ich wurde dann vom lokalen Ordnungsdienst hinausgedrängt, sah aber damals zum ersten Mal Barb, Neals Mutter, und Les. Ich war schon recht verärgert, doch eine Viertelstunde später, erschien die komplette Band zum Small-Talk hinter der Halle. Cool – wozu braucht es da ein Meet & Greet. Nun war Zeit für Fotos und Gespräche. Um zwei Uhr etwa fuhr ich über Augsburg, dort war ein Umsteigen mit langer Wartezeit nötig, nach Würzburg zurück. Der lange, aber lohnenswerte Trip endete dann am frühen Vormittag in Würzburg.

7. Juni 2006 Journey auf der Rock The Nation – Tour mit Whitesnake, Def Leppard u.a. in Oberhausen. Mit Steve Augeri als Sänger, der wie sich später herausstellte, lip synching machte bzw. Deen Castronovo eigentlich sang.

17. März 2007 Journey In Karlsruhe mit Jeff Scott Soto als Sänger.

Sommer 2007 – die Ära von MySpace auf ihrem Höhepunkt- auf dieser Plattform hatte ich viele Kontakte geknüpft. An einem Sonntagvormittag im Juli ein Anruf aus Kalifornien – kaum zu glauben. Les Boyle fragt nach, ob ich im August mit meiner Band Auftritte hätte, denn sein Grandson Miles wäre mit einem Europa-Bahnticket unterwegs. Ob Miles bei uns übernachten bzw. wohnen könnte? Ich bejahte beides, da einige Open-Air-Termine anstanden. Man blieb in Kontakt und Anfang August holte ich den 17-jährigen Miles (Schon) mit Rucksack und Les Paul-Gitarrengigbag am Würzburger Hauptbahnhof ab. Miles wohnte dann eine Woche lang bei uns. An einem Abend übten wir mit “Hugo For Sale”. Die Open Airs fielen allerdings wegen der schlechten Witterung aus. Es gab aber im Omnibus mit einigen Freunden eine schöne Jam-Session. Als Miles in Würzburg war, tauschten wir bei Tommies Musik Butik seinen defekten Bridge-Pickup gegen einen meiner Gibson 30th Anniversary Goldtop aus. Ja, der ist jetzt in Kalifornien gelandet.

Nach einer Woche reiste dann Miles per Zug nach Frankfurt zu Thomas Dietzel. Auf dem Weg zum Bahnhof fiel Miles ein, er wisse gerade nicht, wo das Euro-Bahnticket wäre. Mir brach der Angstschweiß aus, Der Zug sollte in 15 Minuten abfahren. Miles blieb ganz cool und durchsuchte in aller Seelenruhe vor dem Bahnhofeingang seinen Rucksack und dann den Gigbag. Ja und da fand sich das Ticket. Uff !!! Zwei Wochen später fuhren Gunda und ich nach Dietzenbach. Hier spielte Miles mit einer Coverband namens “Timelight” und wir trafen Barb und Les auf dem Open-Air-Gelände. Es war zudem Miles´ 18. Geburtstag. Les und Barb besuchten uns dann auch wenige Tage später in Würzburg. Bis Barbs Tod in 2014 haben wir uns wiederholt getroffen und es ist eine gute Freundschaft entstanden.

14. Juni 2008 Journey in Bamberg mit Arnel Pineda – wir treffen Neal Backstage als einzige Gäste. Cool.

2009 auf unserem Westcoast-Trip haben wir natürlich Barb und Les wiederholt getroffen und auch mit Miles in Novato/ Kalifornien gejammt.

22.Juni 2011 Journey in Augsburg – Johannes, Leonard und ich sind als Gäste geladen. Neal signiert meine weiße Neal Schon-Gitarre

Plektren von Neal

photo cmartin

Autogramme

x-mas-cards

photo cmartin

photo cmartin

Monthly Guitar March 2021

Some readers asked about handling the Marshall Code amp.

Marshall Code Amp got lots of options. Tweak around to find your dream sound by disabling e.g. cab simulation, power amp or pre amp or even all of them. Try out distortion or overdrive pedals. Listen to your patches on amp or recording desk. Add some modulation like vibrato, reverb and delay. Not to forget to have a look on the gate. To much gate can kill the amp´s natural sound. Maybe it´s neccessary to disable cab simulation for a good live sound. For recording sake cab simulation may suit well.

Start creating your own patches like you would do on a real amp. Choose one preamp e.g. Plexi. Adjust Gain, Treble, Miiddle, Bass and Volume. Then add effects, distortion, cab sim…

You can easily use Marshall´s app on your mobile phone for easy adjusting the knobs.

Some new “home made” patches for Marshall Code users:

DSL40CR Classic Gain Red patch for Marshall CODE

Bluesbreaker Vintage patch for Marshall CODE

Gary Moore Vintage Blues patch for Marshall CODE

Gary Moores neue Platte “How Blue Can You Get” wird am 30. April 2021 posthum via Provogue/Mascot Label Group veröffentlicht.

Trackliste

1. I’m Tore Down
2. Steppin’ Out
3. In My Dreams
4. How Blue Can You Get
5. Looking At Your Picture
6. Love Can Make A Fool Of You
7. Done Somebody Wrong
8. Living With The Blues

Press Release

This month marked the 10th anniversary of the death of former Thin Lizzy guitarist and solo star Gary Moore, and now Provogue Records have dug into the Moore archive to compile an album of previously unheard and unreleased songs. 

How Blue Can You Get will be released on April 30 and contains eight tracks. First out of the gates is the Moore original In My Dreams, Parisienne Walkways-esque ballad featuring that unmistakable Gary Moore tone.

Elsewhere on the album are versions of Freddie KingI’m Tore Down, Memphis Slim‘s Steppin’ Out, Elmore James’ Done Somebody Wrong and BB King‘s How Blue Can You Get, the song that gives the album its name. Full tracklist below.

“Gary Moore was a force,” says Toto founder Steve Lukather. “His intensity, as well as his dynamic sweet soft tones, had such deep feel. He was a master, and I got to watch him play and meet him. He was a very nice man as well. His loss is felt by all who loved him, but we are blessed; we can still hear him play on the records, DVD’s, and all that will live forever. He was a one of a kind.”

“Gary Moore took the blues and turned it on its head for me,” adds Black Crowes guitarist Chris Robertson. “His ferocity and his style of playing definitely has been an influence on me. There’s a ferociousness on what he does that can’t be matched.”

“We grew up in the business together, and he eventually became a major solo star,” says ex-Whitesnake man Bernie Marsden. “I wasn’t remotely surprised, of course, as his playing was so astonishing, a great showman and performer. But to me, he was first and foremost, my friend, and I still miss him today! Enjoy this rare recording.”

“Neal Schon Story” – Part V – Hendrix, Bonamassa und Neals Gitarrenwelt

Neal – der Rhythmusgitarrist

Nicht viel weniger als seine solistischen Fähigkeiten beeindruckt mich seine fantastische und kreative Art die Rhythmusgitarrenlinien zu spielen. Welch´ wunderbares Können Steve Perrys Gesang zusätzliche Struktur und besonderes Fundament zu geben.

Schon auf den ersten drei Alben Journeys gefällt mir diese einzigartige Kunst , wie die filigranen, oft Hendrix-artig, Akkorde gesetzt sind, so melodiös, wobei ihm nach eigener Aussage George Tickner so manchen Kniff und außergewöhnliches Chording zeigte. Auch auf den späteren Alben gibt es hier ausgezeichnete Beispiele durch die Perrys oder Augeris Gesang so gut zur Geltung kommen konnten.

Einige Exempel:

Trial By Fire

Journey – Trial by Fire – YouTube

2018 mit Journey Through TimeLights” und “Still The Ride

Journey Through Time Exclusive – “Lights & Still They Ride” – YouTube

Neal auf den Spuren Jimi Hendrix`

Immer wieder scheint in Schons musikalischer Werkstatt die Affinität zu Jimi Hendrix durch. Sei es, dass er Hendrix – Stücke jammt oder Hendrixsche Rhythmik und Akkorde verwendet.

Dave Mason w/ Neal Schon, John McFee and Ross Valory – All Along The Watchtower, Santa Barbara 2016 – YouTube

JOURNEY 2004 NEAL SCHON – VOODOO-CHILD LIVE!!! – YouTube

PAUL RODGERS and NEAL SCHON : HEY JOE – ( Acoustic ) . – YouTube

Leider finde ich nicht mehr das youtube-Video aus dem kleinen Club in San Francisco. An jenem Abend spielten Paul Rodgers und Neal „Little Wing“. Eine wunderbare Version in Bild und Ton. Zum Glück fand ich diesen Live-Audio-Clip.

Little Wing – Paul Rodgers & Neal Schon – YouTube

1993 brachten die beiden als Album das „The Hendrix Set“ heraus.

Stone Free – Paul Rodgers & Company – YouTube

Gary Moore Im Vergleich/ Billy Cox Gesang

GARY MOORE STONE FREE. – YouTube

Moore spielt mit weniger Gain und Verzerrung, eine ziemlich raue Version, die Gitarre sehr prominent im Vordergrund.

Neals Version mit Delay und Vibratoeinsatz, vom Aufbau ziemlich ähnlich, Die Gitarre ist mehr in den Hintergrund gemischt.

Gary Moore – Manic Depression – YouTube

Paul Rodgers – Manic Depression – YouTube

Neal Schon und Joe Bonamassa

Seit etwa zwei Jahren sind Neal Schon und Joe Bonamassa scheinbar in engerem Kontakt. Neal, so ist auf seinem Instagram-Account zu erfahren, sammelt jetzt auch vermehrt Vintage-Instrumente.

Neal Schon und Joe Bonamassa mit Jimmy Barnes

Jimmy Barnes – Going Down Alone feat Neal Schon & Jonathan Cain – Official Video – YouTube

Neal and Joe Bonamassa In Las Vegas

Neal Schon Solo – Journey – Lovin’, Touchin’, Squeezin’ 10-26-19 The Colosseum @ Caesars Palace – YouTube

Live From Nerdville with Joe Bonamassa – Episode 3 – Neal Schon – YouTube

Joe Bonamassa, Neal Schon, & The Three Kings Band- “Oh, Pretty Woman” Shoreline Amphitheater – YouTube

Joe Bonamassa with Neal Schon (Journey) “Nobody Loves me but my Mother” at Caesar’s 10-27-2019 – YouTube

Neal Schons Gitarrenwelt

Zu Beginn sieht man Neal  mit seiner 1968er Les Paul Goldtop mit P-90 Pickups. Später wurden diese durch Humbucker (1977/ Fleischman Konzertmitschnitt) ersetzt. Zudem hatte er eine Les Paul Custom mit drei Pickups im Einsatz

Neal Schon “Any Way You Want It” Journey Guitar | 1984 Gibson Les Paul Limited Edition Super Custom – YouTube

Die 1963erFender Stratocaster verwendete er ausschließlich für das Album „Infinity“.

Im Nachfolgenden einige Werbeanzeigen mit Neal Schon bzw. Neal Schon Gitarren:

1980er Departure Tour, Neal verwendet eine Ovation-Electric-Gitarre.

1983 Roland Synthesizer-Gitarre, Aria-Gitarre (auch im Konzertfilm Frontiers and Beyond zu sehen)

1986 Schon-Signature-Gitarre, zuerst von “Jackson“, dann von Larrivée gebaut. Es gab zwei Versionen. Zum einen die NS- Deluxe und NS-Reverse mit Riegelahorndecke. Der Hals ist durchgängig, die Flügel angeleimt. Zwei Single-Coil und ein splitbarer Humbucker in der Stegposition, Fünfweg-Schalten. Entweder gab es diese Gitarre mit “Ferrari”-like Saitenhalter oder mit Floyd-Rose-Tremolo.

Neal “Schon” guitar by Larrivee

Meine Neal Schon Guitar (Monthly Guitar September/ October 2019)

Monthly Guitar October: Schon NS-Deluxe – conny-martin.de (conny-martin.de)

Meine Neal Schon Reverse Custom ( Monthly Guitar April 2019)

Monthly Guitar/ April Schon Custom Reverse Signature Guitar – conny-martin.de (conny-martin.de)

1993 Tom Anderson, Dommenget-Les Paul

1999 PRS-Guitars

PRS Neal Schon LTD Private Stock #3749 Semi-hollowbody Electric Guitar Demo – Sweetwater Sound – YouTube

2005/6 Gibson Les Paul Signature

Die Gitarre wurde nach Neals Vorstellungen produziert. Der Hals-Korpusübergang wurde zurückgenommen, dadurch noch besserer Zugang zu den hohen Lagen.

Weiteres Equipment und Rig Rundowns

Neal Schon 2 – YouTube

Neal Schon Pedal Board Overview – Guitar Interactive Magazine Issue 19 – YouTube

Rig Rundown – Journey’s Neal Schon (2014) – YouTube

Rig Rundown – Journey’s Neal Schon – YouTube

NEAL SCHON MARSHALL AMP SPOT – YouTube

PRS Neal Schon Private Stock – YouTube

PRS – Neal Schon Private Stock – YouTube

NAMM ’13 – Neal Schon and Paul Reed Smith on the NS-14 and NS-15 Signature Guitars – YouTube

Auch Neal hat wie viel andere Gitarrenhelden eine Lagerhalle für sein Equipment angemietet.

Hier einige Bilder aus seinem Lagerraum Mitte der 90er Jahre!

Hier ein Video von Dave Amato von REO Speedwagon und seiner Gitarrensammlung. Ohne Kommentar!